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Heftige Gewitter am 7. Juni
 

Heftige Gewitter am 7. Juni

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Verkehrschaos und Blitzschäden nach Unwetter

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Heftige Gewitter am Donnerstag, 7. Juni, führten zu überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und Blitzeinschlägen. Die Bilanz der Feuerwehr: 1200 Einsätze bis in die Nacht hinein.
Überflutete Keller und Straßen prägten den Donnerstagnachmittag in Frankfurt. Mehr als 50 Liter pro Quadratmeter waren in manchen Frankfurter Stadtteilen innerhalb einer Stunde vom Himmel gekommen. Auf der Autobahn A66 bei Bockenheim blieb gar ein Auto in der tiefen Wasserpfütze stecken, die im Durchmesser mehrere Meter groß war (Foto). Die heftigen Unwetter führten zu Straßensperrungen und erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr.

Zug- und Flugausfälle
Durch einen Blitzeinschlag in ein Stellwerk am Bahnhof Höchst wurde der Bahnhof im Westen der Stadt für mehrere Stunden nicht von den S-Bahnen angefahren. Auch am Frankfurter Hauptbahnhof kam es zu Störungen: Gleise im Tiefgeschoss waren überflutet, sodass auch hier zeitweise keine S-Bahnen fahren konnten. Der Flughafen musste wegen des Unwetters 180 Flüge streichen, andere Flieger konnten nicht wie geplant starten und landen. Am Freitagmorgen hatte sich der Betrieb am Airport und an den Bahnhöfen normalisiert.

Feuerwehr im Vollalarm
Ab Donnerstagmittag gegen 14.30 Uhr musste die Feuerwehr zu 1200 Einsätzen fahren - hauptsächlich wegen vollgelaufener Keller, Stromausfällen und zwei größeren Bränden. Von einem Stromausfall war gar das Elisabethen Krankenhaus betroffen. Dort musste die Intensivstation zeitweise evakuiert werden. Da die Frankfurter Feuerwehr im Volleinsatz war, halfen Einsatzkräfte aus den Landkreisen Groß-Gerau, Main-Taunus und Offenbach bei der Teilevakuierung des Krankenhauses.

Brände nach dem Unwetter
In der Mörfelder Landstraße kam es vermutlich durch einen Blitzschlag zu einem Dachstuhlbrand. Die Polizei musste das Haus evakuieren, die Feuerwehr erledigte umfangreiche Löscharbeiten. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wird auf 200.000 Euro geschätzt.

Am frühen Freitagmorgen wurde die Feuerwehr zu einem Brand in der Speyerer Straße gerufen. Dort brach aus unbekannter Ursache in einem Wohn- und Geschäftshaus ein Feuer aus. Parallel zu den Löschmaßnahmen wurde das betroffene Gebäude evakuiert. 29 Personen wurden vor Ort durch die anwesenden Kräfte betreut und versorgt. Zwei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung.
8. Juni 2018
nic
 
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