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Foto: © Batschkapp Frankfurt
Foto: © Batschkapp Frankfurt

Live-Hörspiel

In der Batschkapp sind die Geister los

Zum zehnjährigen Jubiläum adaptieren die Berliner LauscherLounge und Regisseur Kai Schwind das Schauerhörspiel „Das Lufer-Haus“ als Live-Event. Für die zweite deutsche Vorstellung machen der Ex-Frankfurter und sein Sprecherteam Halt in der Batschkapp.
Mit „Das Lufer Haus“ lieferte der ehemalige Radio-Kinokritiker Kai Schwind 2012 das akustische Gegenstück zur sogenannten „Found Footage“-Filmwelle: Scheinbar entdeckte Aufnahmen dienen als Zeugnis für den Einbruch des Schreckens in einen geordneten Alltag. Nach diesem Prinzip funktioniert auch das in einem alten Brandenburger Bauernhaus aufgenommene Gruselhörspiel. Dazu konnten Schwind und sein Team längere Tracks live einspielen, was für ein Hörstück absolut unüblich ist.

Zum Inhalt: Im Jahr 2008 erhält ein Innsbrucker Expertenteam den Auftrag, parapsychologische Vorgänge im Haus der Familie Lufer zu untersuchen. Dazu reist die fünfköpfige Truppe in die Schweiz und verwanzt das vom Abriss bedrohte Gebäude. Bald stößt man auf die schaurige Vorgeschichte des historischen Baus, in dem Kinder gepeinigt wurden und eine ganze Familie verschwand. Während die Spannungen innerhalb der Forschergruppe zunehmen, lassen unerklärliche Geschehnisse nicht auf sich warten.

Mit seiner Kinderkrimi-Parodie "Die Ferienbande" gelang dem Ex-RadioX- und You-FM-Sprecher Kai Schwind der Sprung zur Hörspiel- und Bühnenregie. Nach einem Engagement als Regisseur zu einer "Drei ???"-Lesetournee konnte er für die „LauscherLounge“ als Oliver Rohrbecks eigenes Label sein erstes ernstes Hörspiel inszenieren. Inzwischen stieg der in Oslo lebende Künstler zum Stammregisseur der weiterhin erfolgreichen Kinderkrimi-Serie auf.
 
Warum wurde das alte Werk noch einmal für die Bühne ausgegraben?
Kai Schwind: „Die Kollegen bei Oliver Rohrbecks LauscherLounge kamen auf mich zu und fragten, ob ich mir vorstellen könne, anlässlich des zehnjährigen Jubiläums, das Lufer-Haus als Live-Hörspiel zu inszenieren. Das konnte ich zunächst nicht und habe sogar erst mal abgesagt. Dann hat es mich aber nicht mehr losgelassen. Langsam, aber sicher wurde mir klar, wie man den Stoff auch für die Bühne umsetzen kann. Der ursprüngliche Kniff, dass es sich bei dem Gehörten um "echte, dokumentarische Aufnahmen" der verschollenen Forscher handelt, funktioniert auf der Bühne natürlich nicht so. Ich habe die Szenen deshalb etwas umgebaut und an einigen Stellen neu und anders erzählt. Wer das Original-Hörspiel kennt, wird also einige Überraschungen erleben. Wie wir seit der Premiere vor zwei Wochen in Berlin wissen: Das Publikum wird sich gewaltig gruseln.“

Zu seiner momentanen Tätigkeit sagt Schwind: „Ich arbeite immer an Hörspielstoffen. Derzeit beschäftigt mich aber in erster Linie der Podcast „Haschimitenfürst - der Bobcast“, den ich zusammen mit Andreas Fröhlich moderiere. Hier blicken wir hinter die Kulissen der „Drei ???“-Hörspiele.“

Was wird aus der Parodie „Die Ferienbande“? Schwind: „Dieses Jahr wird die Ferienbande 20 Jahre alt - unfassbar! Wir arbeiten deshalb an einer neuen CD, ‚Die Ferienbande und die unfassbar anstrengende Hexe’, die im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Eine weitere Tour ist derzeit nicht in Planung.“ Zu den „Drei ???“ scherzt er: „Die Fragezeichen gehen als Hörspiel munter weiter. Eine Live-Tour ist erst mal nicht geplant. Die Herren müssen sich ausruhen!“
 
Für die Adaption konnten einige der früheren Sprecher wie Gabriele Blum, Vera Molitor oder Matti Krause erneut gewonnen werden. Man darf besonders auf das eher kryptisch gehaltene Ende des Schauermärchens gespannt sein, das selbst mit einem zusätzlichen, nur auf der inzwischen abgeschaltenen Internetseite verfügbaren Track rätselhaft blieb.

„Das Lufer-Haus“ mit Kai Schwind und der Berliner LauscherLounge, Batschkapp, Gwinnerstraße 5, Donnerstag, 30. März, 20 Uhr.
 
27. März 2023, 11.30 Uhr
Gregor Ries
 
 
Fotogalerie:
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