Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Landesamt für Denkmalpflege
 

Landesamt für Denkmalpflege

1

Denkmalschutz für Theater am Willy-Brandt-Platz?

Foto: Nils Bremer
Foto: Nils Bremer
Denkmalschützer haben die Theater-Doppelanlage, die das Schauspiel und die Oper beherbergt, in Augenschein genommen. Ob sie unter Schutz gestellt wird, ist aber unklar – denn das Unterfangen ist komplex.
Vor zwei Wochen nahm eine Diskussion in Frankfurt Fahrt auf, die bis dahin nur Eingeweihte auf dem Schirm hatten: Das Gebäude von Oper und Schauspiel ist marode – was nun?

Schnell wurden gleich mehrere Ideen diskutiert: Lässt sich das Gebäude im laufenden Betrieb sanieren? Wenn nicht: Wohin weichen die Bühnen aus? Sollte man einen neuen Standort abseits der Innenstadt finden? Sollte man gar das historische Theaterhaus wieder aufbauen, dessen Fassaden sich noch teilweise hinter dem modernen, jetzigen Äußeren verbergen?

Vorausgegangen war eine Inspektion des Gebäudes durch Vertreter des Hochbauamts, einem Hamburger Planungsbüros und eben von Denkmalschützern von Stadt und Land. Am Montag nun fand eine weitere Begehung statt, die Frankfurter Rundschau berichtet, die Entscheidung über den Schutz liege nun beim Land Hessen. Heinz Wionski, Hauptkonservator beim Landesamt für Denkmalpflege, sagt: "Wir sind noch mitten in einem Diskussionsprozess."

Es seien gleich mehrere Aspekte, die es zu prüfen gelte: Der verdeckte Altbau aus der Jahrhundertwende, die Bühnentechnik, die teilweise Neukonzeption des Gebäudes nach dem Brand der Oper im Jahr 1987 und auch die Tatsache, dass sich Fassade und Foyer ebenfalls nicht mehr im Zustand des Baujahres befänden.

1960 hatte das Schauspiel, bis daher fliegend in der Stadt unterwegs, seine feste Spielstätte am heutigen Willy-Brandt-Platz bekommen – bis 1962 wurde die Jugenstil-Fassade der Oper abgetragen oder überbaut, die heute charakteristische Glasfassade entstand. Die Künstler Marc Chagall und Zoltán Kemény steuerten Kunstwerke bei, 1963 wurde die Theater-Doppelanlage eröffnet.

"Entscheidend ist nun zu fragen: Wo ist die Substanz", erklärt Herr Wionski. Das Hamburger Planungsbüro habe den Bestand aufgearbeitet – und nun werde weiter eben diskutiert. Eine Entscheidung liege noch nicht vor – diese würde ohnehin in Absprache mit allen Beteiligten, auch den Bühnen selbst, gefällt.
 
2. August 2016, 11.39 Uhr
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
Mail schreiben
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Tobías Rûger am 3.8.2016, 00:15 Uhr:
Interessanter Gedanke, die alte Fassade wieder herzustellen. Das »Abtragen« war ja völlig grundlos, damals, 1960. Wobei das Glasfoyer natürlich auch cool ist. Vielleicht kann man es ka an anderer Stelle verwerten. Z.B. für eine Philharmonie.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Um besser planen zu können, haben sich die hessischen Staatstheater in Wiesbaden, Darmstadt und Kassel, das Hessische Landestheater Marburg und das Stadttheater Gießen dazu entschlossen, ihren Spielbetrieb bis Ende Januar auszusetzen. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Staatstheater Wiesbaden © Sven-Helge Czichy
 
 
JAZZ MONTEZ VIDEO GAMES
0
Musik an ikonischen Orten
Nach ihrem „Open House“-Festival im MAK Mitte März kam Corona und das Aus für Livekonzerte. Die Jazz Montez e.V. suchte sich neue Herausforderungen. John Steinmark erzählt davon im Interview mit dem JOURNAL FRANKFURT. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Bruno Papic
 
 
Virtuelle Stadtführungen
0
Frankfurt von der Couch erkunden
Der „Lockdown light“ beschränkt die Freizeitgestaltung momentan vor allem auf die eigenen vier Wände. Die Frankfurter Stadtevents haben sich deshalb einige virtuelle Events überlegt und laden zur Bierverkostung oder zur Kostüm-Führung mit Goethe ein. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Unsplash
 
 
 
Shorts at Moonlight
0
Ein Herz für Kurzfilme
Nach dem erfolgreichen Online-Programm im Sommer, liefert das Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ mit einer Winter-Edition noch einen Nachschlag. An jedem Adventswochenende wird ein weiteres Kurzfilmpaket freigeschaltet. – Weiterlesen >>
Text: Gregor Ries / Foto: Shorts at Moonlight
 
 
Grammy-Nominierungen für hr-Bigband
0
Unverhofft kommt oft
Freudige Nachrichten aus dem Hessischen Rundfunk. Die beiden CD-Produktionen „Holy Room“ mit der Sängerin Somi sowie „Songs You Like A Lot“ mit John Hollenbeck sind für die Grammy Awards 2021 nominiert worden. Da heißt es wieder einmal: Daumen drücken. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Anna Longworth
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  709