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Wirtschaftsclub Rhein-Main und die AfD
 
Wirtschaftsclub Rhein-Main und die AfD
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Frankfurter Oberbürgermeister fordert Ausladung von Frauke Petry
Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Die Einladung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main, über die das Journal Frankfurt berichtete, schlägt nun auch politische Wellen. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) empfiehlt die AfD-Politikerin Petry auszuladen.
Peter Feldmann äußert seine Meinung klar: "Die AfD? Ausladen!" Der Sozialdemokrat fordert die Mitglieder des Wirtschaftsclubs auf, "sich schleunigst zu überlegen, wie sie mit der Einladung ihres Präsidenten umgehen".

Das Journal Frankfurt hatte gestern berichtet, dass der Wirtschaftsclub Rhein-Main für den Abend des 23. März zu einem Dinner mit der AfD-Politikerin Frauke Petry in die Villa Bonn im Westend einlädt – was bei zwei Mitgliedern des Clubs zu Unmut führte, einer hat seine Mitarbeit im Beirat des Clubs aufgekündigt.

Peter Feldmann sagt nun: "Die ganze Aktion gibt völlig unnötig den Rechtspopulisten eine Plattform und wirft einen Schatten auf die anständigen Frankfurter Unternehmer und unsere liberale Stadt. Gott sei Dank gibt es bei uns auch großartige Initiativen, die für eine sachliche, demokratische Politik eintreten. Die konstruktiven Kräfte im Wirtschaftsclub täten gut daran, jetzt ein klares Zeichen zu setzen."

Die Antifa hat zu Protesten an jenem Abend aufgerufen, die Partei "Die Partei" plant eine "Nazi-Safari" in der Siesmayerstraße 12. In dem Aufruf ist von einem "umfangreichen Rahmenprogramm mit Losbude, Dosenwerfen und musikalischer Unterhaltung" die Rede.
16. März 2017
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, seit 2004 beim Journal Frankfurt, seit 2010 Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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Leser-Kommentare

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C. Weber am 19.3.2017, 12:26 Uhr:
Glückwunsch an den Wirtschaftsclub für seinen Mut, diese erwartungsgemäß umstrittene Einladung auszusprechen! Ich finde es unbedenklich und ohne Nebenwirkungen für unsere Demokratie, dass der Wirtschaftsclub eine Vertreterin einer Partei einlädt, deren Parteiprogramm ökonomisch sinnvolle Positionen vertritt. Demokratisch bedenklich ist wohl, dass etablierte Politiker wie Feldmann in Ausübung ihres Amtes einen politischen Gegner auf diese Weise diffamieren und versuchen, auf den Gastgeber gesellschaftlichen Druck auszuüben. Übrigens ist mir als erstes die Diskussion um den Wahlkampf türkischer Politiker in Deutschland eingefallen, wo etliche Politiker vertraten, dass das Abhalten türkischer Wahlkampfveranstaltungen in Europa Teil der Demokratie sei und wir als Demokraten es aushalten können sollen, dass jemand eine Meinung vertritt, die wir selbst nicht mögen. Persönlich finde ich türkische Agitation auf deutschem Boden sehr bedenklich und einige Positionen der AfD mindestens überlegenswert, aber allemal hörenswert.
 
Rob Curtis Schwartz am 19.3.2017, 11:11 Uhr:
#spd #feldmann #petry #afd Oberbürgermeister mimt den Großinquisitor - Feldmanns zweifelhaftes Demokratieverständnis

Voltaire hat aber etwas zur Meinungsfreiheit gesagt, was den Peter Friedmann als Antidemokraten erscheinen läßt.
:

"Le droit de dire et d’imprimer ce que nous pensons est le droit de tout homme libre, dont on ne saurait le priver sans exercer la tyrannie la plus odieuse. Ce privilège nous est ... essentiel ... ; et il serait déplaisant que ceux en qui réside la souveraineté ne pussent pas dire leur avis par écrit."
Quelle : Questions sur les miracles
und auf Deutsch:
„ Das Recht zu sagen und zu drucken, was wir denken, ist eines jeden freien Menschen Recht, welches man ihm nicht nehmen könnte, ohne die widerwärtigste Tyrannei auszuüben. Dieses Vorrecht kommt uns von Grund auf zu; und es wäre abscheulich, dass jene, bei denen die Souveränität liegt, ihre Meinung nicht schriftlich sagen dürften.“
 
Rob Curtis Schwartz am 19.3.2017, 10:54 Uhr:
Eindeutig post-faschistische Einstellung - sowohl beim ehemaligen Mit-Boss der Jüdischen Gemeinde als auch bei allen, die sich Antifa Schimpfen. Die Querfront des korrupten Establishments formiert sich nach SA-Vorbild und paraphrasiert die Nazis 1933-45: "Boykottiert die Juden, Sozial-Demokraten, gewöhnliche Demokraten, den Reichstag", etc.
Wir wissen, wo das endete. Und jetzt spielt Pseudo-Demokrat Peter Feldmann, ehemaliger Lobbyist in eigener Ethno-, Relligions-,Politiksache - den Boykotteur von Dienst. Eigentlich gegen Demokratie und politischen Diskurs.
Und damit keiner auf falschen Gedanken kommt: ich bin Jude und seit je her engagierter und überzeutgter Demokrat links-sozialdempokratisch-liberaler Prägung.
Währet den Anfängen eines "Gutmenschen"-Faschismus 2.0, der sich aus der Feldmann-Stimme extrapolieren läßt.
Mit demokratischem Gruß.

