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Foto: Erik van Lier/privat
Foto: Erik van Lier/privat

Herbolzheimer ’80

Sensibel, kraftvoll, elegant

Nach dem „Herbolzheimer ’70“-Konzert der hr-Bigband Ende März ist der Livestream am 12. Juni mit „Herbolzheimer ’80“ überschrieben. Ein Gespräch mit Dirigent Erik van Lier über ein ganz besonderes Repertoire.
JOURNAL FRANKFURT: Ende März veranstaltete der Hessischer Rundfunk mit der hr-Bigband zum ersten Mal einen Abend, der der Musik der Rhythm Combination & Brass gewidmet war,„Herbolzheimer ’70 war der Titel des Abends. Ein zweites Konzert ist nun „Herbolzheimer ’80" überschrieben. Was unterscheidet die Musik und deren Arrangements der 80er- von denen der 70er-Jahre?
Erik van Lier: In den 70er-Jahren nannte Peter die Band Rhythm Combination and Brass. Es gab also nur ein Saxophon: Ferdinand Povel. Es war also nicht die normale Aufstellung einer Big Band. In den 80er-Jahren wurde sie in eine reguläre Big Band mit einer vollen Saxophon-Sektion umgewandelt, Peter behielt jedoch den ursprünglichen Namen bei. In den Anfangsjahren war das Repertoire eher Jazz-Rock-orientiert. Später machte Peter Bebop-Alben und Swing-Arrangements. Das Repertoire, das wir spielen werden, enthält vier Stücke aus den 80er-Jahren und fünf aus den 90er-Jahren.

Was war für Sie das Besondere an Herbolzheimers Idee/Definition eines Big-Band-Sounds?
In der Musik und den Arrangements erkennt man immer die Persönlichkeit des Spielers. Peter hatte eine warme Persönlichkeit und er konnte sensibel, aber auch kraftvoll und elegant sein. All diese Qualitäten zeigen sich in seiner Musik. Peter war auch sehr gut darin, wie er die einzelnen Stimmen zu einer Harmonie brachte. Es klang immer sehr gut und es machte immer Spaß, seine Voicings zu spielen, weil der Part, den man selbst spielte auch in der Gesamtheit der Band sehr schön klang. 


Was zeichnete Herbolzheimer als Person für Sie aus?
Seine warme Persönlichkeit und sein freier Geist. Wenn wir ein Konzert im Freien spielten und ein Musiker im Publikum auftauchte und er zufällig sein Instrument dabei hatte, sorgte Peter immer dafür, dass er der Person die Aufmerksamkeit schenkte, die sie seiner Meinung nach verdiente. Für ihn war die Band kein Ego-Trip, sondern eine Chance, mit „den Cats“ zusammen zu sein und eine gute Zeit zu haben.

Wie wird das Repertoire des Abends aussehen?
Es gibt Original-Kompositionen von Peter Herbolzheimer wie „Modus 2“ und „Just Like That“, aber auch Arrangements von Stücken von Pat Metheny, Dr. John, Chick Corea und Ivan Lins, der er geschrieben hat.

Können Sie ein Wort über die hr- Big Band sagen? Was zeichnet diese siebzehn Jungs aus?
Die Band hat einen sehr hohen professionellen Standard mit einigen sehr guten, herausragenden Solisten. Ich habe als Mitspieler die Erfahrung gemacht, dass die Atmosphäre in der Band sehr entspannt ist, es gibt nicht zu viele Egos und deshalb freue ich mich auf die Arbeit mit dieser sehr guten Band auch als Dirigent vor der Band. Erfreulich ist auch, dass viele der Bandmitglieder die Chance hatten, sich als Spieler im Bundesjazzorchester zu entwickeln, der Jugend-Bigband, die Peter gegründet hat. So ist es für sie vielleicht etwas Besonderes, diesen Tribut an Peter zu spielen.

hr-Bigband, Herbolzheimer '80, Livestream am 12.Juni, 20 Uhr, Link unter www.hr-bigband.de
 
10. Juni 2021, 10.24 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
 
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