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Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
 

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

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Carl-Schurz-Schule zeigt Courage im Kampf gegen Rassismus

Foto: Pexels
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Die Frankfurter Carl-Schurz-Schule tritt als 114. hessische Schule dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei. Damit verpflichten sich die Schülerinnen und Schüler, sich gegen jede Form der Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander einzusetzen.
„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler. Es bietet ihnen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und zivilgesellschaftliches Engagement zu entwickeln. Das Projekt ist mit mehr als 2000 teilnehmenden Schulen das größte Schulnetzwerk Deutschlands. Der Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ ist dabei kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und Zukunft.

Lob seitens der Schulleitung und Meron Mendel

Nun ist auch die Carl-Schurz-Schule im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen als 114. hessische Schule dem Netzwerk beigetreten. Am vergangenen Montag, den 3. Juni, fand die feierliche Titelverleihung statt, zu der die Bildungsstätte Anne Frank als Trägerin der Landeskoordination des Schulnetzwerks eingeladen hatte. 700 Schülerinnen und Schüler der Carl-Schurz-Schule waren gekommen.

Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, ermutigte die jungen Menschen, ihr bisheriges Engagement weiterzuführen. Im September vergangenen Jahres hatten viele von ihnen unter dem Motto #Wirsindmehr auf dem Frankfurter Römer gegen Rassismus demonstriert. „Ich bin beeindruckt, dass ihr damit ein Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit gesetzt habt“, sagte Mendel. Schulleiter Hans-Ulrich Wyneken sagte: „Ich bin stolz auf die Schülerinnen und Schüler, die sich dafür eingesetzt haben, dass unsere Schule zur Courage-Schule wird.“ Vor allem Mitglieder des Antirassismus-Ausschusses der Schule hatten dafür gesorgt, dass mindestens 70 Prozent aller Mitglieder der Schulgemeinschaft mit ihrer Unterschrift den Beitritt zum Netzwerk befürworteten.

Fredi Bobic als Projektpate

Auch Fredi Bobic, Vorstandsmitglied von Eintracht Frankfurt und Ex-Profifußballer, kam zur feierlichen Titelverleihung. Er unterstützt die Schule als Projektpate. Vor den Schülerinnen und Schülern, von denen viele in Eintracht-Trikots und Fahnen des Vereins gekommen waren, berichtete er von bisweilen diskriminierenden Erfahrungen, die er als Kind einer kroatischen Mutter in Stuttgart gemacht habe. Dank des Fußballs wisse er jedoch, dass es auch anders geht: „Es ist das Schönste, sich gemeinsam über ein gewonnenes Spiel zu freuen – dabei spielt es keine Rolle, woher jemand kommt oder welche Hautfarbe er hat.“

Keine Auszeichnung für bereits Geleistetes, sondern eine Selbstverpflichtung für die Zukunft

Auch Neala Patterson, Mitglied des Antirassismus-Ausschusses, berichtet in einer sehr persönlichen Geschichte von Erfahrungen mit Antisemitismus, die sie als Jüdin auch im Schulalltag mache – aber auch von Zeichen der Solidarität, die sie von Mitschülerinnen und Mitschülern erhalte: „Als ein Mitschüler am Kippa-Tag teilnahm, hat mir das klar gemacht: Wir alle können unsere Solidarität zeigen und etwas gegen Diskriminierung tun!“ Nisanur Kiraz, ebenfalls Mitglied des Antirassismus-Ausschusses, wies darauf hin, dass der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ keine Auszeichnung für bereits Geleistetes sei, sondern eine Selbstverpflichtung für die Zukunft: „Es liegt an uns, das Versprechen des Courage-Schildes an der Schulwand einzulösen!“
6. Juni 2019
Julia Heßler
 
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