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U60311
Prozess gegen Türsteher beginnt
Drei ehemalige Türsteher des Technoclubs „U60311“ stehen am Mittwoch ein erstes Mal vor Gericht. Sie sollen am Ostermontag 2011 einen britischen Gast zu Tode geprügelt haben.
Was im Einzelnen an jenem verhängnisvollen Ostermontag passiert ist, muss das Gericht einschätzen. Nachdem die Polizei mehrere Zeugen vernommen hatte, skizzierte die Anklage den Hergang bisher so: Ein 33-jähriger Türsteher soll versucht haben, einen Gast bei einem Kontrollgang vom Tresen wegzuziehen. Der Gast wollte aber nicht und stieß den Aufpasser von sich, der rücklings in John Lee H. taumelte. Der Brite soll den Türsteher abzufangen versucht haben – und wurde dafür ins Gesicht geschlagen.
Es entwickelte sich eine Schlägerei, an der sich auch die herbeigeeilten Kollegen des 33-Jährigen beteiligten. Gemeinsam sollen sie den später Verstorbenen geschlagen, gewürgt, getreten und sich auf ihn gesetzt haben. Zwei Zeugen, die dem Opfer zu Hilfe eilen wollten, wurden von dem 33-Jährigen mit Drohungen davon abgehalten. Am Ende legten sie den leblosen Körper einfach vor der Diskothek ab. In sechs Operationen wurden Lee John H. Dünn- und Dickdarm, Teile der Leber und der Bauchspeicheldrüse entfernt. Zwei Tage später, am 27. April, erlag der Brite seinen schweren Verletzungen.
Die drei Männer im Alter von 28 bis 33 Jahren müssen sich nun wegen gemeinschaftlichem Totschlag vor Gericht verantworten. Am Mittwoch beginnt der Prozess am Frankfurter Landgericht. Ein vierter Angeklagter, ein 20 Jahre alter Clubbesucher, soll ebenfalls Zeugen davon abgehalten haben, dem Opfer zu helfen. Zwei Mal wöchentlich soll getagt werden. Die Urteilsverkündung ist für Juni angesetzt. Drei Angehörige des Opfers treten als Nebenkläger auf.
Durch den Vorfall geriet das U60311, das in der Stadtverwaltung ohnehin nicht viele Fürsprecher hatte, unter Beschuss. Die Stadt bemüht sich seitdem Vorfall um einen Neuanfang. Mit einer Räumungsklage soll der in Ungnade gefallene Club verjagt werden. Der Prozess um die Räumung beginnt am 3. April.
Es entwickelte sich eine Schlägerei, an der sich auch die herbeigeeilten Kollegen des 33-Jährigen beteiligten. Gemeinsam sollen sie den später Verstorbenen geschlagen, gewürgt, getreten und sich auf ihn gesetzt haben. Zwei Zeugen, die dem Opfer zu Hilfe eilen wollten, wurden von dem 33-Jährigen mit Drohungen davon abgehalten. Am Ende legten sie den leblosen Körper einfach vor der Diskothek ab. In sechs Operationen wurden Lee John H. Dünn- und Dickdarm, Teile der Leber und der Bauchspeicheldrüse entfernt. Zwei Tage später, am 27. April, erlag der Brite seinen schweren Verletzungen.
Die drei Männer im Alter von 28 bis 33 Jahren müssen sich nun wegen gemeinschaftlichem Totschlag vor Gericht verantworten. Am Mittwoch beginnt der Prozess am Frankfurter Landgericht. Ein vierter Angeklagter, ein 20 Jahre alter Clubbesucher, soll ebenfalls Zeugen davon abgehalten haben, dem Opfer zu helfen. Zwei Mal wöchentlich soll getagt werden. Die Urteilsverkündung ist für Juni angesetzt. Drei Angehörige des Opfers treten als Nebenkläger auf.
Durch den Vorfall geriet das U60311, das in der Stadtverwaltung ohnehin nicht viele Fürsprecher hatte, unter Beschuss. Die Stadt bemüht sich seitdem Vorfall um einen Neuanfang. Mit einer Räumungsklage soll der in Ungnade gefallene Club verjagt werden. Der Prozess um die Räumung beginnt am 3. April.
28. März 2012, 10.21 Uhr
ges
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