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Ein Konzert für eine ganze Stadt

Momomomomomoses Pelhams Tourneeabschluss in der Batschkapp

Moses Pelham legt mit exzellenter Besetzung sein Abschlusskonzert in der Batschkapp hin – und legt im Vergleich zum Auftritt vom 10. April noch eine Schippe drauf. Die Stimmung: Diesmal wirklich bombastisch.
Am 10. April, beim ersten von drei Frankfurt-Konzerten Moses Pelhams in der Kapp, war erstmal fraglich, ob es überhaupt stattfinden wird. In der Nähe war eine Weltkriegsbombe gefunden worden – doch der erste Versuch der Entschärfung wurde auf 22 Uhr geschoben, auf dass das Konzert noch stattfinden kann. "Ihr wisst schon, dass wir ein bisschen Zeitdruck haben", meinte der Rapper dann zu fortgeschrittener Stunde. Die Liebe zur Stadt, die Liebe zu alten Zeiten war spürbar auch im Publikum – bis hin zu einem von vielen Höhepunkten als "für alle die über 30 sind" die RHP-Hymne "Wenn es nicht hart ist" von Pelham selbst und Gästen wie Vega oder Credibil gegeben wird. Hinter jedem zweiten Lied stimmt das Publikum den Song "Momomomomomoses Pelham", was ziemlich gut funktioniert.

Zwei Wochen später ist die Stimmung gleich eine noch bessere, der Sound noch klarer, alles irgendwie relaxter, die Bombe ist entschärft, die Band eingespielt und Pelham kurz davor, bald den Druck los zu sein, den so eine Tour bedeutet. Das Herz schlägt für die Stadt, die Beats sowieso, der Sound ist rockig, wozu auch Ali Neander beiträgt – der Rodgau-Monotones-Mann kann aber nicht nur das, sondern auch hessisch rappen und mit dem Spruch "Erbarmen, zu spät, die Hesse komme" das Frankfurter Publikum voll abholen. Das gilt auch für die Coverversion des Böhse-Onkelz-Lied "Für die Ewigkeit", ideal zum Mitgröhlen, "Frankfurter Jungs" wird auch nach jedem zweiten Lied geschmettert. Am Ende dann noch die Begegnung mit dem Norden, "Eisgekühlter Bommerlunder" in einer smoothen Version und dazu ein belegtes Brot mit ... Tofu, natürlich. Das ist natürlich alles sehr lustig und entspannt weit weg vom Möchtegern-Battlerap dieser Tage. Dann ist es vorbei, das schöne Konzert, die schöne Tour. Und in der Toilette der Kapp stimmen einige Jungs am Pissoir "Momomomomomoses Pelham" an. Großes Gekicher.
 
27. April 2018, 11.35 Uhr
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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