Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Krimis mit Lokalkolorit
 

Krimis mit Lokalkolorit

0

Spannende Sommerlektüre aus Frankfurt

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Mit einem packenden Buch in der Hand wird jeder Strandtag und jede Bahnfahrt zum Vergnügen. Wir stellen drei Krimis, die in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet spielen, vor und verlosen drei handsignierte Schmöker.
Vor vier Jahren hat Petra Tursky-Hartmann alias Hanna Hartmann mit der Arbeit an ihrem neuesten Krimi begonnen. Die langjährige SPD-Politikerin hat nach einem Jobwechsel die Ruhe gefunden, ihre vielseitigen Erfahrungen und Eindrücke literarisch zu verarbeiten. „Das reift in einem. Man sitzt vor der Handlung wie vor einer Kiste mit einem 1000-Stück-Puzzle.“ Bezeichnenderweise hat sie sich auf Krimis spezialisiert. Ihr aktuelles Werk „Totengräbers Tochter“ liest sich flüssig, wartet mit einigen unerwarteten Wendungen auf und bettet eine spannende Handlung ausgerechnet in eine Montagsdemo der Fluglärmgegner ein. Es geht um Drogenschmuggel am Frankfurter Flughafen, um ein Gewitter, das den Airport lahmlegt und eine mysteriöse Tasche in der Ankunftshalle, in der die Polizei eine Leiche findet. Tursky-Hartmanns Erfahrungen als Flugbegleiterin sowie die über die Jahre erworbene Sachkenntnis lassen die actionreiche Krimihandlung glaubhaft erscheinen. „Die Geschichte ist inspiriert vom Leben, vielleicht hatte ich auch das Gefühl, da ist etwas unbearbeitet geblieben, was ich über Jahre hinweg nicht auflösen konnte,“ sagt die Sachsenhäuserin, die während ihrer politischen Laufbahn vor allem auch von Ausbaugegnern nicht immer mit Samthandschuhen angepackt wurde. All ihre drei Krimis hätten mit ihr zu tun. „Meine Kommissarin hat meine Macken!“. Mit „Totengräbers Tochter“ will Petra Tursky-Hartmann, wie sie sagt, „einfach nur unterhalten“. „Setz Dich in den Zug von Frankfurt nach Berlin, nimm das Buch und schalte beim Lesen einfach ab.“ Selbst liest die Autorin übrigens gar nicht gern Krimis, sondern lieber Tageszeitungen und Reisereportagen. „Aber ich schau gerne „Tatort!““. Dass sie dennoch Kriminalromane verfasst, hat einen Grund: „Frankfurt war so lange Hauptstadt des Verbrechens, da muss man einfach hier Krimis schreiben.“

Auch der Krimiautor Uwe Alexi hat gerade mit „Blut &Rache“ sein drittes Werk vorgelegt und auch er hat ein Vorleben, das vielleicht auch seine Bücher prägt. Eigentlich war der 51-Jährige Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Er lebte für den Job, bis er bald kein Leben mehr hatte. Diagnose: Burnout. Der 51-Jährige liest gerne Krimis, sie bringen ihm den Nervenkitzel, der im Alltag nun mal nicht immer da ist und seine Geschichten, so verriet er uns, entstehen beim Schreiben, einen Plan gibt es nicht. Der eigentliche Zahlenmensch gehe dabei chaotisch vor. Herauskommt dann nach „Niemand wird Dich vermissen“ und „Opfer & Täter“ immer wieder ein packendes Stück Unterhaltung. Im aktuellen Thriller „Blut und Rache“ ist dem verurteilten Luka Basler nach seiner frühzeitigen Haftentlassung aus dem Gefängnis keine Ruhe beschieden. Sein neues Leben soll im beschaulichen Bad Homburg beginnen. Doch seine Vergangenheit bleibt nicht verborgen und als im Kurpark ein Mord verübt wird, kann die Hetzjagd losgehen. Bald folgt Journalist Armin Anders der packenden Geschichte.

In einem beschaulichen Hausboot in Höchst lebt Kommissar Tom Bohlan, theoretisch. Denn die Ermittlungen treiben ihn immerzu durch die Stadt, weil der Frankfurter Krimiautor Lutz Ullrich immer wieder aus einem Füllhorn mörderischer Ideen schöpft, die sich in äußerst unterhaltsamen Lokalkrimis niederschlagen. Lutz Ullrich arbeitet als Rechtsanwalt in Frankfurt, seine Inspirationen findet er unter anderem in der Presse. Und Fantasie hat er auch. In „Klaa Pariser Blut“ wird nicht nur die schöne Staatsanwältin Felicitas Maurer ermordet. Es stellt sich auch die Frage, was der Polizist Steininger neben der Leiche der erstochenen Frau zu suchen hatte. Doch damit ist Tom Bohlan längst noch nicht ausgefüllt, er muss auch noch klären, wer hinter dem Mord an der Prinzessin der Klaa Pariser Fassenacht steckt. Mysteriös sind die Ähnlichkeiten zum Mord an der Staatsanwältin. Und letztlich wird es einem gewahr, dass die Fastnacht gar nicht mal so lustig, sondern eine todernste Sache ist.
Wir verlosen drei von Lutz Ullrich handsignierte Exemplare von „Klaa Pariser Blut“.

>> Hanna Hartmann: Totengräbers Tochter, Societäts Verlag, 12,80 Euro.
>> Uwe K. Alexi: Blut und Rache, UKA Verlag, 12 Euro.
>> Lutz Ullrich: Klaa Pariser Blut – Kommissar Bohlans achter Fall, LASP-Verlag, 10,95 Euro.
20. Juli 2017
Nicole Brevoord
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Newcomer Bandcontest
0
Und die Teilnehmer sind ...
Auch beim 26. Musikspektakel von 20. bis 22. Juli, dem Open Doors in Neu-Isenburg, gibt es wieder einen Newcomer Bandcontest. Von Jahr zu Jahr kommen mehr Bewerbungen, 2018 wurden von der Jury wieder fünf interessante Bands ausgewählt. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Klub Erika
 
 
Gesprächsreihe im Museum Angewandte Kunst
0
Michel Friedman philosophiert wieder – jetzt im Museum
"Michel Friedman im Gespräch mit ..." – unter dieser Überschrift kehrt ein Gesprächsformat mit dem Publizisten Michel Friedman zurück. Mitte März hat er die Literaturwissenschaftlicher Barbara Vinken zu Gast. – Weiterlesen >>
Text: nil / Foto: Harald Schröder
 
 
Eine Menge an Menschen, Meinungen und ein Meer an Filmen bietet die diesjährige Berlinale. Unser Kinoredakteur Andreas Dosch bahnt sich seinen Weg durch die Massen. – Weiterlesen >>
Text: Andreas Dosch / Foto: Andreas Dosch
 
 
 
Tarq Bowen in der Brotfabrik
0
Es geht bergauf
Schon nach seinen ersten Auftritten in Frankfurt, glaubten nicht wenige, einen zukünftigen Star erlebt zu haben. Doch Tarq Bowens Albumdebüt ließ auf sich warten. Nach einer TV-Show neben Bowie-Entdecker Tony Visconti in England geht es nun voran. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
Die Schirn zeigt Werke eines Weggefährten Andy Warhols – und bringt den New Yorker Underground der 80er ins Museum. Das ist überraschend und abseitig – inklusive eines kleinen Clubs. – Weiterlesen >>
Text: nil / Foto: Edo Bertoglio, courtesy of Maripol
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  599 
 
 

Twitter Activity