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Vierte Klima-Piazza im Frankfurter Zoo
 

Vierte Klima-Piazza im Frankfurter Zoo

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Mensch und Tier im Hitze-Stress

Foto: Frankfurt Green City
Foto: Frankfurt Green City
Vom 16. bis 18. August findet im Frankfurter Zoo die vierte Klima-Piazza statt. An sechs Info-Ständen können sich Besucherinnen und Besucher während der drei Aktionstage über die Themen Klimawandel und Biodiversität informieren.
„In den kommenden 20 Jahren wird sich entscheiden, ob wir den Sprung hin zu einer nachhaltigen Lebensweise schaffen oder nicht. Und wenn nicht – dann sieht es dunkel aus“, sagte Zoodirektor Miguel Casares bei der gestrigen Vorstellung der Klima-Piazza und wies auf die Bedeutung von Zoos hin. Diese seien schließlich global vernetzte Forschungszentren und Bildungsstätten. Dem stimmte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) zu. „Die Auswirkungen des Klimawandels sieht man zwar überall, aber es ist auch wichtig, die komplexen Zusammenhänge dahinter zu verstehen. Zoos haben die Möglichkeit, dies zu vermitteln.“ Dass Klimawandel und Klimaanpassung zwar globale aber eben auch lokale Themen sind, betonte Peter Dommermuth, Leiter des Umweltamtes. Dabei müsse man sich fragen: Was tut die Stadt?

Diesen und vielen weiteren Fragen wird an drei Tagen vom 16. bis 18. August an zahlreichen Informationsständen zwischen Zoogesellschaftshaus und Weiher im Frankfurter Zoo nachgegangen. Interessierte sind dazu eingeladen, sich über die Themen Klimawandel, Klimaanpassung und Biodiversität zu informieren. Bei der vierten Auflage der sogenannten Klima-Piazza, die aus einer Zusammenarbeit zwischen Umweltdezernat und Zoo entstanden ist, finden sich Themenhäuser wie „Stadtgestaltung und Bauen & Wohnen“, „Lebensraum der Tiere“ und „Gesundes Leben und urbane Landwirtschaft“. Besucherinnen und Besucher können etwas über die Klimaanpassung im städtischen Raum und über die Anpassungsstrategien der Tiere lernen. Im Raum steht die Frage: „Wie können wir Stadträume so gestalten, dass sich Menschen und Tiere gern in ihnen aufhalten?“ Eine Antwort darauf ist Begrünung. Denn Bäume, Sträucher, begrünte Fassaden und Dächer bringen Abkühlung in die Stadt, dämpfen den Verkehrslärm und fördern die Aufenthaltsqualität.

Zwischen den Info-Ständen steht Neophyten-Experte Peter Becker an seinem Wildkräuterstand, an dem er Lebensmittel vorstellt, die selbstverständlich auch probiert werden können. Becker macht aus unliebsamen Pflanzen, die sich durch steigende Temperaturen zunehmend auch bei uns heimisch fühlen, verschiedene Aufstriche. Schräg gegenüber begeistert ein zaubernder Gemüsehändler die Besucherinnen und Besucher. Und auf dem Klimaplanatlas können sich Interessierte anschauen, wie heiß es in ihrem Stadtteil ist.

„Besucherinnen und Besucher sollen hier nicht nur informiert werden. Ich wünsche mir, dass sie auch selbst aktiv werden“, so Hartwig. Und deshalb lädt die Klima-Piazza auch gleich zum Mitmachen ein: Zum Programm gehören Expertengespräche und Diskussionsrunden. Außerdem können auf der „Klima-Safari durch den Zoo“ Tiere entdeckt werden, die in der Natur vom Klimawandel betroffen sind. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, mit den Pflegerinnen und Pflegern an den jeweiligen Stationen ins Gespräch zu kommen.

>> Klima-Piazza, 16.8.-18.8., 10-18 Uhr, Zoo Frankfurt, www.frankfurt-greencity.de
15. August 2019
Helen Schindler
 
Helen Schindler
Jahrgang 1993, Studium der Politikwissenschaft an der Goethe-Universität, seit 2017 beim Journal Frankfurt – Mehr von Helen Schindler >>
 
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