Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Panorama
 

Grüne Clubkultur

1

Rave to Save the Planet

Initiativen für den Umweltschutz gibt es viele, doch was nun in Frankfurt an den Start geht, ist ein Novum. Mit dem Pilotprojekt „Green Club Index Frankfurt“ betritt umweltschonende Raumkonzeption ganz neues Terrain: den Dancefloor!
Ein durchschnittlicher Nachtclub verbraucht im Jahr ungefähr so viel Strom wie 30 Drei-Personen-Haushalte. Bei über 5500 Clubs deutschlandweit kommt man da auf 660 Millionen Kilowattstunden. In CO2-Ausstoß gerechnet macht das 368.500 Tonnen. Das sind 73.700 Elefanten. Höchste Zeit also, dass die grüne Welle auch die deutsche Clubkultur erreicht!

Initiator des Projekts ist die bundesweit operierende Green Music Initiative (GMI), in Kooperation mit dem Energiereferat der Stadt Frankfurt. Konkret werden Clubs in ihrer Energieeffizienz beraten, im Rahmen des Pilotprojekts noch völlig kostenfrei. Der Energieverbrauch der Clubs wird erfasst und Möglichkeiten zu Einsparungen kalkuliert. Eine Win-Win-Situation für Umwelt und Clubbetreiber.

Die größten Einsparungspotenziale lassen sich vor allem in den Bereichen Beleuchtung, Kühlung und Klimatisierung erzielen. Dabei versuchen die Energieberater Maßnahmen zu finden, die sich ohne größere Investition durchführen lassen und schnell positive Energiebilanzen aufweisen. Gerade im Clubbetrieb kann meist nur wenige Jahre im Voraus geplant werden. Trends kommen und gehen, ein brechend voller Laden ist morgen vielleicht schon wieder leergefegt. Oder der Mietvertrag läuft ganz einfach aus.
Teilnehmende Clubs in Mannheim haben gezeigt: schon durch kleine Verhaltensänderungen sparen Clubbetreiber jährlich bis zu 7000 Euro. Ein großer Gewinn für Umwelt und Betreiber, eine kaum merkliche Veränderung für die Gäste. Getränke werden zwei Grad wärmer serviert, die Klimaanlage eine halbe Stunde vor Veranstaltungsende abgestellt, alte Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt. Letzteres fordert von den Clubbetreibern ein „Abwägen zwischen ästhetischem Empfinden und ökologischem Gewissen“, so Thomas Winterscheid, Geschäftsführer der Frankfurter Clubs Ponyhof, Stereobar und 11er. Aber auch wer seinen Club nicht komplett umkrempelt, kann Wandel bewirken. Manchmal genügt schon der Blick auf den Stromvertrag. Die Tarife sind oft veraltete, die Verträge unter ungünstigen und unzutreffenden Konditionen abgeschlossen.
Nachdem sich vor knapp einem Jahr das Travolta dieser Prozedur unterzog, folgen nun die drei Frankfurter Clubs Nachtleben, 11er und KingKamehameha diesem Beispiel. Teilnehmer und Initiatoren erhoffen sich einen Mitmach- und Nachahmungseffekt. Wer von den Bemühungen seines Stammclubs erfährt, macht sich vielleicht Gedanken, wie er selbst zuhause oder im Betrieb grüner leben und wirken kann.

Natürlich schützen energieeffiziente Clubs die Polkappen auch nicht vorm Schmelzen (vorerst). Hauptsächlich möchte die GMI ein Bewusstsein schaffen für die breiten Möglichkeiten der Energieeinsparung und den Öko-Trend aus der „uncoolen“ Ecke holen. Öko ist nicht gleich Verzicht und Öko muss auch nicht kompliziert sein. Und auch wer lieber Schokopops isst als Müsli und Wollsocken kratzig findet, kann mitmachen.
23. Januar 2013
mel
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Setzfehler am 23.1.2013, 20:21 Uhr:
Sehr feine Idee, auch wenn die wahren Energieverbraucher in der Großindustrie zu suchen sind und wir als Raucher sie noch von Umweltabgaben befreien! Aber ob der letzte Satz des Artikels unbedingt geschrieben werden musste?
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Panorama
 
 
Opernplatzfest vom 26.6.-5.7.
0
Vor der Alten Oper wird gefeiert
Das Opernplatzfest ist jedes Jahr aufs Neue eine Hommage an einen der schönsten Plätze Frankfurts. In diesem Jahr lädt es die Frankfurterinnen und Frankfurter vom 26.6.-5.7. wieder zum Genießen ein. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Nicole Brevoord
 
 
Wohin im Sommer?
0
Bye-bye Winterblues
In Frankfurt ist der Sommer angekommen. Wo lässt es sich bei diesen heißen Temperaturen am besten aushalten, wenn das Wetter wärmer und die Straßen voller werden? Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Wassereinbruch im Einkaufszentrum
0
Es regnet im MyZeil
Am vergangenen Samstag hat es im Einkaufszentrum MyZeil einen Wassereinbruch gegeben. Videos, die zeigen, wie die Regenmassen den Boden überfluteten, gingen in den sozialen Netzwerken viral. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Bernd Kammerer
 
 
 
Hans-Dieter Hillmoth geht in den Ruhestand
0
FFH-Chef verabschiedet sich nach 30 Jahren
Hans-Dieter Hillmoth ist seit 30 Jahren Geschäftsführer des Radiosenders FFH. Ende Juni geht er mit 66 Jahren in den Ruhestand. Dem JOURNAL FRANKFURT hat er vorher verraten, was er am meisten vermissen wird und warum er selbst privat kein Radio hört. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Facebook/Hans-Dieter Hillmoth
 
 
Fünf Jahre kostenfreie Sprechstunde
0
Versorgung für alle
Vor fünf Jahren starteten Medizinstudierende der Goethe-Uni ein Projekt, das all denjenigen hilft, die nicht krankenversichert sind. Über 900 Menschen konnten dadurch bereits kostenlos medizinisch versorgt werden. – Weiterlesen >>
Text: ffm/ez / Foto: unsplash
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  1480