Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
 

Stadtparlament

0

Umweltzone: "Wir brauchen eine große Lösung"

Das Frankfurter Parlament fordert die Umweltzone fürs ganze Rhein-Main-Gebiet. Umweltdezernentin Manuela Rottmann verteidigt im JOURNAL-Interview die Idee - und spricht sich für ein Tempolimit aus.
Journal Frankfurt: Frau Rottmann, gestern am späten Abend hat das Frankfurter Parlament über eine Umweltzone im Rhein-Main-Gebiet entschieden. Warum?

Manuela Rottmann: Das Frankfurter Parlament hat natürlich kein Recht, darüber zu entscheiden. Der Beschluss geht in die Richtung, mit den Umlandkommunen Gespräche über die Einführung einer solchen Umweltzone aufzunehmen. Derzeit wird der Luftreinhalteplan überarbeitet - das ist der aktuelle Hintergrund. Unsere Idee ist, hier zu einer großen Lösung hinsichtlich der Umweltzone zu kommen.

Journal Frankfurt: Die Grenzwerte wurden in Frankfurt in den vergangenen Jahren trotz Umweltzone überschritten. Was bringt die Verbannung von Dieselfahrzeugen ohne Filter überhaupt?

Manuela Rottmann: Die Frage ist doch, wie die Werte an den Mess-Stationen ausgefallen wären, wenn es die Umweltzone nicht gegeben hätte. Das ist sicherlich schwer zu ermessen, doch fest steht, dass wir zum Beispiel im vergangenen Jahr den Grenzwert beim Feinstaub nur knapp gerissen haben - und das bei äußerst ungünstigen Wetterlagen. Andere Kommunen wären froh, wenn sie da solche Werte wie Frankfurt gehabt hätten. Große Fortschritte gab es auch bei der Stickoxidbelastung.

Journal Frankfurt: Warum machen Sie sich nicht für eine landes- oder gar bundesweite Einführung einer Umweltzone stark?

Manuela Rottmann: Das haben die Kommunen von Anfang an vorgeschlagen, leider ohne Erfolg. Nun werden wir in einigen Jahren die Situation haben, dass dennoch große Gebiete zu Umweltzonen deklariert werden - eben durch die Gemeinden selbst. Man muss aber auch sagen, dass uns die zügigere Einführung der Euronorm viele der Probleme erspart hätte. Die wurde von der Bundesregierung verzögert, um der Automobilindustrie zu schmeicheln.

Journal Frankfurt: Gesetzt den Fall, die Umweltzone in Rhein-Main wird verwirklicht - haben Sie dann auf dem Feld der Schadstoffvermeidung alles erreicht?

Manuela Rottmann: Da gehört für mich noch mehr dazu - etwa die Einführung eines Tempolimits auf den Autobahnen.
 
3. September 2010, 10.30 Uhr
Nils Bremer
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Fast gleichauf: Während die CDU mit 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen Prozentpunkt verloren hat, kommen die Grünen mit zusätzlichen vier Prozentpunkten auf 25 Prozent. So würden laut HR-Hessentrend die Ergebnisse aussehen, wenn aktuell Landtagswahl wäre. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Bündnis 90/Die Grünen Hessen
 
 
Terrorismus-Vorwurf gegen Autorin
0
Aslı Erdoğan freigesprochen
Die im August 2016 in der Türkei festgenommene Schrifstellerin Aslı Erdoğan wurde vergangenen Freitag vor Gericht freigesprochen. Erdoğan lebte zwei Jahre lang als Gastautorin des Programms „Stadt der Zuflucht“ in Frankfurt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: © Wikimedia Commons
 
 
Nach Monaten der Krise wählte der Frankfurter AWO-Kreisverband vergangenen Samstag ein neues Präsidium. Dieses zog bereits kurz nach seinem Amtsantritt deutliche Konsequenzen und erteilte unter anderem Hausverbot für mehrere Personen. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Das neue ehrenamtliche Präsidium der Frankfurter AWO: Barbara Dembowski, Petra Rossbrey und Hauke Hummel © Bernd Kammerer
 
 
 
Demonstration in Erfurt
1
Kante zeigen gegen Rechts
Die Wahl Thomas Kemmerchis zum Ministerpräsidenten von Thüringen durch Stimmen der AfD löste eine bundesweite Welle der Empörung aus. Am Samstag demonstrieren in Erfurt mehrere tausend Menschen gegen Kooperationen mit der AfD. Von Frankfurt aus fahren kostenlose Busse zur Demo. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Symbolbild: Unsplash/Leon Bublitz
 
 
Gleich zwei Parteien beanspruchen das Erbe Alfred Dreggers für sich. Unter ihm machten auch viele in der CDU Karriere, die heute das Lager gewechselt haben und heute an wichtigen Positionen in und um die AfD wirken. – Weiterlesen >>
Text: Jan Paul Stich / Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung/ Wikimedia Commons
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  200