Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Neuerwerbung im Goethe-Museum
 

Neuerwerbung im Goethe-Museum

0

Joseph von Eichendorff jetzt auch in Frankfurt

Foto: FDH
Foto: FDH
218 Doppelblätter und 100 Blätter mit Handschriften und Briefen: Das Goethe-Museum hat eine umfangreiche Sammlung von Joseph von Eichendorff übernommen. Der sogenannte "Wiesbadener Nachlass" hat eine bewegte Geschichte.
Der Nachlass geht auf den Enkel Joseph von Eichendorffs zurück. Der Enkel lebte in Wiesbaden. Er hatte kurz vor seinem Tod die Sammlung der "Deutschen Eichendorff-Stiftung" überlassen. Die Stiftung eröffnete in Eichendorffs Sterbehaus im oberschlesischen Neisse das "Deutsche Eichendorff-Museum".

Dort verwahrte man seine Handschriften, neben einer Bibliothek und den Bildern seinen Ahnen. Die Truhen in denen die Handschriften verwahrt wurden, verlagerte man 1944 in das Dörfchen Thomasdorf im Altvatergebirge, da russische Truppen anrückten. So befanden sich die Handschriften nicht mehr in Schlesien, sondern in Reichsgau Sudetenland. Nach 1945 wurden die Truhen geplündert und ihr Inhalt wurde über die umgebende Region verstreut. Damit galt der Bestand als unrettbar verloren.

In einem Prager Antiquariat tauchte 1955 Eichendorffs Jugendtagebuch auf. Es wurde als Geschenk der tschechoslowakischen Volksrepublik dem Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar übergeben. 1971 wurde die Sicherstellung eines umfangreichen Handschriften-Konvoluts im Bezirksarchiv Šumperk (Mährisch-Schönau) bestätigt. Das wurde 1990 nach langen Verhandlungen mit den tschechischen Behörden von der Bundesrepublik übernommen und der Eichendorff-Gesellschaft übergeben.
Auch andere Bestände tauchten auf und wurden zumeist der Eichendorff-Gesellschaft und dem Freien Deutschen Hochstift angeboten.

Das Goethe-Museum hat nun eine umfangreiche Sammlung übernommen. Sie umfasst 218 Doppelblätter und 100 Blätter mit Werkhandschriften, Briefe von und an Eichendorff sowie Korrespondenzen der Söhne zur Publikation der Werke. Von Eichendorff selbst enthält das Konvolut unter anderem Handschriften zum Roman „Ahnung und Gegenwart“, zur Novelle „Das Marmorbild“ sowie die autobiographische Skizze „Idyll von Alt Lubowitz“, ferner Gedichtentwürfe, etwa zu „Im Alter“ und „Memento Mori“. Auch die Korrespondenz bietet Bemerkenswertes, etwa eine Anfrage von Clara Schumann vom 19. Januar 1947, in der sie um ein Autograph von Eichendorffs Hand für das Memorabilienalbum der Familie bittet.
7. März 2016
tm
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Maria Loboda in der Schirn
0
Geheimnisvolle Geschichten
Am Donnerstag, 15.11., wurde die Ausstellung "Idyl In An Electronics Factory" der Künstlerin Maria Loboda in der Schirn Kunsthalle eröffnet. Den Besucher erwarten ein Skulpturengarten, ein Gemälde und eine Installation – und viele herausfordernde Fragen. – Weiterlesen >>
Text: Karl Linsler / Foto: © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Marc Krause
 
 
Jakob Schwerdtfeger hat sich unter dem Namen Jey Jey Glünderling in der Poetry Slam-Szene einen Namen gemacht: Ein Performer, der dem Publikum mit aufgerissenen Augen und großer Geste seine Texte entgegenschleuderte. Ab Montag gewährt er Einblicke in seine Arbeit. – Weiterlesen >>
Text: Christoph Schröder / Foto: © Dennis Christmann
 
 
Der Wortmeldungen-Förderpreis der Crespo-Foundation ehrt jährlich Nachwuchsautoren für ihre Kurztexte mit Schwerpunkt auf zeitgenössische Themen. Auf der bekanntgegebenen Shortlist befinden sich 15 Autoren, darunter eine Frankfurterin. – Weiterlesen >>
Text: ms / Foto: Jessica Schäfer
 
 
 
12 Mio. für zeitgenössische darstellende Künste
0
Bund bewilligt Förderung für Mousonturm
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat eine Förderung in Millionenhöhe für das Bündnis internationaler Produktionshäuser bewilligt, zu dem auch das Künstlerhaus Mousonturm gehört. Nach den städtischen Kürzungen, kommt die Bundesförderung sehr gelegen. – Weiterlesen >>
Text: kal/ms/rom / Foto: Jörg Baumann
 
 
Von der documenta ins Museum
0
Das MMK erwirbt Kunstwerk von Joseph Beuys
Mit der Aktionsplastik „Boxkampf für die direkte Demokratie“ hat das Museum für Moderne Kunst (MMK) eines der Hauptwerke von Joseph Beuys erworben. Die Plastik ergänzt die bestehende Werkgruppe des Künstlers innerhalb der Sammlung des Frankfurter Museums. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Axel Schneider
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  633 

Twitter Activity