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Staatsanwaltschaft stellt Verfahren wegen Kinderpornographie ein

Foto: Nils Bremer
Foto: Nils Bremer
Der Fall eines HR-Moderators, gegen den wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt wurde, hatte für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt heißt es von der Staatsanwaltschaft, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigt hat.
Der 23. Januar 2014 wird dem Moderator noch lange in Erinnerung bleiben. Sein Büro beim Hessischen Rundfunk wurde ebenso gefilzt wie seine Privatwohnung. Die offizielle Aussage der Staatsanwaltschaft Darmstadt: Es werde wegen der "Verbreitung pornographischer Schriften" ermittelt. Expliziter war von Kinderpornographie die Rede. Ein harter Vorwurf, der zur sofortigen Kündigung des Moderators führte, der jahrelang als Aushängeschild der Jugendwelle YouFM des Senders fungierte.

Die Ermittlungen gegen den Moderator führte die Staatsanwaltschaft Darmstadt bereits seit März 2013. Nun heißt es von einem Sprecher der Staatsanwaltschaft: "Wir werden Anklage erheben." Allerdings nicht mehr wegen des Vorwurfs des Besitzes von Kinderpornographie. Dieser Anfangsverdacht habe sich nach Durchsicht der Computer und ihrer Festplatten nicht bestätigt. "Die Ermittlungen in diesem Punkt wurden eingestellt." Es gehe jetzt noch um die Verbreitung pornographischer Schriften. Konkret soll der Beschuldigte einem minderjährigem Jugendlichen in einem Chat pornographisches Material zugespielt haben. "Auch dieser Vorwurf ist völlig aus der Luft gegriffen", sagt der Mdoerator auf unsere Nachfrage. Auf eine komplette Einstellung des Verfahrens, wie es der Anwalt des Moderators verlangte, wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht einlassen, nun wird der Vorwurf des Chats von einem Richter geklärt werden. Der Anwalt des Beschuldigten argumentiert, dass es einen Fake-Account des Moderators gebe, der für die illegalen Handlungen von einem Unbekannten genutzt worden sein könnte. Die Staatsanwaltschaft sei aufgefordert worden, hier Ermittlungen hinsichtlich der Identität dieser Person zu machen. Aufgenommen wurde das Verfahren laut des Moderators einst durch einen anonymen Hinweis.

In einem Arbeitsgerichtsprozess auf Wiedereinstellung war der Moderator kürzlich unterlegen. Er hat aber Berufung angekündigt. Vom Hessischen Rundfunk heißt es zu den neuen Entwicklungen: "Kein Kommentar."
11. September 2014
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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Leser-Kommentare

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Heinz Opermann am 9.12.2014, 16:58 Uhr:
Also ich lese leider in dem Artikel nichts von Unschuld. Es wurde lediglich die Anklage zurückgezogen und es wurde ein Strafbefehl veranlasst... Sollte er den Strafbefehl wirklich akzeptieren, gesteht er seine Schuld ein. Da gibt mir jeder Jura-Student recht. Warum das Journal eine so billige Nummer fährt, ist mir ein Rätsel...

Bitte andere Artikel lesen!

www.welt.de/print/welt_kompakt/frankfurt/article135037869/Anklage-gegen-Rob-Green-zurueckgezogen.html#disqus_thread
www.faz.net/aktuell/rhein-main/porno-vorwurf-strafbefehl-gegen-frueheren-moderator-13302967.html
www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&key=standard_document_53764331
 
Frank Furter am 10.11.2014, 19:23 Uhr:
Es ist schade, das die Justiz in Deutschland unantastbar ist. Staatsanwaltschaften haben Narrenfreiheit, Richter ebenso. Hausdurchsuchungen finden heute schon wegen Bagatellfälle statt (Beleidung, Bog-Eintrag über einen Dr. Titel usw.) Und: Richtervorbehalt gibt es faktisch nicht, da kein einziger Richter Anträge auf Hausdurchsuchungen kontrolliert oder begutachtet. Alles was Polizei oder Staatsanwaltschaft vorlegen wird kommentarlos durchgewunken. Hunderte von Existenzen werden zerstört. Und den Staatsanwalt/Ermittler kann man nicht zur Rechenschaft ziehen bei eklatanten Grundrechtsverletzungen. Handlungsbedarf!
 
Whizzbizz am 18.9.2014, 17:01 Uhr:
Tja, Moderator futsch trotz Unschuld. So einfach geht das.
Ich glaube, unser guter RG war einfach zu volksnah, vor allem bei der Jugend. Das kommt nicht gut in gewissen Kreisen.
 
Uwe Looschen am 12.9.2014, 14:41 Uhr:
Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich die Staatsanwaltschaft medienwirksam einen Menschen des öffentlichen Lebens zerstört haben. Der Prominenteste war ja Wulff. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, dass die Staatsanwaltschaft keinerlei Dinge veröffentlichen dürfen, solange der Sachverhalt nicht hieb und stichfest recheriert wurde. Und ein Staatsanwalt sollte dann im Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist unerträglich, welches Zerstörpotential diese Leute haben. Wenn der HR sich jetzt korrekt verhält, dann würden die ihre fristlose Kündigung zurück ziehen und dem Menschen wieder eine Perspektive geben. Das gehört mit zu einem öffentlich rechtlichen Arbeitgeber. Denn deren Kündigung beruhte ausschl. auf einen "Verdachtsfall".
 
Marion Hermannsen am 12.9.2014, 14:06 Uhr:
Das darf ja wohl nicht wahr sein. Da wird einem Menschen wegen eines ANONYMEN Hinweises die Karriere kaputtgemacht. Und jetzt wird weiterrecherchiert wegen eines Sock Puppet Kontos? Das jeder unter egal welchem Namen einrichten kann? Und die Staatsanwalt hat noch nicht mal herausgefunden, wer genau hinter dem Konto steckt? Ehrlich? Und HR hat sich da auch nicht mit Ehre bekleckert...
 
Guenter Lauker am 12.9.2014, 13:56 Uhr:
Tolle Kiste! der arme DJ von youFM ist seinen JOB los! Ein übereifriger Staatsanwalt hat den ganzen Schlamassel verursacht!
ABER: Diesen ermittlungsgeilen Typen istja leider juristisch NICHT beizukommen!
FRAGE: Wer zahltdenn nun für den bisher entstandenen Verdienst-Ausfall? Und für den kommenden?
Wer besorgt ihm einen gleichwertigen JOB in KRANKFURT??

...und so weiter...und so weiter!
FRAGE: Sollte man den Darmstädter STAATSANWALT in Beugehaft nehmen? Oder sowas?
 
Christian Spreen Six am 12.9.2014, 13:14 Uhr:
Ist jetzt eigentlich eh fast egal, seine Reputation ist im A.... - wo soll der denn jetzt noch arbeiten nach der Nummer? Gemeinsame Talkshow mit Andreas Türck?
 
 
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