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Diskussion im Frankfurter Presseclub
 

Diskussion im Frankfurter Presseclub

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Gendergerechte Sprache – Notwendigkeit oder Sprachmanipulation?

Foto: JF
Foto: JF
Am Dienstagabend diskutieren Journalistin Rebecca Beerheide und Literaturkritiker Christoph Schröder über die Notwendigkeit und Umsetzbarkeit einer inklusiven Sprache. Moderiert wird die Veranstaltung von JOURNAL FRANKFURT-Chefredakteurin Ronja Merkel.
Wie funktioniert gendersensible Berichterstattung? Braucht es überhaupt einen sensibleren Umgang mit Sprache, um diskriminierungsfrei berichten zu können? Bereits seit den 1970er-Jahren fordern feministische Sprachwissenschaftlerinnen einen sexusgerechten Sprachgebrauch, inzwischen ist das Thema im Mainstream angekommen. In der laufenden Gender-Debatte geht es längst nicht mehr „nur“ um die sprachliche Ausgrenzung von Frauen, sondern auch um die Inklusion des dritten Geschlechts.

Während Medien wie die taz, jetzt.de (das junge Onlinemagazin der Süddeutschen Zeitung), ze:tt (das junge Onlinemagazin der Zeit) und Edition F mithilfe des Gendersterns Leser*innen aller Geschlechter ansprechen möchten, bleiben Zeitungen und Zeitschriften wie FAZ und Spiegel beim generischen Maskulinum. Dazwischen finden sich zahlreiche Kompromisse, wie die Verwendung von Paarformen, dem Binnen-I, Doppelpunkt, Quer- oder Unterstrich und die Bildung von Partizipalformen, die beispielsweise aus Studentinnen und Studenten Studierende macht. Kritikerinnen und Kritiker führen meist als Argument gegen die gendergerechte Sprache an, sie sei zu holprig und stelle überdies eine Sprachmanipulation dar.

Über die Notwendigkeit einer inklusiven Sprache und einen gangbaren Weg, um diese umzusetzen, diskutieren Rebecca Beerheide und Christoph Schröder in einem von Ronja Merkel moderierten Gespräch.

Rebecca Beerheide ist Beirätin von „genderleicht.de“, ein Projekt des Jounralistinnenbundes. In der Zeit als Vorsitzende des Journalistinnenbundes (2015 bis 2019) hat sie gemeinsam mit den Vereinskolleginnen das Projekt für mehr gendergerechte Sprache im Journalismus ins Leben gerufen. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert. Aufgewachsen in Oldenburg, studierte sie Diplom-Journalistik und Politikwissenschaften in Leipzig und Ljubljana. Sie volontierte beim Main-Echo in Aschaffenburg. Seit 2008 schreibt sie über Gesundheitspolitik, zunächst für die Ärzte Zeitung in Frankfurt/M, seit Juli 2015 für das Deutsche Ärzteblatt in Berlin. Sie ist Mit-Herausgeberin des Buches „100 Jahre Frauenwahlrecht - viel erreicht, wie weiter?“, das im Juni 2017 erschienen ist.

Christoph Schröder ist Dozent für Literaturkritik an den Universitäten Frankfurt am Main und Köln und schreibt als freier Autor und Kritiker unter anderem für Zeit, Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk Kultur und JOURNAL FRANKFURT. Er befürwortet die Verwendung gendergerechter Sprache in journalistischen Texten, lehnt diese aber im literarischen Kontext ab.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Journalistinnenbund (JB) Rhein-Main (www.journalistinnen.de/rhein-main) statt.

>> Tickets sind für Mitglieder des FPC und des JB kostenlos, für Nicht-Mitglieder beträgt der Eintritt 6,90 €. Die Tickets finden Sie hier.
 
3. Februar 2020, 16.45 Uhr
red
 
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Leser-Kommentare

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Wolfgang Griesinger am 7.2.2020, 13:56 Uhr:
Wie kann man (oder ist frau richtig) um Nebensächlichkeiten so einen Hype veranstalten. Auf die glorreiche Idee, ein Wort für alle Betroffenen zu nutzen, ist wohl noch kein Mensch (außer mir?) gekommen. Schreibt doch einfach "Mitmenschen" oder "Mitmensch", dann kann Niemand mehr meckern.
 
 
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