PS und apropos: AfDF- werde ich nie wählen und rufe alle Bürger an, mir es gleich zu tun. Aber ich verteidige trotzdem ihr und der AfD-Recht frei zu sprechen und genauso angehört zu werden, wie die verschiedenen etablierten Establishment-Mafien
 
am 17.3.2017, 21:14 Uhr:
"Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt."
Mahatma Gandhi

"Otto Wels und seine Fraktion stimmten nicht nur geschlossen und mit unbeschreiblicher Kühnheit gegen die Abschaffung der Demokratie und gegen das Ermächtigungsgesetz, sondern auch gegen die übermächtigen Eliten aus den Wirtschaftskonzernen und anderen konservativen Kreisen, die den Diktator Hitler mit enormen finanziellen Mitteln zur Macht verhalfen. "


Wirtschaftsclub Rhein-Main bietet Petry Forum.


"Wehret den Anfängen"
von Käthe Kollwitz einst auf ein Plakat geschrieben

Geld ist das Brecheisen der Macht.
Friedrich Nietzsch

über die AFD: 'NPD im Schafspelz'
Parteigründer Bernd Lucke
 
parai ba am 17.3.2017, 15:18 Uhr:
Herr Looschen, in der "Lügenpresse" wurden Äußerungen von Frau Petry umfangreich wiedergegeben; oft verweigern Mitglieder der AfD Einladungen/Aufforderungen zum Gespräch. Sie wurde zwar nicht ausgeladen, "weil man anderer politischen Meinung ist", Sie stellen damit aber fest, dass Petry Möglichkeiten zur Meinungsäußerung hatte und eine von ihr divergente Meinung gebildet wurde.
 
Uwe Looschen (Pringles-AUTOMATde) am 17.3.2017, 14:15 Uhr:
Nur wer sich anhört, was jemand zu sagen hat, kann sich auch eine Meinung bilden und man kann dann auch mitreden. Einfach jemanden wieder auszuladen, weil man anderer politischen Meinung ist, ist undemokratisch und entspricht in keinster Weise der Meinungsfreiheit. Wir müssen uns auch den Mist vom Bosperus anhören, der wahrlich unerträglich ist. So schlimm kann es dann mit Frau Petry nicht kommen. Und wenn Sie geredet hat, wird es auch veröffentlicht und man kann dann seine Ansicht kundtun. Beinhaltet auch, dass man dann jemanden entlarven kann/muß wenn skurile Thesen aufgestellt werden. Aber das geht erst nach einer Meinungsäußerung.
 
parai ba am 17.3.2017, 13:49 Uhr:
Frau Oliveres stuft in ihrem Kommentar die Antifa als kriminelle Chaoten ein, die die Sicherheit gefährden. Das ist richtig, wenn man ähnliche Maßstäbe wie beispielsweise bei Hans und Sophie Scholl anwendet.
 
Petra Meyer am 17.3.2017, 13:42 Uhr:
Nicht zu fassen wir dreist dieser Herr Feldmann doch ist, aber ganz ehrlich hab auch nichts anderes von diesem Mann erwartet.

Frau Petry ist eine Frau mit Charakter und Ausstrahlung und ich wünsche ihr das Sie diese Menschen im Wirtschaftsclub zeigt wo der Hammer hängt.

Liberale Stadt Herr Feldmann ich lach mich weg. Man sieht schon an der Rennbahn wie liberal Sie und ihre schwarzen Freunde im Römer sind. Nehmen Sie Ihre Freunde und vergessen nicht Mutti Merkel und den Rollstuhlkönig mitzunehmen und verschwinden in der Wüste. Sie braucht hier in Frankfurt und auch in Deutschland keiner.
 
Joerg Weber am 17.3.2017, 13:25 Uhr:
Liebe Frau Oliveres, scheinbar haben Sie den Artikel nicht gelesen, Frau Petry wurde eingeladen um zu reden. Ob man das gut findet oder nicht, Demokratie läßt es halt auch zu, völlig verschrobene Thesen zu vertreten, wie Frau Petry. Und Ihre Aussage, dass Antifa Mitglieder kriminelle Chaoten sind, zeugt zumindest von sehr wenig Demokratieverständnis. Übrigens für die Veranstaltung mit Frau Petry hätte ich eine Idee, lasst sie ruhig in die Villa Bonn kommen, aber überzeugt die Gäste des Wirtschaftsclubs davon, nicht zu kommen. So kann dann der Präsident und Frau Petry ein hübsches Zweiergespräch führen.
 
Angelika Oliveres am 17.3.2017, 10:52 Uhr:
Demokratie in Frankfurt. Erdogans Islamfaschisten dürfen reden, eine deutsche Politikerin von einer zur Bundestagswahl zugelassen Partei aber nicht.Die Antifa Demo hätte verboten gehört, diese kriminellen Chaoten sind es die die Sicherheit gefähren, nicht Petry.
 
 
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