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Foto: GMfilms
Foto: GMfilms

Filmpremieren

Vom Odenwälder Bauernalltag zu mordenden Weihnachtsmännern

Im Dezember stellen zahlreiche Filmschaffende ihre Arbeiten in den Frankfurter Kinos vor. Darunter auch Van-Tien Hoang, der sich in „Das Ende des Schweigens“ mit den Frankfurter Homesexuellenprozessen beschäftigt – das JOURNAL verlost Tickets zur Team-Premiere.
Die Pandemie sorgt dafür, dass lange vorbereitete Projekte wie der zweite „Lichter“-Kongress zur Zukunft des Kinos samt dem anschließenden Bundeskongress der kommunalen Kinos auf nächstes Jahr verschoben werden mussten. Auch das Programmkino Orfeo’s Erben schloss nach zweiter Wiedereröffnung im Oktober schon wieder die Pforten. Daher verlegte man die für Sonntag, 5. Dezember, um 15 Uhr geplante Team-Premiere von „Das Ende des Schweigens“ kurzfristig ins Cinema*. Van-Tien Hoang beschäftigt sich in dem Dokudrama mit den Frankfurter Homesexuellenprozessen in den Fünfzigern. Neben den Spielszenen wirken besonders die Interviewpassagen etwa mit Stadtführer und Historiker Christian Setzepfandt zur Verfolgung homosexueller Männer erhellend.

Der Besucherreigen wird am Donnerstag, 2. Dezember, um 19.45 Uhr von Regisseur Srdan Golubovic im Mal Seh’n eröffnet. In der internationalen Co-Produktion „Vater – Otac“ schildert er den Kampf eines erwerbslosen Familienoberhaupts um seine Kinder, der ihn angesichts der umgreifenden Korruption bis zum Belgrader Ministerium führt. Das Mal Seh’n, das „Vater“ zwei Wochen regulär spielt, erinnert mit Helmut Herbst an den kürzlich verstorbenen, renommierten Dokumentar- und Animationsregisseur.

Der ehemalige Professor der HfG Offenbach unterstützte als Produzent und Co-Cutter 2018 Regisseur Oliver Wörner. In seinem Debüt „Es geht ein' dunkle Wolk herein“ beobachtet Wörner unkommentiert den teils harten Bauernalltag der Familie Hübner im nördlichen Odenwald. Co-Cutter Johannes Grahl wird am Sonntag, 5. Dezember, um 14 Uhr von den Dreharbeiten berichten.

Ein weiterer angesehener Dokumentarregisseur Thomas Frickel erinnert in dem dicht entwickelten „Wunder der Wirklichkeit“ (Kino des DFF, Mittwoch, 22. Dezember, 20.30 Uhr) an Martin Kirchberger und seine Rüsselsheimer Gruppe Cinema Concetta. Samt Team verunglückte der Satirefan vor 30 Jahren bei einem Flugzeugabsturz.

Bislang nur einmal beim Fantasy Filmfest wurde der zweieinhalb-stündige makabre Horroradventskalender „Deathcember“ gezeigt, der teils im Rhein-Main-Gebiet entstand. In zwei Teilen samt Glühweinpause stellen die Produzenten Ivo Scheloske und Dominic Saxl, ebenfalls Regisseur der ersten Episode, am Mittwoch, 22. Dezember, um 21 Uhr in der Harmonie die international angelegte Schaueranthologie vor.

Eine Woche zuvor, am Donnerstag, dem 16. Dezember, um 18 Uhr, ist Regisseur Srdjan Dragojevic mit der Satire „Der Schein trügt“ im Cinema zu Gast. In der dreigeteilten Komödie schildert er das Schicksal einer Familie, deren Vater einen unzerstörbaren Heiligenschein nicht mehr loswird.
Vervollständigt wird der Gesprächsreigen mit dem Selbstfindungs-/Rassismus-Drama „Ivie wie Ivie“ (Montag, 6. Dezember, 18 Uhr, Cinema) samt Hauptdarstellerin Haley Louise Jones.

Darüber hinaus ist Dokumentarfilmer Peter Sempel mit zwei Filmen am Mittwoch, 8. Dezember im Kino des DFF, Andreas Kleinert mit seiner gefeierten Künstlerbiografie „Lieber Thomas“ am Sonntag, 19. Dezember, um 20 Uhr im DFF und Dagmar Kamlah mit dem Sammlerporträt „Von Dingen“ am Sonntag, 19. Dezember um 12 Uhr im Mal Seh’n. Bleibt zu hoffen, dass alle angesetzten Termine auch stattfinden können.

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* Das JOURNAL FRANKFURT verlost 3 x 2 Karten für die Frankfurt-Premiere von „Das Ende des Schweigens“ am Sonntag, 5. Dezember, um 15 Uhr im Cinema. Weitere Informationen zum Gewinnspiel gibt es hier.
 
1. Dezember 2021, 13.03 Uhr
Gregor Ries
 
 
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