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Wohnen in Frankfurt
 

„Soziale Stadt“

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1100 Sozialwohnungen am Bügel

Foto: Stadt Frankfurt am Main
Foto: Stadt Frankfurt am Main
Die Stadt Frankfurt und die GWH Wohnungsgesellschaft haben sich in einem Kooperationsvertrag auf Maßnahmen geeinigt, mit denen rund 1100 Sozialwohnungen im Ben-Gurion-Ring gesichert werden können. Zusätzlich soll neu gebaut und die Siedlung insgesamt modernisiert werden.
Bezahlbarer Wohnraum in Frankfurt ist knapp. So knapp, dass auch die Neubauprojekte der Stadt den Bedarf nicht decken beziehungsweise nicht schnell genug fertig gestellt werden können, um dem Mangel entgegenzuwirken. Eine wichtige Maßnahme ist in diesem Kontext die Sicherung bereits vorhandenen preisgebundenen Wohnraums; die Stadt Frankfurt bemüht sich daher um den Erwerb von Belegungsrechten. In diesem Sinne haben Planungsdezernent Mike Josef (SPD) und Stefan Bürger, Geschäftsführer der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen, einen Kooperationsvertrag beschlossen, der das Programm „Soziale Stadt“ weiter stützen und 1100 Sozialwohnungen am Bügel sichern soll. „Durch diese Vereinbarung sichern wir langfristig rund 1100 bezahlbare Wohnungen im Ben-Gurion-Ring und sorgen so für eine sozial-gerechte Stadtentwicklung in diesem Quartier“, sagt Mike Josef.

Im nördlichen Teil des Ben-Gurion-Rings gehören der GWH derzeit 452 Wohnungen, bei denen Ende 2019 die gesetzliche Mietpreisbindung ausläuft. Die Stadt Frankfurt hat für weitere 15 Jahre die Belegrechte sichern können, die Bindung ist also bis 2034 gesichert. Zur Kompensierung für entgangene Mieterträge zahlt die Stadt der GHW 6,39 Millionen Euro. Der Zuschuss berechnet sich aus einem Betrag von 1,20 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, multipliziert mit der Bindungsdauer in Monaten. Für weitere 626 Wohnungen verpflichtet sich die GHW, auf die vorzeitige vollständige Rückzahlung der Förderdarlehen so lange zu verzichten, dass die Bindungen nach Ablauf der gesetzlichen Nachwirkungsfrist frühestens 2043 enden. „Kernelement des Programms ‚Soziale Stadt Ben-Gurion-Ring‘“, so Josef, „ist eine sozial verantwortliche Wohnungsbaupolitik, die neben dem Neubau geförderten Wohnraums auch die Sicherung vorhandenen preisgebundenen Wohnraums durch den Erwerb von Belegungsrechten realisiert.“ Mit der Belegungspolitik wolle man die „sozial stabilen Bewohnerstrukturen am Bügel bewahren“, sagt Stefan Bürger.

Zusätzlich soll auch neugebaut werden: Das derzeit am Ben-Gurion-Ring bestehende Parkhaus soll abgerissen und durch rund 100 Wohnungen ersetzt werden. Weitere Neubauten entstehen auf dem ehemaligen SEB-Gelände im nordöstlichen Teil des Quartiers am Bügel; die GWH baut dort derzeit 177 frei finanzierte und 77 geförderte Mietwohnungen, 22 Eigentumswohnungen und 55 Studentenapartments. Die Bauarbeiten haben bereits im Februar dieses Jahres begonnen und sollen voraussichtlich bis Sommer 2022 abgeschlossen sein.

Außerdem plane die GHW die Modernisierung der in den 70er-Jahren entstandenen Siedlung. Die Gebäude sollen beispielsweise verbesserte Wärmedämmungen, neue Fenster und Wohnungstüren erhalten, außerdem sollen teilweise die Heizkörper ausgetauscht, die Abluftanlage umgebaut und die Fassaden saniert werden. Über die Modernisierungen wolle man die Bewohnerinnen und Bewohner rechtzeitig informieren, so die GHW, während der mit der Stadt vereinbarten Bindungsdauer werde die Umlage modernisierungsbedingter Kosten auf einen Betrag von maximal zwei Euro pro Quadratmeter Wohnfläche beschränkt.
 
11. November 2019, 10.54 Uhr
rom
 
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