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WikiLeaks: Trojaner aus dem US-Generalkonsulat
 

WikiLeaks: Trojaner aus dem US-Generalkonsulat

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CIA-Hacker sollen von Frankfurt aus agieren

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Vault 7 nennt die Enthüllungsplattform WikiLeaks das größte bisherige Datenleck von der CIA. Angeblich setzt der Geheimdienst in Frankfurt Hacker ein, die mit gezielten Trojanern Informationen ausspähen.
Das US-Generalkonsulat in Frankfurt gleicht einem Hochsicherheitstrakt. Kein Unbefugter soll hineingelangen. Dabei soll die Gefahr angeblich von eben jenem Grundstück ausgehen, wie die größte Veröffentlichung von CIA-Dokumenten aller Zeiten auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks nahelegt. Zumindest die Gefahr von staatlicher Überwachung.

Es sind geheime Informationen von anonymen, angeblich beteiligten Hackern und hochbrisante Dokumente aus einem Handbuch der Central Intelligence Agency, die WikiLeaks am Dienstag online gestellt hat. Demnach lässt der US-amerikanische Geheimdienst CIA angeblich Hacker nicht nur in den USA, genauer in Langley im Bundesstaat Virginia, sondern auch in einem sogenannten „Center for Cyber Intelligence Europe“ (CCIE) auf dem Grundstück des US-Generalkonsulates in Frankfurt ganz gezielt Viren, Trojaner und andere Schadsoftware entwickeln, mit denen etwa Passwörter, Ortungsdaten und Dateien ausspioniert werden können, sowie Webcams und Mikrofone manipuliert werden sollen.

Damit könne man, so geht es zumindest aus den Dokumenten hervor, auch aus einem Samsung Smart-Fernseher eine Wanze machen. Es gehe darum, ganz gezielt Schwachstellen in Computersystemen auszunutzen, davon seien auch Mobiltelefone von Apple oder Samsung betroffen und auch Windowsrechner. Insgesamt würden Rechner in aller Welt, von Frankfurt aus vor allem in Europa, Afrika und im Nahen Osten mit Malware infiziert, um so an Informationen etwa zu Zielpersonen zu kommen.

Mit seinen mehr als 8700 online gestellten Dokumenten namens „Vault 7“ ermöglicht WikiLeaks einen außergewöhnlichen Einblick in die angeblichen Spionagepraktiken des CIA. Angeblich wollen die anonymen Informanten die demokratische Legitimierung dieser Praktiken kritisch hinterfragen, weshalb sie die geheimen Informationen weitergeleitet haben. Der Geheimdienst freilich will sich zu den Leaks nicht äußern.

Neu ist der Vorwurf indes nicht. Im Jahr 2013 berichtete der Spiegel über den Special Collection Service, einem Abhörprogramm, dessen Existenz ein Jahr später durch die Enthüllungen Edward Snowdens bestätigt wurde. Auch der Frankfurter Internetknoten, durch den ein Großteil des weltweiten Datenverkehrs strömen, steht im Fokus der US-amerikanischen Geheimdienste – die Betreiber versuchen juristisch gegen die Spionage vorzugehen. Berichtet wurde auch über den sogenannte Dagger-Komplex bei Griesheim. Das Gelände wird von deutschen Sicherheitsbehörden geschützt – im Mai 2015 kam es zu einem Reizgas-Einsatz gegen Demonstranten.
8. März 2017
nb/nil
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Ronald M. Filkas am 11.3.2017, 10:29 Uhr:
Macht Herr Risse jetzt Werbung für die Geheimdienste? Welche anderen möglichen Anschläge außer solchen der Sauerland-Gruppe sollen denn mittels deren Hilfe vereitelt worden sein? Nachweise bleiben auf derartige Fragen immer wieder schuldig, oder haben Sie etwa welche? Die angeblichen Chemiewaffenfabriken im Irak lassen grüßen, und daher sollte man in diesen Zeiten etwas mehr Misstrauen an den Tag legen!
 
Michael Risse am 9.3.2017, 14:23 Uhr:
Herren Whizzbizz & Looschen haben recht.Was soll das Geschrei. Und nicht zu vergessen,dass amerikanische Recherchen schon einige üble Attentatsvorhaben hier in Deutschland aufgestöbert haben,diese Informationen an unsere Behörden weitergaben,so dass die tätig werden konnten,und grössere Blutbäder unter Unschuldigen verhindern konnten ! Schon vergessen? Die Sauerlandgruppe etc etc
Michael Risse,Frankfurt
 
Whizzbizz am 8.3.2017, 19:11 Uhr:
…und welche Geräte sind denn jetzt konkret betroffen? Und ist es nicht auch ein bisschen Prahlerei von seiten des CIA, sprich #fakenews ?
Ich schlottere am ganzen Leib!
 
Whizzbizz am 8.3.2017, 18:52 Uhr:
Wie heißt denn "das Programm"? Und wie hört man einen Samsung-Fernseher ab, der kein Mikrofon hat?
Und ob das schon lange bekannt ist oder nicht: wenn es exisitert, gehört es abgeschafft.
 
Uwe Looschen (Pringles-AUTOMATde) am 8.3.2017, 14:41 Uhr:
Sorry, aber das ist ja schon lange bekannt, dass auf dem US-Botschaftsgelände in der Gießener Straße viele Spionagetätigkeiten gemacht werden. Wer jetzt erstaunt ist, der hat wahrlich die letzten Jahre geschlafen.

Und ebenfalls ist es schon lange bekannt, dass die SAMSUNG-Geräte - besonders die Fernseher - eine Gefahr für Abhörmethoden darstellt. Vor wenigen Jahren wurde schon sehr viel darüber berichtet, dass Samsung diese Daten übermittelt bekommt, wenn der Nutzer nicht das entspr. Programm gelöscht hat. Weil viele das Programm nicht gelöscht haben - Handbuch lesen, macht manchmal noch Sinn - haben die Geheimdienste ein leichtes Spiel, auch die intimste Privatsphäre auspionieren zu können.
Von daher ist es ein wenig verwunderlich, dass sich so viele Leute darüber aufregen. Wer nunmal die grenzenlose Freiheit der digitalen Technik genießen will, muß auch bereit sein, viel über sich selbst preis zu geben. Weniger ist manchmal mehr.
 
 
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