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Semmelroth schlägt Wagner K vor
 

Semmelroth schlägt Wagner K vor

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Der neue Direktor des MAK

Matthias Wagner K soll nach dem Wunsch des Frankfurter Kulturdezernenten Felix Semmelroth der neue Direktor des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt werden. Im Januar 2012 soll er als Kandidat präsentiert werden.
Der 50-jährige gebürtige Jenaer Matthias Wagner K lebt derzeit in Berlin, ist Direktor der Biennale für Internationale Lichtkunst GmbH sowie als Kurator für Island am Felleshus, dem Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften in Berlin, tätig. Auch eine starke Verbindung zu Frankfurt gibt es schon: Im Auftrag der Republik Island zeichnete er verantwortlich für das Kunst- und Kulturprogramm des diesjährigen Ehrengastes der Frankfurter Buchmesse, das auf große Resonanz stieß.

Der Ausstellungskurator, Festival- und Biennaleleiter kam über das Theater – Städtische Bühnen Erfurt – und die Bildende Kunst – Studium der Freien Malerei in Köln – zu Vermittlung und Präsentation von Kunst und Kultur. Zahlreiche Ausstellungen, Lehraufträge und Vorträge führten ihn an Museen und Institutionen in ganz Europa, aber auch an die Hochschulen von Montevideo und Sao Paolo. Er kuratierte Ausstellungen zur Kulturgeschichte des Lichts sowie dessen Verwendung in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

2010 war er künstlerischer Leiter der ersten „Biennale für Internationale Lichtkunst – open light in private spaces“ mit Werken unter anderem von Jenny Holzer, Olafur Eliasson, Christian Boltanski, Haegue Yang, Bruce Naumann, Tobias Rehberger und Angela Bulloch. 2005 leitete er das Festival „Islandbilder – Bildende Kunst, Fotografie, Literatur, Musik, Mode & Design aus Island“ in Köln. Dem folgten weitere von ihm projektierte und kuratierte Ausstellungen, die verschiedene Künste Islands zum Inhalt hatten, wie „ISLAND::FILM“, „Nordlicht – Mythos und Melancholie“ und „Icelandic Fashion & Design – inspired by nature“.

2009 wurde Wagner K zum künstlerischen Leiter der ersten „Nordic Fashion Biennale“ berufen und 2011 von der Vertretung der Nordischen Länder in Berlin mit der Ausrichtung der Architekturausstellung „Flagships of culture – Neue Nordische Kulturhäuser“ betraut. Von Kritik und Publikum gleichermaßen stark beachtet waren in diesem Jahr die von ihm anlässlich des Ehrengastes der Buchmesse in Frankfurt kuratierten Ausstellungen „Gabriela Fridriksdóttir. Crepusculum“ in der Schirn Kunsthalle sowie „Randscharf – Design in Island“ in seiner designierten Wirkungsstätte, dem Museum für Angewandte Kunst Frankfurt.

„Ein heutiges Museum für Angewandte Kunst sollte nicht nur Hort einer historischen Entwicklung von gestalteten Dingen sein, sondern ebenso ein Seismograph für die wesentlichen Entwicklungen unserer gegenwärtigen und zukünftigen Alltagsästhetik“, sagt Wagner K. Und weiter: „Es sollte ein auf Internationalität ausgerichteter lebendiger Ort der Entdeckungen sein, der eingedenk des kritischen Diskurses spannende und herausfordernde Begegnungen mit Angewandter Kunst und ihren Schnittstellen bereithält, an dem Perspektivverschiebungen stattfinden, Sinnzusammenhänge vermittelt werden und um die Neudefinition und Erweiterung des Designbegriffes gerungen wird. Es geht also darum, die Fantasie der Besucherinnen und Besucher zu beflügeln.“

„Matthias Wagner K ist ein profilierter Ausstellungsmacher und hoch qualifizierter Kurator mit großer Erfahrung im Bereich Angewandte Kunst, der sich auf verschiedensten Ebenen immer wieder mit Designfragen, ihrer gesellschaftlichen Relevanz und zeitgemäßen Vermittlung auseinandergesetzt hat. Design und beispielsweise das Phänomen Mode sind prädestiniert, um einen erheblichen Stellenwert im Museum für Angewandte Kunst zu haben“, erklärt Kulturdezernent Semmelroth.

Der Stadtrat hat seine Entscheidung mit der Koalition abgestimmt und wird den Kandidaten im Januar 2012 im Magistrat präsentieren. Sofern der Magistrat seiner Berufung zustimmt, wird sich Matthias Wagner K mit seinen Überlegungen für das Museum für Angewandte Kunst Anfang des Jahres der Öffentlichkeit vorstellen.
 
5. Dezember 2011, 17.30 Uhr
pia
 
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