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Goethehaus Frankfurt

Weltkrieg, Goethe und Romantik

In seinem Jahresprogramm widmet sich das Freie Deutsche Hochstift der Romantik, dem Ersten Weltkrieg, der Gründung der Goethe-Uni und vor allem seinem Namenspatron. Eine Übersicht über die Höhepunkte im Goethehaus.
Auch wenn der Bau des geplanten Romantik-Museums sicher ist – die eigentliche Arbeit fängt gerade erst an. Zwar hat die Stadt nach ihrem Ausstieg aus dem Projekt vor etwa einem Jahr zugesagt, die Finanzierungslücke doch zu schließen, dennoch läuft die Spendenaktion weiter. Wie Anne Bohnenkamp-Renken, Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts, berichtet, hat sich die Auflage des Adventskalenders verkauft, 10.000 Euro sollen dadurch in die Kasse gekommen sein, durch den Verkauf anderer Aktionsprodukte wächst die Summe weiter an. Bis zum Ende des Architektenwettbewerbs im Sommer sollen weiterhin Spenden gesammelt werden.

In der Zwischenzeit bleibt es romantisch am Großen Hirschgraben: Während bis 28. Februar die Ausstellung zur romantischen Arabeske weiterläuft und mit Vorträgen, einem Gespräch und einem Seminar begleitet wird, gibt es nebenan im Cantatesaal weitere Vorstellungen im Rahmen der Reihe „Brückenkopf Romantik“. Doch damit nicht genug: Am 8. und 9. Juli wird ein Symposium zu den Frauen der Romantik stattfinden. Vorgestellt werden Bettine von Arnim, Karoline von Günderrode, Caroline Schlegel-Schelling, Sophie Brentano, Dorothea Schlegel und Marianne Willemer. Eine Tagung zur politischen Romantik ist vom 10. bis 12. April geplant. Dabei soll es auch um die Rolle der neuromantischen Jugendbewegungen um 1900 auf den Ersten Weltkrieg gehen.

Zu diesem Thema ist vom 9. April bis 3. Juni eine Ausstellung geplant: „Österreichs Antwort – Hugo von Hofmannsthal im Ersten Weltkrieg“. In Originaldokumenten – auch aus dem umfangreichen Hofmannsthal-Nachlass des Hochstifts – wird dargestellt, wie sich der Dichter in dieser Zeit positioniert hat. Darüber hinaus werden im Laufe des Jahres zwei Bücher über den Autor vorgestellt: Zunächst Hugo und Gerty von Hofmannsthals Briefwechsel mit Hermann Bahr (3. Juni), später die Lebensbeschreibung „Hofmannsthal. Orte – Biographische Konstellationen“, in der es um Orte geht, an denen Hofmannsthal gelebt, gearbeitet und Inspiration gesucht hat (9. September).

Auch am 100. Jubiläumsjahr der Goethe-Universität wird sich das Hochstift beteiligen: Im Rahmen der sechsten Frankfurter Goethe-Ringvorlesung, bei der es um „100 Jahre Literaturwissenschaft in Frankfurt“ geht, wird Anne Bohnenkamp einen Vortrag darüber halten, welche Rolle das Hochstift bei der Gründung der Hochschule gespielt hat (8. Mai).

Aber was wäre das Goethe-Haus ohne ein Programm, in dem der große G. ausgiebig gewürdigt wird? Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Marianne von Willemer und der West-östliche Divan. Vor 200 Jahren begegnete Goethe erstmals der Schauspielerin und Sängerin in Frankfurt, im gleichen Jahr las er eine Übersetzung der Gedichte des persischen Dichers Hafis – beides inspirierte ihn zu dem im Jahr 1819 erschienenen Lyrik-Zyklus, der sich an der persischen Poesie des 14. Jahrhunderts orientiert.

Dem Jahr 1814 in Goethes Leben, einem seiner produktivsten, widmen such Gustav Seibt, Ernst Osterkamp und Anne Bohnenkamp in einem Gespräch im Rahmen der Serie „Goethe-Annalen“ am 11. März. Zwei Monate später, am 16. Mai, wird die Schriftkunst-Ausstellung „Goethes Hidschra“ eröffnet. Darin werden die Arbeiten der Gruppe „lettera“ zu sehen sein, die sich mit Texten von Goethe und Hafis beschäftigt hat, sowie Werke des iranischen Kalligrafen Iamshid Sharabi zur persischen Übersetzung von Goethes Hegire-Gedicht.

In der Goethe-Festwoche vom 19. bis 28. September wird eine Ausstellung zum Hauptthema eröffnet: „Marianne von Willemer und Goethe im Spiegel des 'West-östlichen Divan'“. Später werden sich der Schriftsteller und Orientalist Navid Kermani und der Komparatist Hendrik Birus über Goethe und den Islam unterhalten (20. September), Anne Bohnenkamp und Goethe-Biograf Rüdiger Safranski sprechen über das „Lyrische Wechselspiel der Liebe“ zwischen dem Dichter und Marianne (25. September) und schließlich findet ein Liederabend mit vertonten Gedichten aus dem „West-östlichen Divan“ statt.

Das vollständige Programm gibt es online.

(Das Bild zeigt Marianne von Willemer und Goethe im Spiegel des West-östlichen Divan auf dem Titelkupfer der Ausgabe letzter Hand.)
 
15. Januar 2014, 17.36 Uhr
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