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Foto: © Jüdisches Museum Frankfurt/Norbert Miguletz
Foto: © Jüdisches Museum Frankfurt/Norbert Miguletz

Jüdisches Museum

Wenzel: „Wir sind ein Museum ohne Mauern“

Das Jüdische Museum blickt auf ein besucherreiches Jahr 2022 zurück und baut sein Museumsprogramm weiter aus. Zu den Neuerungen zählt auch die Veröffentlichung einer eigenen App, die zielgruppenspezifisch durch die Dauerausstellung führen soll.
Rund 76 400 Personen haben 2022 das Jüdische Museum und das Museum Judengasse besucht oder an einem der Angebote im Stadtraum teilgenommen, wie Museumsdirektorin Mirjam Wenzel am Montag im Rahmen der Jahrespressekonferenz mitteilte. Damit hätten sich die Besucherzahlen im Vergleich zu den Jahren vor der Wiedereröffnung 2020 verdoppelt. Der Internetauftritt sei sogar noch stärker frequentiert worden: Jede Woche hätten sich im Durchschnitt etwa 35 000 Nutzer für die digitalen Angebote interessiert. Für das Jahr 2023 rechne das Museum nun mit weiter steigenden Besucherzahlen, so Wenzel weiter. Unter anderem weil die Wechselausstellung „Zurück ins Licht. Vier Künstlerinnen – Ihre Werke. Ihre Wege“ mit etwa 4000 Besuchern so erfolgreich gelaufen sei. Selbige Ausstellung wird übrigens um sechs Wochen verlängert bis zum 29. Mai.

Unterdessen wird das Museumsprogramm weiter ausgebaut, wobei künftig auch der Bertha-Pappenheim-Platz vor dem Museum als Veranstaltungsort dienen soll. Im Jahresprogramm 2023 finden sich neben bekannten Formaten wie der Gesprächsreihe „Denken ohne Geländer“ mit Michel Friedman auch Pop-up-Präsentationen und weitere digitale Angebote.

Mapping Memories – Judengasse Extended

Das Event, das vom 13. bis 30. April läuft, umfasst eine Pop-Ausstellung im Museum Judengasse, Performances, Workshops sowie Künstler- und Podiumsgespräche. Im Zentrum stehen laut Wenzel archäologische Fundstücke der Judengasse und deren Verhältnis zum heutigen Stadtraum. „Wir wollen die Judengasse kommunikativ in den Stadtraum tragen“, sagt sie. Das Event findet im Rahmen von METAhub (Museum, Education, Theater, Arts) statt, einer Kooperation des Jüdischen Museums und dem Archäologischen Museum sowie dem Künstlerhaus Mousonturm. Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden.

Metall & Gesellschaft. Wilhelm Merton – Unternehmer mit sozialer Verantwortung

Aus Anlass des 175. Geburtstages von Wilhelm Merton, nach dem etwa das Merton-Viertel benannt ist, geht das Museum in einer Kabinettsausstellung der Frage nach, wer Merton war und behandelt insbesondere das unternehmerische und sozialreformerische Wirken des Gründers der Metallgesellschaft. An verschiedenen Orten in Frankfurt werden darüber hinaus Begleitveranstaltungen abgehalten und eine Publikation veröffentlicht. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) und findet vom 14. Mai bis 7. Januar 2024 statt. Weitere Informationen sind hier erhältlich.

Paulskirche und demokratisches Selbstverständnis

Zum 175. Jubiläum der Nationalversammlung beschäftigt sich das Jüdische Museum mit dem Wiederaufbau der Paulskirche im Jahr 1948 und den Ausstellungen, Konflikten und Reden, die in der Kirche als Ort der Demokratie stattgefunden haben. Zu diesem Zweck wird ein Pop-Up-Archiv während der Jubiläumswoche vom 17. bis 21. Mai auf dem Bertha-Pappenheim-Platz eingerichtet und später im Juli auch an verschiedenen Orten im Stadtraum. Es sollen Fotos, Ton- und Filmdokumente sowie Zeitungsberichte gezeigt werden, die unter anderem die ersten Veranstaltungen in der Paulskirche Ende der 1940er Jahre und das Konzept des Wiederaufbaus behandeln. Die Gestaltung soll dabei vor allem Jugendliche und junge Erwachsene zur Teilnahme und Diskussion einladen.

Ausgeblendet – Eingeblendet. Eine jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik Deutschland

Die Wechselausstellung vom 14. Juli bis 14. Januar 2024 widmet sich erstmals der jüdischen Filmgeschichte der Bundesrepublik und folgt den Lebens- und Schaffenswegen jüdischer Filmemacher. Das Spannungsverhältnis ihres Filmschaffens wird dabei in Bezug gesetzt zur deutschen Filmgeschichte von der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung. Unter anderem wird auf Filmproduktionen von Holocaust-Überlebenden wie Artur Brauner als auch auf Stars wie Lilli Palmer eingegangen. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Theater-, Film- und Medienwissenschaftsbereich der Goethe Universität, der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf sowie dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) entwickelt. Dort werden laut Erik Riedel, Ausstellungsleiter und Kurator, die Filme der jüdischen Filmemacher auch zu sehen sein. Weitere Informationen zur Ausstellung finden sich hier.

Mediaguide-App

Als Abschluss seiner 2016 gestarteten digitalen Strategie hat das Jüdische Museum nun eine App veröffentlicht, die zielgruppenspezifisch und leicht bedienbar die Besucher durch die Dauerausstellung im Rothschild-Palais führen soll. Seit dem 6. Februar ist sie im Google Play Store verfügbar, der Apple Store soll folgen. Im Museum können die Besucher überdies Leihtablets nutzen. Die App umfasst einen 90-minütigen und einen 60-minütigen Highlight-Rundgang in deutscher wie englischer Sprache. Sie verfügt ebenfalls über drei inklusive Angebote für seh- und höreingeschränkte Besucher sowie eine Audioführung in Leichter Sprache. Finanzielle Unterstützung für die App-Entwicklung gab es von der Dr. Marschner Stiftung und der Crespo Foundation. Ein weiterer digitaler Baustein ist ebenfalls geplant: Für die junge Zielgruppe soll eine Gamification folgen.
 
7. Februar 2023, 11.50 Uhr
tig
 
 
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