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Panorama
 

Baustart in MyZeil

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Foodtopia und fünf Kinosäle der Astor Film Lounge

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Mitte 2019 eröffnet die Astor Film Lounge fünf luxuriöse Kinosäle ganz oben in MyZeil. In dem markanten Einkaufszentrum haben am Donnerstag die 70 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten begonnen.
Symbolisch schwangen MyZeil-Center Manager Marcus Schwartz und der Astor Film Lounge-Betreiber Hans-Joachim Flebbe am Donnerstag schon mal Hammer und Spaten. Denn die Stadt Frankfurt hat die Baugenehmigung erteilt und somit kann der gigantische Umbau von MyZeil und der Bau der neuen Film Lounge ganz oben im Einkaufscenter bei laufendem Betrieb beginnen. „Wir wollen das schönste Einkaufscenter noch schöner machen!“, kündigt Flebbe an, der in Frankfurt nach dem Abriss der Zeilgalerie, die vorher einen opulenten Astor-Kinosaal beherbergte, lange nach einem alternativen Standort im Stadtzentrum gesucht hatte. Etwa 50 Meter weiter ist er fündig geworden. In der vierten bis siebten Etage wird es ab Mitte 2019 fünf Kinosäle geben.





Einen großen mit 200 Sitzplätzen – mit schön viel Sitzabstand zwischen den Reihen – sowie zwei Kleine mit jeweils 45 bis 50 Plätzen sowie Bibliothekräume mit Büchern an den Seitenwänden und einer gemütlichen Clubatmosphäre. Flebbe erhofft sich, dass nicht nur die MyZeil-Kunden den Weg in sein Premiumkino finden, sondern auch die Passanten von außen, die sich einen schönen Abend machen wollen und vielleicht, so das Kalkül von MyZeil, vor oder nach dem Filmerlebnis noch etwas im Einkaufscenter essen oder trinken. Wie man es bisher von der Astor Film Lounge gewohnt war, wird es wieder manche Sitzreihen mit Fußhockern geben, die Kinosäle können auch für Firmenevents und Geburtstage angemietet werden und zum Kinoerlebnis gehört ein Service am Kinosessel mit dazu.





Es gibt Wein und kleine Leckereien fernab vom Popcorn- und Nachoallerlei, das Großraumkinos sonst so bieten. „Wir werden auch Filme in der Originalfassung zeigen. Nicht nur, aber auch“, kündigt Flebbe an. Vor allem Besucher ab 35 Jahren, also Personen, die sich Filme nicht über Netflix ansehen, sondern ein besonderes Erlebnis wünschen, will Flebbe, wie er sagt, ansprechen. Diese Klientel sei dann auch bereit für das Quäntchen mehr Service und Bequemlichkeit 10 Euro für eine Kinokarte zu bezahlen. Ab September 2018 will Flebbe mit dem Innenausbau des neuen Standorts beginnen und dafür insgesamt 6 Millionen Euro investieren.




Foto: Jan Bitter

Aber auch was Marcus Schwartz im restlichen MyZeil vorhat ist ganz großes Kino. Wie schon berichtet, wird bei laufendem Betrieb nicht nur die Gastronomieetage komplett umgestaltet und im Sinne eines Foodtopia mit neuen Cafés, Restaurants und einer Plaza für Events versehen.





Außerdem wird es eine Dachterrasse mit Skylineblick und einen Wintergarten geben. Auch im Rest des markanten, von ECE betriebenen Konsumtempels sind bauliche Veränderungen geplant, die sich ECE rund 70 Millionen Euro kosten lässt. Neue Toiletten, eine neue Rolltreppe vom vierten Obergeschoss nach unten, ein anderes Lichtkonzept, viel mehr Sitzgelegenheiten, eine neue Optik mit Holzfliesen, neue Wegführungen und ein Concierge Desk sowie einige Schließungen oder Änderungen der bisher luftigen Deckenlöcher – es ist viel zu tun bis zur geplanten Fertigstellung im Frühjahr 2019.





„Wir werden die Zeil kaum belasten und die Anlieferung und Logistik über das Palais Quartier organisieren“, sagt Marcus Schwartz. Die Vision der neugestalteten MyZeil heißt Shoptainment, denn Einkaufen allein ist den Kunden anscheinend längst nicht mehr genug. Zur neuen Gastronomie gehören unter anderem Food-Konzepte wie Friends&Brgrs, La Maison du Pain, Dean&David, Alex und Coa. Noch wurde übrigens nicht bestätigt, dass auch Jamie Oliver ein italienisches Lokal eröffnen wird, es soll aber ein in Deutschland neues gastronomisches Konzept aus UK in MyZeil einziehen.





Und auch wenn die Kunden von den Umbauarbeiten möglichst wenig gestört werden sollen, so werden ab sofort doch bis zu 200 Bauarbeiter und Monteure in MyZeil beschäftigt sein, allein 80 Ingenieure und Techniker sind laut Schwartz mit der Planung befasst und am Ende werden nicht nur Geldscheine in das Umbauvorhaben investiert worden sein, sondern auch bis zu 400.000 Arbeitsstunden.



8. März 2018
Nicole Brevoord
 
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Fotogalerie:
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Wolfgang Griesinger am 12.3.2018, 12:40 Uhr:
12 Jahre nach der Eröffnung für 70 Mio. umbauen!? Welche "Nieten in Nadelstreifen" waren denn damals für diese Fehlplanung verantwortlich, dass man jetzt für 70 Mio umbauen/nachbessern lässt? Naja, gibt ja genügend dumme Investoren, die auf so eine Geldverbrennungsanlage reinfallen- besser:dort reingeworfen werden. Hauptsache, die Vorstände, Berater usw. können sich ihre Provisionen und Prämien auszahlen.
 
 
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