Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Online-Ticket für den Zoo
 

Online-Ticket für den Zoo

1

Das lange Warten hat ein Ende

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
In der prallen Sonne mit gelangweilten Kindern mehrere Stunden vor dem Zoo anstehen – das gehört nun der Vergangenheit an. Seit dem gestrigen Donnerstag können die Tickets für den Zoobesuch im Vorhinein online erworben werden.
Sobald die Tage wärmer wurden, sah man es immer wieder: lange Warteschlangen vor dem Eingang des Zoos. Teilweise standen die Besucherinnen und Besucher bis zum Eingang der U-Bahn-Station vor dem Zoo. Wer sich dort anstellte, wartete bis zu zwei Stunden vor dem Einlass. Bei warmen Temperaturen mit kleinen Kindern war dies unerträglich. Doch was war die Alternative? Entschied man sich dazu, doch nicht in den Zoo zu gehen, waren die Tränen der Kleinen vorprogrammiert. Nun hat das lange Warten vor dem Zoo ein Ende: Seit Donnerstag, den 13. Juni können die Eintrittskarten für den Besuch online auf der Webseite des Zoos erworben werden. Die Zahlung der Tickets ist per Kreditkarte, Paydirekt oder Giropay möglich.

Für Besitzer des Online-Tickets soll eine separate Spur, eine sogenannte Fast Lane, am Haupteingang eingerichtet werden. Die Tickets müssen dort entweder ausgedruckt oder auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Zudem kommen Besucherinnen und Besucher auch über den Eingang in der Rhönstraße in den Zoo. Zoodirektor Miguel Casares begrüßte diese Entwicklung hinsichtlich der langen Wartezeiten: „Wir sind froh, dass der Online-Shop jetzt genutzt werden kann und ich hoffe, dass er gut angenommen wird. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Online-Tickets unseren Haupteingang in Stoßzeiten entlasten werden.“

Mit dieser Entwicklung ist der Zoo die erste städtische Kultureinrichtung Frankfurts, die ein Online-Ticket anbieten kann. „Dieses Angebot war längst überfällig und ich habe seit meinem Dienstbeginn auf eine Umsetzung hingewirkt“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Doch warum dauerte die Umsetzung des Online-Tickets so lange? Bereits im August vergangenen Jahres wurden die Pläne für das Ticket veröffentlicht. Im Dezember hieß es seitens Casares, es könne nicht mehr lange dauern, bis es möglich sei, sich zuhause oder von unterwegs aus Tageskarten für den Zoo online zu kaufen. „Die größte Herausforderung ist die Umsetzung im Rahmen der städtischen IT-Umgebung“, sagte Hartwig. Im Rahmen des gemeinsamen städtischen Arbeitskreises Digitalisierung kommen regelmäßig alle Museen und das Institut für Stadtgeschichte zusammen, äußerte Hartwigs Sprecherin. „Wir befinden uns in einem engen Austausch. Weil aber auch an anderen Stellen in der Stadtverwaltung über E-Ticketing nachgedacht wird, arbeitet das Kulturdezernat hier mit der zentralen städtischen Informationstechnik, den städtischen Zahlungssystemen und weiteren Beteiligten wie beispielsweise der Revision und der Stadtkämmerei zusammen.“ Das Online-Ticket greife also tief in die IT-Landschaft der Stadt ein, erklärte Hartwigs Sprecherin. An einem solchen Projekt seien dementsprechend viele unterschiedliche Partner seitens der Stadt beteiligt.

Der Zoo sei nur der erste Schritt, betont Hartwig. Die diesem Angebot zugrunde liegende Lösung bilde das Fundament für zukünftige Online-Tickets in den städtischen Kultureinrichtungen. „In Abstimmung mit unseren Museen, dem Institut für Stadtgeschichte und dem Zoo werde ich mich weiter dafür einsetzen, den digitalen Wandel erfolgreich zu gestalten.“ Weitere Pläne für den Zoo, wie beispielsweise die Konzeptstudie „Zookunft 2030“ soll laut der Dezernentin nach den Sommerferien vorgestellt werden. Ob es dann auch das angekündigte Kulturticket geben wird, wurde nicht mitgeteilt.

