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Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder

6. Fabrik Jazzfestival

Ein spannender Mix von zeitgenössischem Jazz

Das „6. Fabrik Jazzfestival“ findet wegen der Sanierung des Gebäudes diesmal „außer Haus“ statt. Mit der Alten Seilerei hat man eine passende Location gefunden, in der man drei Tage lang Jazz in vielen Facetten erleben kann. Ein Gespräch mit Programm-Chef Klaus Metz.
JOURNAL FRANKFURT: Im vergangenen Jahr konnten Sie das „5. Fabrik Jazzfestival“ mit den fürs Jahr davor geplanten Acts trotz Corona realisieren. Wie waren Ihre Erfahrungen und wie hat das Publikum das nach der Abstinenz zuvor angenommen?
Klaus Metz: Die Erfahrungen des letzten Fabrik-Jazzfestivals waren trotz schwieriger Rahmenbedingungen durchweg positiv, Publikum und Künstler haben sich sehr darüber gefreut, dass wir das super besetzte Festival mit etwas reduziertem Programmumfang veranstalten konnten.
Erwartungsgemäß waren die Veranstaltungen zwar nicht komplett ausverkauft, aber durchaus gut besucht und am Ende waren alle glücklich, zufrieden und froh, dass wir durch entsprechende Zugangsregelungen das gesundheitliche Risiko für alle Beteiligten minimieren und drei Abende gefüllt mit toller Musik bieten konnten.

Wann sind Sie an die Planungen für die sechste Ausgabe herangegangen und mit wie viel Zuversicht haben Sie das Programm zusammengestellt?
Die Planungen für das „6. Fabrik Jazzfestival“ sind im Frühsommer angelaufen und um durch eventuelle Veränderungen der Pandemie-Situation unnötige organisatorische Probleme zu vermeiden, haben wir entschieden, auch dieses Mal nur ein Konzert pro Abend zu veranstalten. Unter diesen Rahmenbedingungen haben wir dann ein Programm auf die Beine gestellt, das durch besondere Vielseitigkeit auf der einen und sehr hohe musikalische Virtuosität auf der anderen Seite klare positive Signale senden soll, dass kulturelles Leben unabdingbar mit der Durchführung und dem Besuch von Veranstaltungen verknüpft ist und wir alle gefordert sind, mit dazu beizutragen.

Wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten im Mittleren Hasenpfad, findet das Festival nun im Rahmen der „Fabrik außer Haus"-Reihe in der Alten Seilerei statt. Auch das ist ein altes Fabrikgebäude. Wie wichtig ist ein solches Ambiente für die Veranstaltung und bieten Ihnen die Räumlichkeiten dort andere Möglichkeiten?
Die Alte Seilerei ist für uns ein Ort, an dem wir unsere „Fabrik außer Haus“-Veranstaltungen so durchführen können, dass dieser Ort wirklich sehr gut zu unseren ‚Kulturwerk Die Fabrik‘-Inhalten passt. Das Ambiente der Veranstaltungshalle schafft eine ziemlich coole Atmosphäre, die für unser Jazzfestival einen perfekten Rahmen zu unserem ambitionierten Programm bildet. Bedingt durch die Größe der Halle haben sowohl die Musiker eine erheblich größere Bühne als auch die Zuschauer deutlich mehr Platz im Bestuhlungsbereich. Das sollte auch bei einer eventuellen Verschärfung der Pandemie-Regelungen ausreichend Platz für Mindestabstände möglich machen, ohne dass unter Umständen aus diesem Grund das ganze Festival gecancelt werden muss. Einen Restaurantbetrieb wie in unserem Gewölbekeller haben wir dort zwar nicht, aber auch für den kleinen Hunger und den Durst ist bestens gesorgt.

Ein Wort zum diesjährigen Programm und zu den Künstlern: Auf was darf sich das Publikum freuen?
Beim Programm haben wir sehr viel Wert darauf gelegt, dass ein spannender Mix des zeitgenössischen Jazz zu hören sein wird und sich somit die Ohren der interessierten Zuhörenden durchaus auf die eine oder andere Überraschung gefasst machen dürfen. Am ersten Abend geht es mit dem Projekt ‚Enders Room‘ des Saxophonisten Johannes Enders los, der schon lange auf unserer Wunschliste steht und mit seinem bereits seit 2001 bestehenden Projekt „ein Paralleluniversum, in dem analoge Jazz-Ästhetik und digitale Romantik gemeinsam eigenwillige Pirouetten drehen“ kreiert. Zusammen mit ihm am Start sind seine langjährigen musikalischen Weggefährten Bastian Stein an der Trompete, Karl Ivar Refseth am Vibraphon, Wolfgang Zwiauer am Bass und Gregor Hilbert an Schlagzeug und Electronics. Eine Besetzung also, die Großes erwarten lässt!

Am Freitagabend freuen wir uns auf Deadeye, ein Trio mit Beteiligung des unfassbar guten holländischen Gitarristen Reinier Baas, des englischen Hammond-Virtuosen Kit Downes und des weithin bekannten deutschen Spitzen-Schlagzeugers Jonas Burgwinkel, das frech und bestens aufgelegt die manchmal etwas ausgetretenen Pfade des zeitgenössischen Jazz verlässt und munter durch Soul- und Rockjazz, britischen Folk und neue Musik vagabundiert. Am letzten Abend haben wir die große Ehre, einen der seltenen Live-Auftritte des mit Sebastian Sternal (Piano), Fabi Dudek (Altsaxophon), Stefan Lottermann (Posaune), Bastian Weinig (Kontrabass) und John Schröder (Schlagzeug) ebenfalls top-besetzten HR-Jazzensembles unter Leitung von Saxophonist Christof Lauer (Tenorsaxophon) erleben zu dürfen.

War die Verpflichtung dieser Allstar-Band ein lang gehegter Wunsch, der sich jetzt realisieren ließ und erfüllt es Sie mit Stolz, einen der seltenen Auftritte der Herren anbieten zu können?
Tatsächlich hat sich der Auftritt des HR-Jazzensembles durch eine frühzeitige Vorab-Anfrage an Saxophonist und Ensemble-Leiter Christof Lauer ergeben, der nach Rückfrage bei seinen Ensemble-Kollegen tatsächlich alle Mitglieder plus Saxophon-Rising-Star Fabian Dudek zu unserem Wunschtermin zum Abschluss des Festivals gewinnen konnte. Einige der Mitglieder dieses allerfeinst besetzten Ensembles sind bereits in der Vergangenheit bei Fabrik-Jazzfestivals und anderen Fabrikkonzerten aufgetreten. Es macht uns sehr froh und durchaus stolz, dass wir dieses hoch angesehene Rundfunk-Studio-Ensemble zu einem der sehr rar gesäten Live-Auftritte, der übrigens auch vom HR-Radio mitgeschnitten wird, zu uns auf die Bühne locken konnten.

>> „6. Fabrik Jazzfestival“, 17.-19. November, Alte Seilerei, weitere Infos und Tickets gibt es hier.
 
1. November 2022, 14.45 Uhr
Detlef Kinsler
 
Detlef Kinsler
Weil sein Hobby schon früh zum Beruf wurde, ist Fotografieren eine weitere Leidenschaft des Journal-Frankfurt-Musikredakteurs, der außerdem regelmäßig über Frauenfußball schreibt. – Mehr von Detlef Kinsler >>
 
 
Fotogalerie:
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