Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Gesellschaft
Startseite Alle NachrichtenGesellschaft
Diskussion im Frankfurter Presseclub
 

Diskussion im Frankfurter Presseclub

1

Gendergerechte Sprache – Notwendigkeit oder Sprachmanipulation?

Foto: JF
Foto: JF
Am Dienstagabend diskutieren Journalistin Rebecca Beerheide und Literaturkritiker Christoph Schröder über die Notwendigkeit und Umsetzbarkeit einer inklusiven Sprache. Moderiert wird die Veranstaltung von JOURNAL FRANKFURT-Chefredakteurin Ronja Merkel.
Wie funktioniert gendersensible Berichterstattung? Braucht es überhaupt einen sensibleren Umgang mit Sprache, um diskriminierungsfrei berichten zu können? Bereits seit den 1970er-Jahren fordern feministische Sprachwissenschaftlerinnen einen sexusgerechten Sprachgebrauch, inzwischen ist das Thema im Mainstream angekommen. In der laufenden Gender-Debatte geht es längst nicht mehr „nur“ um die sprachliche Ausgrenzung von Frauen, sondern auch um die Inklusion des dritten Geschlechts.

Während Medien wie die taz, jetzt.de (das junge Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung), ze:tt (das junge Onlinemagazin der Zeit) und Edition F mithilfe des Gendersterns Leser*innen aller Geschlechter ansprechen möchten, bleiben Zeitungen und Zeitschriften wie FAZ und Spiegel beim generischen Maskulinum. Dazwischen finden sich zahlreiche Kompromisse, wie die Verwendung von Paarformen, dem Binnen-I, Doppelpunkt, Quer- oder Unterstrich und die Bildung von Partizipalformen, die beispielsweise aus Studentinnen und Studenten Studierende macht. Kritikerinnen und Kritiker führen meist als Argument gegen die gendergerechte Sprache an, sie sei zu holprig und stelle überdies eine Sprachmanipulation dar.

Über die Notwendigkeit einer inklusiven Sprache und einen gangbaren Weg, um diese umzusetzen, diskutieren Rebecca Beerheide und Christoph Schröder in einem von Ronja Merkel moderierten Gespräch.

Rebecca Beerheide ist Beirätin von „genderleicht.de“, ein Projekt des Jounralistinnenbundes. In der Zeit als Vorsitzende des Journalistinnenbundes (2015 bis 2019) hat sie gemeinsam mit den Vereinskolleginnen das Projekt für mehr gendergerechte Sprache im Journalismus ins Leben gerufen. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. Aufgewachsen in Oldenburg, studierte sie Diplom-Journalistik und Politikwissenschaften in Leipzig und Ljubljana. Sie volontierte beim Main-Echo in Aschaffenburg. Seit 2008 schreibt sie über Gesundheitspolitik, zunächst für die Ärzte Zeitung in Frankfurt/M, seit Juli 2015 für das Deutsche Ärzteblatt in Berlin. Sie ist Mit-Herausgeberin des Buches „100 Jahre Frauenwahlrecht - viel erreicht, wie weiter?“, das im Juni 2017 erschienen ist.

Christoph Schröder ist Dozent für Literaturkritik an den Universitäten Frankfurt am Main und Köln und schreibt als freier Autor und Kritiker unter anderem für Zeit, Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk Kultur und JOURNAL FRANKFURT. Er befürwortet die Verwendung gendergerechter Sprache in journalistischen Texten, lehnt diese aber im literarischen Kontext ab.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Journalistinnenbund (JB) Rhein-Main (www.journalistinnen.de/rhein-main) statt.

>> Tickets sind für Mitglieder des FPC und des JB kostenlos, für Nicht-Mitglieder beträgt der Eintritt 6,90 €. Die Tickets finden Sie hier.
 
3. Februar 2020, 16.45 Uhr
red
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Wolfgang Griesinger am 7.2.2020, 13:56 Uhr:
Wie kann man (oder ist frau richtig) um Nebensächlichkeiten so einen Hype veranstalten. Auf die glorreiche Idee, ein Wort für alle Betroffenen zu nutzen, ist wohl noch kein Mensch (außer mir?) gekommen. Schreibt doch einfach "Mitmenschen" oder "Mitmensch", dann kann Niemand mehr meckern.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Gesellschaft
 
 
Eingeschränkter Regelbetrieb in Frankfurter Kitas
0
Eine Woche für ein neues Betreuungskonzept
Am Freitag hat die Stadt Frankfurt Richtlinien zum eingeschränkten Regelbetrieb in Kindertagesstätten veröffentlicht. In dieser wurden die am Mittwoch festgelegten Regelungen des Landes präzisiert. Kita-Beschäftigte stellt die Umstellung vor weitere erschwerte Bedingungen. – Weiterlesen >>
Text: Johanna Wendel / Foto: Unsplash
 
 
Innenminister Peter Beuth verurteilt Tat
0
Dietzenbach: Polizei in Hinterhalt gelockt und angegriffen
Am Freitagmorgen haben rund 50 Menschen in Dietzenbach im Landkreis Offenbach Feuer gelegt und anschließend Polizei und Feuerwehr am Einsatzort mit Steinen beworfen. Die Polizei geht von einer „vorbereiteten Aktion“ aus. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Pexels
 
 
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat Anklage gegen einen 24-jährigen mutmaßlichen IS-Anhänger aus Offenbach erhoben. Dieser soll vergangenes Jahr einen Anschlag auf ein Frankfurter Lokal geplant haben. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Harald Schröder
 
 
 
In Kindertagesstätten und -horten soll ab dem 2. Juni wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb beginnen. Dafür hat das Land Hessen am Mittwoch einen zwölfseitigen Hygieneplan für die Kommunen vorgelegt. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Unsplash
 
 
Politisch motivierte Kriminalität
0
Zahl der rechtsextremen Straftaten steigt
Mehr als die Hälfte aller registrierten politisch motivierten Straftaten 2019 in Deutschland waren rechtsextrem motiviert. Das geht aus dem Jahresbericht zur politisch motivierten Kriminalität (PMK) 2019 hervor. Besonders in Hessen sind die Zahlen gestiegen. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Symbolbild © Bernd Kammerer
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1539