Masterplan Zoo zuletzt in der Kritik

Zuletzt sah sich die Kulturdezernentin in Sachen Zoo vor allem Kritik gegenüber. Im März dieses Jahres stellte sie mit dem „Masterplan Zoo“ die Pläne für einen dringend notwendigen Umbau des Zoos vor. Demnach soll das denkmalgeschützte Zoo-Gesellschaftshaus am Alfred-Brehm-Platz 16 zum Theater für Kinder und Jugendliche umgebaut werden. Dort, wo momentan eine Mindernutzung mit viel Leerstand herrscht, sollen nach einer Kernsanierung sowohl Räume für junge Theaterkultur als auch für Ausstellungen des Zoos entstehen. „Wir hatten den Prüfauftrag der Koalition, zu untersuchen, ob sich das Haus eignet, und die Antwort lautet: Ja, es eignet sich hervorragend“, sagte Ina Hartwig. „Dort soll ein Ort mit Strahlkraft entstehen, der sowohl ein eigenes Programm entwickelt als auch kooperiert und einlädt“. Dazu müsse das Zoogebäude allerdings zunächst einmal kernsaniert werden. Allein dafür rechne man mit Kosten von etwa 35 Millionen Euro. Darüber hinaus sind ein Rückbau der Zwischengeschosse sowie die Aufstockung durch ein Dachgeschosses geplant, um den ursprünglich herrschaftlichen Charakter des Gebäudes wiederaufleben zu lassen. Zudem soll das Gelände am Osteingang ausgebaut werden. Am sogenannten Entrée Ost ist der Bau des Conservation Centers geplant. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 4500 Quadratmetern verteilt auf fünf Etagen soll die komplette Zoologische Gesellschaft beherbergen, Wohnraum für Pfleger bieten und zu „einer Denkfabrik für Forscher“ werden.

Doch Hartwigs Pläne stießen auf harsche Kritik. Thomas Dürbeck, kulturpolitischer Sprecher der CDU, äußerte sich empört, da Ina Hartwig die vorgestellten Pläne nicht vorher in der Koalition und der eigens eingerichteten Steuerungsgruppe diskutiert habe. Auch die Pressekonferenz, in der die Pläne den Medien präsentiert wurden, sei nicht in der Koalition kommuniziert worden. Teilweise wussten nicht einmal die Parteigenossinnen und -genossen von dem kurzfristig anberaumten Pressegespräch.
14. Juni 2019
Elena Zompi
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
FlunkyFo am 17.6.2019, 09:41 Uhr:
Ich wollte es gestern ausprobieren. Seite nicht responsive, Fehler beim Account registrieren, Error beim Karte-den-Warenkorb-legen, lag dann trotzdem drin (mit 0 € berechnet), aber an der Bezahlung ist es dann endgültig gescheitert. So ein richtiger Griff ins Klo. Wer programmiert das für die Stadt? Vielleicht ist hier eine andere Form nötig als ein städtischer Arbeitskreis mit lauter Verwaltungsfachangestellten/Politikern?
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Neues Kunstfestival im September
1
Kunst als urbanes Ereignis
Frankfurt bekommt ein neues Kunstfestival: „The Frankfurt Art Experience“. Neben vielen spannenden Angeboten holt das Festival am ersten Septemberwochenende auch die beliebte Kunstmesse Paper Positions in die Stadt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Symbolbild @ Unsplah/Deanna J
 
 
Lost Stories: neue Form der Erinnerungskultur
0
Das Leben eines jeden Menschen ist es wert, erzählt zu werden
Die Austellungsreihe Lost Stories will den Umgang mit Altern, Sterben, Tod und Vergänglichkeit in den Alltag holen und eine neue Form der Erinnerungskultur kreieren. Das Pilotprojekt startet in Frankfurt, noch bis zum 23.7. läuft eine Crowdfunding-Aktion. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Symbolbild © Pixabay
 
 
Sommerwerft 2019 vom 19.7.-4.8.
0
Kreativität statt Konsum
Am Freitag startet das kostenlose Theaterfestival Sommerwerft. Mit 300 Künstlerinnen und Künstlern ist es noch größer als im vergangenen Jahr. Und auch hier ist das Thema Klimaschutz angekommen: Durch eine Neuerung werden in diesem Jahr 36 000 Kilogramm CO2 eingespart. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Stefano Strampelli
 
 
 
Haus am Dom: Sommerkino auf der Dachterrasse
0
Filme voller Musik, Liebe und Politik
Sommer ist Freiluftkino-Zeit: Auf der Dachterrasse des Hauses am Dom werden auch in diesem Jahr wieder Filme unter freiem Himmel gezeigt. Von 19. Juli bis 11. August werden acht verschiedene Filme auf die Leinwand projiziert. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: D. Wiese-Gutheil/Haus am Dom
 
 
Interview mit Initiator vom Burg Herzberg Festival
0
Love and Peace
Das Burg Herzberg Festival feierte schon 2018 seinen 50. Geburtstag, ein Jahr vor Woodstock. Das JOURNAL FRANKFURT sprach mit Gunther Lorz, dem Geschäftsführer des Festivals, das dieses Jahr vom 25. bis 28. Juli im osthessischen Breitenbach stattfindet. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Graham Nash
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  660