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Energiereferat Frankfurt

„Das Abenteuer ist nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt“

Seit Freitag sind in Hessen Sommerferien und in vielen Familien wird die Urlaubsfrage diskutiert. Das Energiereferat Frankfurt hat dazu eine Kampagne gestartet, die klimafreundliches Reisen in den Fokus rückt und verrät, warum Fernreisen nicht zwangsläufig notwendig sind.
„Staycation“ – so lautet der Begriff für Ferien zuhause, für „Urlaub auf Balkonien“. Ein Begriff, der gerade während der Corona-Krise und der damit verbundenen Lockdown-Phase immer präsenter wurde. Nun, nach ersten Lockerungen und dem Beginn der hessischen Sommerferien, wird in vielen Familien die Frage nach dem Sommerurlaub wieder vermehrt gestellt. Das Energiereferat der Stadt Frankfurt hat nun die Kampagne „Klimafreundliches Reisen“ gestartet, die Tipps für die Reise gibt, über Treibhausgase informiert und zahlreiche Ausflugsziele in Frankfurt und der Umgebung vorstellt.

„Es muss nicht immer die große Fernreise sein“, sagt Wiebke Fiebig, Leiterin des städtischen Energiereferats. „Auch in Frankfurt gibt es viel zu entdecken. Manchmal ist das nächste Abenteuer nur ein paar U-Bahn-Stationen entfernt.“ Auf ihrer Webseite haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun eine interaktive Karte erstellt. Sie verrät, wo es sich in Frankfurt und Umgebung wie an der Côte d’Azur, in der Kalahari-Wüste oder in Seattle anfühlen kann und was zum Beispiel der Hammering-Man damit zu tun hat. Diese Karte ergänzt den Blogbeitrag „Zuhauseurlauber“, bei dem Tipps für den Urlaub in Frankfurt gegeben werden. Darüber hinaus informieren sie über klimaschonendes Reisen, welche Vorteile die Nutzung von Bus und Bahn bringen und wie viele Treibhaus-Abgase generell beim Reisen entstehen. Hier sorgt eine Grafik für einen Überblick.

Eigentlich habe man das Thema bereits für den März eingeplant, wenn die ersten Familien mit ihren Reiseplanungen starten, erklärt Fiebig. Doch aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Lockdown-Phase habe das Wort „zuhause“ plötzlich eine ganz andere Konnotation bekommen. „Reisen war erst einmal nicht möglich. Dementsprechend haben wir das Thema nun auf den Sommer verlegt“, so Fiebig. Denn gerade zur Ferienzeit habe das Thema, wie auch in der aktuellen Ausgabe des JOURNAL FRANKFURT, wieder an Relevanz gewonnen.

Seit 30 Jahren für den Klimaschutz

Das Energiereferat Frankfurt wurde im Jahr 1990 mit dem Ziel gegründet, die Menschen und Unternehmen in Frankfurt in Sachen Klimaschutz zu unterstützen, aufzuklären und zu informieren. Neben Energiekosten und Umweltmanagement werden beispielsweise auch Radfahren, Ernährung und Stromsparen aufgegriffen. „Wir wollen das Thema Klimaschutz von allen Seiten beleuchten, positive Beispiele bringen und den Bürgerinnen und Bürgern Hilfestellungen bieten. Drohende Zeigefinger finden bei uns keinen Platz“, so Fiebig. Für die kommenden Monate seien bereits weitere Themen wie Klimaschutz und Konsum – passend zum Blackfriday – geplant. Dann werde es vielleicht keine Online-Karte, sondern ein Pop-up-Zelt für Kleidertauschpartys geben, verrät Fiebig.

>> Das JOURNAL FRANKFURT beschäftigt sich in der Titelgeschichte „Der perfekte Tag. Kurz mal weg – nach Frankfurt und in die Region“ der aktuellen Ausgabe (07/2020) ebenfalls mit dem Thema Urlaub und warum dieser – trotz Corona-Krise – nicht ausfallen muss.
 
3. Juli 2020, 13.40 Uhr
Sina Eichhorn
 
Sina Eichhorn
Jahrgang 1994, Studium der Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, seit Oktober 2018 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Sina Eichhorn >>
 
 
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