eMags
|
ePaper
|
Apps
|
Abo
|
Shop
Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier

Hans Romanov verlässt den Yachtklub

„Das war alles andere als eine einvernehmliche Entscheidung“

Klubmacher Hans Romanov hat den Yachtklub verlassen - unfreiwillig, denn er soll aufgrund von Unstimmigkeiten im Programm von den anderen Eigentümern rausgekickt worden sein. Die Marke Yachtklub will er jedoch mitnehmen und plant bereits ein neues Projekt auf einem Schiff.
Seit 30 Jahren mischt der legendäre Klubmacher Hans Romanov die Frankfurter Nacht auf. Klub mit K, das ist seither sein Markenzeichen. Zu seinen derzeitigen Projekten gehören der Klub Eros_49 im Bahnhofsviertel und der Yachtklub, der in den Sommermonaten an der Alten Brücke am Sachsenhäuser Ufer anlegt. Doch für Romanov wird es mit dem Yachtklub in keine weitere Saison mehr gehen, denn er musste das Projekt verlassen. Unfreiwillig. „Das war alles andere als eine einvernehmliche Entscheidung“, sagt der Klubmacher. Er wurde rausgekickt.

„Hans Romanov verlässt den Yachtklub“, heißt es in der Pressemitteilung vom Montagvormittag. Diese kommt jedoch nicht von Romanov selbst, sondern von der Sekretärin und eine der vier anderen Miteigentümern des Yachtklubs, Antonia Behrend. Darin steht ebenfalls, dass Romanov bereits eine Saison nach Wiedereröffnung des Schiffs im Jahr 2016 erwog, das Projekt zu verlassen, um sich vollständig dem Klub Eros_49 zu widmen. Romanov dementiert diese Aussage: „Auf keinen Fall. Das Eros_49 findet nur im Winter statt und der Yachtklub ist ein Sommerprojekt.“

Bereits nach einer gemeinsamen Saison im Jahr 2017 soll es zwischen Romanov und den anderen vier Miteigentümern gekriselt haben. Hauptsächlich wegen des Programms. „Ich bin nicht der geborene Geschäftsmann, sondern für den kreativen Teil und das Programm zuständig“, erklärt Romanov, „aber unsere Vorstellungen waren zu unterschiedlich. Zwar lief die Saison sehr gut, doch sie wollten mehr Mainstream spielen und ich alternative Musik.“ So musste der Klubmacher schon zu diesem Zeitpunkt einen Mediator hinzuziehen, um ein Gespräch mit den anderen Eigentümern zustande zu bringen.

Trotz all den Uneinigkeiten habe Romanov nie daran gedacht, das Projekt Yachtklub zu verlassen. Die Entscheidung fiel „hinter (seinem) Rücken“ und sei wahrscheinlich schon länger in Planung gewesen, so die Mutmaßung. Die Parteien kommunizierten zurzeit nur noch über Rechtsanwälte. Der Yachtklub soll laut Pressemitteilung 2019 wie üblich in eine neue Saison starten, doch nicht unter dem bisherigen Namen. Das will Romanov verbieten. „Das ist mein Branding“, sagt er. „Den Yachtklub habe ich als Marke eintragen lassen.“

Für Romanov bedeutet die Trennung vom Yachtklub jedoch nicht das Aus für seine Sommerprojekte. Er habe bereits einen neuen Klub mit K in Aussicht: „Ein Schiff wird es weiterhin geben“, bestätigt der Klubmacher. Aber diesmal eines, das auch fährt. „Da habe ich nächste Woche ein Gespräch, aber bisher hört sich alles sehr gut an.“ Wenn alles klappt, könnte das neue Projekt bereits 2019 an den Start gehen.
 
12. Dezember 2018, 12.12 Uhr
Martina Schumacher
 
Martina Schumacher
Jahrgang 1991, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit 2016 beim Journal Frankfurt – Mehr von Martina Schumacher >>
 
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
„Pop up HoRsT“
Freiräume schaffen
Uber diese Nachricht freuen sich alle, die im Juli 2020 die Schließung des Horst in den Adlerwerken zutiefst bedauert haben. Zwar haben die Betreiber noch keine neue Location gefunden, melden sich aber mit dem „Pop up HoRsT“ zurück in der Szene.
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
 
 
 
 
Ältere Beiträge
 
 
 
 
27. Juli 2021
Journal Kultur-Tipps
und sonst
  • Skylight-Tour
    Primus-Linie | 22.15 Uhr
  • 101 Frankfurter Unorte – Frankfurts geheime Schätze Teil 1
    Frankfurter Stadtevents | 18.30 Uhr
  • Italienisch-Stammtisch
    Grey | 20.00 Uhr
Kinder
  • Drunter und Drüber
    Theater Moller-Haus | 10.00 Uhr
  • Das Dschungelbuch
    Wasserburg | 10.00 Uhr
  • DOTS – inspiriert durch die japanische Künstlerin Yayoi Kusama
    Kinderkunstschule Bad Homburg | 09.00 Uhr
Theater / Literatur
  • Das Parfum
    Die Dramatische Bühne im Grüneburgpark | 20.15 Uhr
  • Wann solltest Du Zuhause sein?
    Theater & nedelmann | 20.00 Uhr
  • Im Namen des Overheadprojektors
    Theaterperipherie im Titania | 19.30 Uhr
Kunst
  • Step by Step: Schuh.Design im Wandel
    Deutsches Ledermuseum | 10.00 Uhr
  • And This is Us 2021 – Junge Kunst aus Frankfurt
    Frankfurter Kunstverein | 11.00 Uhr
  • Ulla Hahn
    Arte Giani | 10.00 Uhr
Pop / Rock / Jazz
  • Wallis Bird solo und Fortuna Ehrenfeld
    Palmengarten | 19.30 Uhr
  • Tequila Terminators & Tigercage
    Nilkheimer Park | 19.30 Uhr
  • Das Acht Ohren Trio
    Weseler Werft – Sommerwerft | 20.00 Uhr