Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
Startseite Alle NachrichtenPanorama
„Treffpunkt“ wird zum Atelier
 

„Treffpunkt“ wird zum Atelier

0

Shoa-überlebende Künstler

Foto: Aviva Kaminer
Foto: Aviva Kaminer
Im Frankfurter-Westend lernen Überlebende des Holocausts die künstlerische Freiheit kennen. Unter der Leitung von Aviva Kaminer werden ganz besondere Kunstwerke geschaffen.
Im Jahr 2002 hatten der ehemalige Direktor der Zentralenwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) Benjamin Bloch und der damalige Repräsentant der Claims Conference in Deutschland Karl Brozik eine Vision: Sie wollten Überlebenden der Shoa und ihren Angehörigen einen strukturellen Rahmen geben, wo sie psychosoziale Versorgung und Unterstützung erhalten. Vor 16 Jahren startete das Pilotprojekt „Treffpunkt“ im Frankfurter-Westend. Heute gibt es rund 30 Treffpunkte in ganz Deutschland.

Der „Treffpunkt“ Frankfurt offeriert neben Sprechstunden auch Yoga-Kurse, Kaffeenachmittage und Vorträge an. Seit August 2017 bietet die Künstlerin und Pädagogik-Studentin Aviva Kaminer wöchentliche Malkurse im „Treffpunkt“ an. Für die 31-jährige Frankfurterin, die selbst eine Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden ist, ist es eine Herzensangelegenheit: „Es ist eine besondere Möglichkeit sich mit einem Thema auseinanderzusetzen, dass für mich schon immer präsent war.“ Bei den meisten Besuchern des Malkurses handelt es sich um Menschen, die als Kinder die Shoa überlebt haben. Durch den Schrecken des Zweiten Weltkrieges hatten wurden sie ihrer Kindheit beraubt. „Obwohl die meisten seit ihren Kinderjahren nicht mehr gemalt haben, haben sie sich trotz aller Ängste und Selbstzweifel an die Bilder gewagt und dabei Stück für Stück eine ganz eigene Bildsprache entwickelt“, so Kaminer.

Der Fantasie sind im „Treffpunkt“ keine Grenzen gesetzt. Viele Bilder handeln vom Leben und dem Lebendigen. So sind Tiere, Früchte, die Natur oder musizierende Menschen beliebte Motive. Die Mitarbeiterinnen des „Treffpunktes“ Noemi Staszewski und Ania Hadda sehen in den niedrigschwelligen Angeboten eine Möglichkeit, Vertrauen zu den oftmals traumatisierten Besuchern zu gewinnen. Für die beiden Frauen war der Malkurs ein Wunsch, da sie schon früh das künstlerische Potenzial ihrer Besucher erkannt haben. Die angehende Pädagogin Aviva Kaminer sieht in dem Kurs auch eine Möglichkeit, für Menschen, die dasselbe Schicksal erlebt haben, zusammen zu sein. „Sie können sich in sicherer Gesellschaft austauschen und neue Sachen ausprobieren.“ Auf Wunsch der Kurs-Teilnehmer wurden ihre Kunstwerke in einer offenen Ausstellung ausgestellt.

Mehr Informationen: zwst.org/de/ueberlebende-des-holocaust/
8. August 2018
Ruben Gerczikow
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Bei Bauarbeiten wurde erneut eine Weltkriegsbombe in Frankfurt gefunden. Noch am Donnerstagbabend wurde die Bombe im Ostend gesprengt, weil eine Entschärfung nicht möglich war. Die Autobahn A661 war deshalb vorübergehend gesperrt. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: © Kampfmittelräumdienst (Archivbild)
 
 
Social-Media Projekt #was_ich_will
0
Gemeinsam für ein positives Körperbild
Mädchen und junge Frauen präsentieren sich gerne auf Social-Media-Kanäle, doch nicht jeder Kommentar, den sie dort bekommen, ist positiv. Das Social-Media-Projekt #was_ich_will soll Betroffene ermutigen, sich zu akzeptieren wie sie sind. – Weiterlesen >>
Text: Martina Schumacher / Foto: ms
 
 
Die Brauerei Binding startet auch dieses Jahr die Aktion „Die Frankfurter Originale“. In drei Kategorien stehen jeweils fünf Finalisten zur Wahl. Bis zum 9. Dezember 2018 kann nun jeder im Internet seinen Favoriten wählen. – Weiterlesen >>
Text: kal / Foto: © DAS STUDIO Andreas Fuchs
 
 
 
Ana Marija Milkovics Kolumne
0
And the winner is Otto
Am vergangenen Sonntag ging unsere Kolumnistin Ana Marija Milkovic in die Brotfabrik anlässlich der Sondermann Veranstaltung. Wen sie dort getroffen und was sie da erlebt hat, schreibt sie in ihrer Kolumne. – Weiterlesen >>
Text: Ana Marija Milkovic / Foto: © Oliver Maria Schmitt
 
 
Vier Stunden nach der ersten Warnung ist die Gefahr in den westlichen Stadtteilen Griesheim und Nied vorbei, die Feuerwehr konnte nach einem Chemieunfall Entwarnung geben. In den frühen Morgenstunden waren im Industriepark Griesheim giftige Salzsäuredämpfe ausgetreten. – Weiterlesen >>
Text: nic / Foto: © nb (Symbolbild)
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1455 

Twitter Activity