Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
„Starke Stücke“: Blutsschwestern
 

„Starke Stücke“: Blutsschwestern

0

Eine starke Frauengemeinschaft

Foto: Rainer Berson
Foto: Rainer Berson
Das Tanztheater „Blutsschwestern“ aus Österreich bringt Themen auf die Bühne, mit denen sich Frauen täglich auseinandersetzen müssen, die sie aber nicht immer auszusprechen vermögen. Zurzeit gastiert das Stück in Frankfurt.
„Dieses Stück ist für die, die immer zu viel wollen; wir wollen noch mehr.“ Und zwar wollen sie ein selbstbestimmtes Leben, gleiche Rechte und jegliche Zuschreibung sowie Erwartungshaltung ablegen: die Blutsschwestern – eine Gemeinschaft, in der junge Frauen Schutz, Freundschaft, Liebe und auch Spaß finden.

„Blutsschwestern“ ist eines der Inszenierungen für Kinder ab 13 Jahren, das während des Internationalen Theaterfestivals für junges Publikum „Starke Stücke“ in Frankfurt gastiert. Bei der österreichischen Produktion geht es um fünf Frauen, die die Bühne erobern und eine kraftvolle Tanzperformance abliefern, mit einer eindeutigen Message: Wir sind zufrieden so wie wir sind und wollen uns von niemandem etwas vorschreiben lassen. Sie bringen Themen auf die Bühne, die Frauen nicht immer auszusprechen vermögen, aber mit denen sie dennoch fast tagtäglich konfrontiert werden.

Die Blutsschwestern stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, hinterfragen ihre Identität und setzen sich mit ihrem Körper auseinander. Sie tragen Masken in Form von Tieren, die Eulen, Wölfe oder Wildschweine darstellen; ihre Tanzelemente sind ein Mix aus Modern Dance, Hip-Hop, Ballett und rhythmischer Sportgymnastik; die Musik besteht teils aus selbst komponierten Songs, teils aus Charts-Ohrwürmern, die beim Publikum sehr bekannt sind; als Requisiten haben sie ein Gerüst, auf dem sie turnen, einige Utensilien, mit denen sie herumspielen, und Kleidung, welche sie zum Schluss alle ablegen.

Dabei kann es sehr persönlich werden, denn jede Performerin bringt ihre eigenen Erlebnisse und Meinungen mit rein. Sie stammen aus fünf verschiedenen Kontinenten, haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht, aber fühlen sich dennoch wie eine Einheit. Blutsschwestern eben. „Man muss nichts blutsverwandt sein; man muss auch keine Schwester sein. Man muss nur weiblich sein – oder sich wenigstens so fühlen“, wird gesagt. Dazu kann jeder gehören – ungeachtet seines Aussehens, Herkunft oder Meinung.

Für die Grundidee war Regisseurin Corinne Eckenstein zuständig. Während der sechswöchigen Proben haben die Schauspielerinnen selbst viel improvisiert. „Jeder konnte etwas beisteuern, weil das Thema alle betrifft“, erläutert Eckenstein. „Wir haben diese Form des Tanztheaters gewählt, weil man viele verschiedene Möglichkeiten hat eine Geschichte zu erzählen.“

Blutsschwestern ist nochmals heute Abend um 19 Uhr in sankt peter zu sehen. Weitere Infos: www.sanktpeter.com
 
2. März 2018, 11.12 Uhr
Martina Schumacher
 
Martina Schumacher
Jahrgang 1991, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit 2016 beim Journal Frankfurt – Mehr von Martina Schumacher >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Nach 42 Jahren sieht Harald Metz keine Zukunft mehr für das Berger Kino. Schuld daran ist nicht nur Corona. Vor allem die Streaming-Dienste sieht Metz als Gefahr. Für Christopher Bausch, Geschäftsführer der Arthouse Kinos, ist das Kino aber noch lange nicht tot. – Weiterlesen >>
Text: Laura Oehl / Foto: Harald Schröder
 
 
Stephan Köhr zwischen E- und U-Musik
0
Lebenslange Liebe
Stephan Köhr ist Fagottist im Orchester der Oper Frankfurt. Den Lockdown nutzte der Seulberger für die Produktion der zweiten CD seines Projektes „Eskalation“ und stellt sein für viele weniger bekanntes Instrument in einen komplett anderen Kontext. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Katrin Köhr
 
 
Filmverleiherin Julia Peters stellt am Dienstagabend in einer Online-Diskussion ihre Produktion „Generation Wealth“ vor. Sie wird im Rahmen der Reihe „Böll Kino“ gezeigt. – Weiterlesen >>
Text: Gregor Ries / Foto: Jip Verleih
 
 
 
Act Local – Fokus Rhein-Main
0
Vor leerem Saal, mit voller Kraft
Mit zwei weiteren Konzerten führt die hr-Bigband ihre „Act Local – Fokus Rhein-Main“-Reihe fort. Folge 4 bringt eine echte Überraschung, denn keine Jazz-Solistin wurde eingeladen, sondern mit Fee. eine junge, angesagte Singer/Songwriterin. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Christoph-Seubert
 
 
Frankfurter Stadtevents
0
Reinheitsgebot statt Abendbrot
Bereits zum dritten Mal findet am 28. Januar ein virtueller Bierspaziergang durch Frankfurt statt. Dabei lernen die Teilnehmenden nicht nur viel über Braukunst, sondern entdecken vielleicht auch das ein oder andere neue Bier. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Frankfurter Stadtevents
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  713