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Schulprojekt der HfMDK
 

Schulprojekt der HfMDK

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Der Klang von Wasser

Foto: jwe
Foto: jwe
In diesem Jahr steht das Schulprojekt Response der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unter dem Titel „Naturklänge - Klänge der Natur“. 23 Schulklassen aus Hessen und Thüringen nehmen daran teil. Im März tritt die 6b des Adorno-Gymnasiums mit ihrem Projekt in der Alten Oper auf.
„Wir haben dem Wasser gehorcht und die Geräusche mit Alltagsgegenständen nachgebildet. Anschließend haben wir versucht, die Geschichte eines Tropfens zu erzählen“, erklärt ein Schüler der Klasse 6b des Adorno-Gymnasiums im Nordend. Gemeinsam mit seinen Mitschülerinnen und -schülern studiert er seit November des vergangenen Jahres ein Stück ein, bei dem sich alles um den Klang von Wasser dreht. 1990 kam das Projekt Response von Großbritannien nach Deutschland, seit 2009 ist die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt (HfMDK) Trägerin des Projekts in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium. Im November 2019 ging die HfMDK mit Response unter dem Thema „Naturklänge - Klänge der Natur“ in 19 Schulklassen in Hessen und in vier Schulklassen in Thüringen, um den Schülerinnen und Schülern erneut Musik näher zu bringen.

Die Kinder schnalzen mit den Zungen, machen Windgeräusche mit ihrem Mund, reiben Gitarrenrücken, streichen mit Filzschlägeln sanft über die Felle von Bongos und Congas und pusten tonlos in Flöten, sodass nur ein leises Rauschen entsteht. Dabei werden sie von einem ihrer Mitschüler dirigiert, der Handzeichen gibt, seine Arme hebt und seine Füße über den Boden reibt. Die Schülerinnen und Schüler verstehen die selbstentwickelten Zeichen problemlos und bringen immer neue Ideen für Verbesserungen ein.

„Schon lange werden Komponisten durch Naturphänomene inspiriert und versuchen, die besonderen Klänge der Natur als Naturklang mit ihren Mitteln nachzuahmen“, erklärt Ernst August Klötzke, Professor für Musiktheorie und Verantwortlicher für die Planung und Durchführung von Response. Als Referenzwerke für das Projekt habe man deshalb „Rain Tree“ von Toru Takemetisus für drei Schlagzeuger und „Luftklavier“ von Luciano Berio aus dem Jahr 1985 ausgewählt. In fünf Doppelstunden besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HfMDK die Schulen, um mit den Kindern ihre Stücke einzustudieren. Dazwischen nehmen sich die Lehrerinnen und Lehrer der jeweiligen Schulen Zeit, um mit den Kindern weiter zu proben. Unterstützt wird das Projekt auch von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. „Das Kulturangebot muss auch jungen Leuten gefallen, deshalb sind solche Projekte sehr wichtig, um das Interesse an Musik zu fördern“, sagt die stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Nicole Schlabach.

Die Schülerinnen und Schüler der 6b haben nun noch einen knappen Monat Zeit um ihr Stück weiter einzustudieren. Am 13. und 14. März treten sie damit vor Publikum in der Alten Oper auf. „Die Alte Oper mag für Kinder erst einmal abschreckend wirken“, so Klötzke. „Dort findet Kultur aber einen Ort, der ihr gerecht wird.“
 
19. Februar 2020, 12.11 Uhr
jwe
 
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