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Bookster Frankfurt

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Wir sind Buch

Foto: Stephan Jockel
Foto: Stephan Jockel
Die Frankfurter Bookster prägen das literarische Leben der Stadt. Ihnen wurden zunächst auf einer Website schöne Porträts gewidmet. Jetzt ist daraus ein Buch entstanden, das am Donnerstagabend vorgestellt wird.
Wo liegt Deutschlands Buchhauptstadt? Noch vor 20 Jahren wäre die Antwort nicht wahnsinnig schwierig gewesen: In Frankfurt residierte der einflussmächtige Suhrkamp Verlag und die wichtigste Buchmesse der Welt, daneben andere größere und kleinere Verlage mit Potential, originellen Ideen und Erfolg. Heute ist die Antwort komplizierter; der Markt hat sich globalisiert und diversifiziert; Suhrkamp ist in Berlin, aber eben auch nicht mehr so bedeutend.

Zu zeigen, dass es trotz allem, trotz realem oder auch nur gefühltem Bedeutungsschwund Frankfurts, nach wie vor viele Menschen in der Stadt gibt, die von, mit und vor allem für Bücher leben – das ist das Anliegen des Portals www.bookster-frankfurt.de. Oh nein, bitte keine unnötigen Anglizismen, mag man jetzt stöhnen, aber die Bookster wollen eben nicht bloß Autoren und Verlagsmitarbeiter in die Öffentlichkeit rücken, sondern Persönlichkeiten, die auf den unterschiedlichsten Positionen und verschiedenen Berufsfeldern mit dem Kulturgut Buch zu tun haben.

Initiiert wurde Bookster von der Agentur Schwarzburg und deren Gesellschafter Martin Schmitz-Kuhl, Christian Sälzer und Ulrich Erler. Seit Juni 2014 sind mittlerweile mehr als 40 sorgfältig recherchierte Porträts und Interviews von und mit Frankfurter Buchmenschen entstanden. Die Bandbreite reicht von Autoren wie Matthias Altenburg, Carolin Callies oder Jannis Plastargias über Buchhändler wie Monika Steinkopf von der Berger Bücherstube, die Frankfurter Literaturreferentin Sonja Vandenrath, den Literaturagenten Georg Simader, Monika Kolb-Klausch vom Mediencampus Frankfurt, die Literaturkritikerinnen Ina Hartwig und Felicitas von Lovenberg bis hin zu Eva Linhart, der Leiterin der Abteilung Buchkunst und Grafik am Museum Angewandte Kunst (Foto).

44 Texte und Interviews erscheinen nun am 23. April, dem Welttag des Buches, in einem aufwendig gestalteten, mit Fotos von Stephan Jockel bereicherten und von der Crowdfunding-Initiative „kulturMut“ der Aventis Foundation ausgezeichneten Bildband. „Interviews und Porträts aus der Hauptstadt des Buches“, so heißt der Band im Untertitel, und das ist durchaus auch ein wenig provokativ gemeint, wie Herausgeber Martin Schmitz-Kuhl unterstreicht: „Man kann sich schon die Frage stellen, warum sich Frankfurt nicht offiziell um den offiziellen Unesco-Titel „Hauptstadt des Buches“ bewirbt.“ Das habe, so Schmitz-Kuhl, überhaupt noch keine deutsche Stadt getan. Das Bookster-Projekt ist also unter anderem auch ein Beitrag zur Stärkung des Frankfurter Selbstbewusstseins. Und ein Akt der Bewusstmachung: Es kann nicht so schlecht um eine Buchstadt stehen, die so viele krea­tive Akteure ihre Einwohner nennt.

>> Bookster, das Buch
Interviews und Porträts aus der Hauptstadt des Buches.
B3-Verlag, 208 S., 22 €

>> Bookster im Gespräch
23.4., 19.30–22 Uhr, Stadtbücherei Frankfurt am Main, Zentralbibliothek, Hasengasse 4, Frankfurt, mit: Sabine Homilius (Leiterin Stadtbücherei; Einführung),Sonja Vandenrath (Literaturbeauftragte der Stadt Frankfurt), Alexander Skipis (Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) und dem Verleger Norbert Rojan (B3). Moderation: Jakob Hoffmann und Martin Schmitz-Kuhl (Bookster Frankfurt).
22. April 2015
Christoph Schröder
 
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