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Initiative Social Hub
 

Initiative Social Hub

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Ehemaliges Tibethaus in Bockenheim besetzt

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Seit Samstag besetzt die Initiative Social Hub das ehemalige Tibethaus am Hülya-Platz in Bockenheim. Sie fordert, dass das Gebäude zu einem sozialen Zentrum wird. Nun steht angeblich eine Räumung bevor.
Update: Die Initiative teilte am heutigen Vormittag mit, dass das Haus „akut räumungsbedroht“ sei. Derzeit sei noch keine Polizei am Haus zu sehen. Zudem habe die Initiative von der Frau des derzeitigen Eigentümers erfahren, dass das Haus mit Zustimmung der Stadt bereits verkauft sei. Wer nun der neue Eigentümer oder die neue Eigentümerin ist, sei unklar. „Weder Ortsbeirat, noch Stadtteilbüro oder irgendeine Presse wusste darüber Bescheid, während das Haus eines der umkämpftesten und bedeutsamsten in Bockenheim ist", so die Initiative.

Die Initiative Social Hub hat vergangenen Samstag im Anschluss an das Stadtteilfest das ehemalige Tibethaus am Hülya-Platz besetzt. Mit der Aktion will sich die Initiative gegen mögliche Immobilienspekulation wehren. Sie fordert, dass die gesamte Anlage erhalten bleibt und einer sozialen Nutzung dient. „Es soll als neues Stadtteilzentrum in Bockenheim unter dem Namen Backhaus ein offener Raum für alle sein“, äußert sich Social Hub. Das Gebäude diente einst als Brotfabrik und ist daher auch unter dem Namen Backhaus bekannt. „Den Menschen in Bockenheim liegt dieses Haus sehr am Herzen. Es hat in der Vergangenheit verschiedenste öffentliche Nutzung erfahren und wir wollen nicht mit ansehen, wie hier nun Luxuswohnungen gebaut werden”, erklärt Sarah Ostrich von Social Hub die Besetzung. Stattdessen soll ein Ort des Miteinanders entstehen, in dem verschiedene Gruppen das Haus nutzen und gegenseitig voneinander profitieren. „Unsere bisherigen Ideen für das geplante Zentrum reichen von einem kollektiv betriebenen Café über eine selbstverwaltete Bibliothek mit Arbeitsplätzen, eine öffentliche Werkstatt, Veranstaltungsräume, bis zu einem Gemeinschaftsgarten und frei nutzbare Tagungs- und Büroräume“, so die Initiative.

Seit Frühjahr 2018 beschäftige sich ein Teil der Initiative mit dem Haus und gründete daraufhin Social Hub. Auslöser sei ein Gespräch mit einer Bewohnerin des angrenzenden Altenheims gewesen, die sich besorgt zeigte über die damaligen Pläne. Demnach sollte das Haus abgerissen werden und ein größerer Neubau entstehen, der „vielen älteren Menschen im Pflegeheim ihren oftmals einzigen Raum an der frischen Luft genommen“ hätte. „Das klang für uns so dramatisch, dass wir uns entschlossen hatten, uns ab sofort in den Kampf um das Ensemble einzubringen“, so die Initiative. Wenig später sei ein Nutzungskonzept entstanden, das sie vergangenes Jahr im Ortsbeirat und bei Stadtteilrundgängen vorgestellt haben. Trotz des Zuspruchs aus der Nachbarschaft habe man es allerdings nicht geschafft, die Stadt dazu zu bringen, das zum Kauf stehende Gebäude zu erwerben.
 
7. Oktober 2019
ez
 
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