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Foto: Carl Theodor Reiffenstein, Ansicht von Frankfurt am Main aus der Vogelschau von Südosten, 1858 © Historisches Museum Frankfurt, Fotograf: Horst Ziegenfusz
Foto: Carl Theodor Reiffenstein, Ansicht von Frankfurt am Main aus der Vogelschau von Südosten, 1858 © Historisches Museum Frankfurt, Fotograf: Horst Ziegenfusz

Historisches Museum

Die Stadt mit Carl Theodor Reiffensteins Augen betrachten

Das Historische Museum widmet Carl Theodor Reiffensteins „Sammlung Frankfurter Ansichten“ eine umfangreiche Ausstellung. In 34 kurzen Kapiteln soll sie durch das Frankfurt des 19. Jahrhunderts führen und Reiffensteins Blickwinkel auf die sich verändernde Stadt abbilden.
Das Historische Museum widmet sich in seiner neuen Sonderausstellung erstmals der „Sammlung Frankfurter Ansichten“ von Carl Theodor Reiffenstein. Anhand von 34 kurzen Kapiteln wird der Blick des Künstlers auf das alte Frankfurt dargestellt. Zu den jeweiligen Kapiteln gehören dabei Stadtbefestigung, Gassen, Brunnen, Friedhöfe, Goldene Waage, Judengasse, Innenhöfe und weitere Themen.

Einer bestimmten Reihenfolge folge die Ausstellung dabei nicht, heißt es vonseiten des Historischen Museums. Reiffenstein begab sich seinerzeit an alle Orte, an denen Bauwerke vom Abriss bedroht waren und hielt diese in Details zeichnerisch fest, bevor sie dann verschwanden. Teile seiner Zeichnungen arbeitete er später als Aquarelle aus. Reiffensteins Anspruch sei gewesen, eine Sammlung zu schaffen, die späteren Generationen als wahrheitsgetreue historische Quelle dient, teilt das Museum mit.

Das Bild der Stadt als ewige Baustelle treffe heute noch genauso zu wie im 19. Jahrhundert. Zwischen 1804 und 1812 verschwanden ganze Wohnviertel im Stadtzentrum, während in den Außenbezirken neue entstanden. Die Infrastruktur wurde „saniert“ und modernisiert. Reiffenstein war Zeuge dieser Veränderungen und habe sich schwer dabei getan, das Stadtbild seiner Jugend verschwinden zu sehen. Aus diesem Grund entstanden seine Bilder der von Abrissen bedrohten Gebäude. Insgesamt fertigte er rund 2000 Zeichnungen und Aquarelle an. Diesen Bestand, den er selbst als „Sammlung Frankfurter Ansichten“ bezeichnete, verkaufte er der Stadt im Jahr 1877. Er gehört zum Gründungsbestand des Historischen Museums.

Die Sonderausstellung „Sammlung Frankfurter Ansichten“ im Historischen Museum läuft bis 12. März 2023. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter: www.historisches-museum-frankfurt.de
 
16. November 2022, 10.11 Uhr
sfk
 
 
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