Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Ausstellung im Vitra-Showroom
 

Ausstellung im Vitra-Showroom

0

Im 120-Sekunden-Takt

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Wie sieht Heimat im Zeitalter der Globalisierung aus? Diese Frage haben sich fünf Architekturbüros und eine Designagentur gestellt und präsentieren ihre Installationen dazu nun im Vitra-Showroom.
120 Sekunden wartet man an der Ampel auf der Gutleutstraße vor dem Vitra-Showroom: Längst nicht genug Zeit, um sich die sechs Installationen in den Schaufenstern anzuschauen, stellt Werner D'Inka, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, am Mittwochabend bei der Eröffnung fest. Die Konsequenz daraus? Zu Fuß kommen, folgert er in seiner Laudatio. Es ist bereits die 8. "Ampelphase" – so werden die Ausstellungen von Vitra betitelt, die das Schweizer Unternehmen ungefährt alle zwei Jahre ausschreibt. Architekturbüros können den Showroom zu einem vorgegebenen Thema mit Installationen bespielen. Dieses Mal lautet der Titel der Ausstellung "Same same but different". Die sechs teilnehmenden Büros haben Positionen zum Thema Vertrautheit und Fremde in einer globalisierten Welt erarbeitet.

Da ist das zum Beispiel eine Wand aus gelben Stühlen. Das Architekturbüro RitterBauer Architekten will mit der Skulptur Grenzen"los" veranschaulichen, dass es eine Grundvoraussetzung für Integration ist, Mauern einzureißen. So löst sich diese Wand aus Stühlen zum Teil auf und geht in eine kreisförmige Anordnung über. Der Stuhlkreis als Zeichen für Integration, denn "wir können der Vereinigung entgegenwirken und uns abschotten und isolieren oder uns gemeinsam im Gespräch begegnen", so ein Sprecher des Büros. Im Anschluss an die Ausstellung werden die Stühle an den Verein Grenzenlos e.V. in Aschaffenburg gegeben. Dort sollen sie der gelebten Integration dienen indem sie die Bestuhlung eines integrativen Projekts bilden.

Die Designagentur Markgraph hingegen hat mehr mit dem Begriff der Heimat gespielt und eine interaktive Arbeit konzipiert. Eine überdimensionale Kuckucksuhr ist bestückt mit diversen Gegenständen, mit denen die Mitarbeiter des Büros jeweils ein Gefühl von Heimat verbinden. In der Mitte ist ein Bildschirm in dem man über einen QR-Code und die persönliche Kombination vorgegebener Symbole ein Heimatbild generieren lassen kann. Fast kaledeidoskopisch zeigt der Automat eine individualisierte Kurzfilm-Montage, die einerseits Heimatstereotypen aufgreift und andererseits damit zur Reflexion über deren Herkunft anregt.

Neben RitterBauer Architekten und dem Atelier Markgraph sind auch die Studios BilleBeyeScheid Architekten, msm meyer schmitz-morkramer, OBERMEYER Planen + Beraten und Rossmann + Partner Architekten mit interessanten Installationen beteiligt.

>> "Same same but different", 8. Ampelphase, 24. August - 13. September 2017, Vitra-Showroom, Gutleutstraße 89. Mehr Informationen unter www.ampelphase.com.
28. August 2017
Tamara Marszalkowski
 
Tamara Marszalkowski
Theaterredakteurin. Jahrgang 1987, Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik in Frankfurt, seit 2015 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Tamara Marszalkowski >>
Mail schreiben
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Neue Leiterin des Kulturamts
0
Sybille Linke übernimmt im Februar
Die neue Kulturamtsleiterin Sybille Linke wird ihren Posten Anfang Februar antreten. Dies wurde am Donnerstagnachmittag im Kulturausschuss bekanntgegeben. Die 58-Jährige verantwortete zuletzt den Fachbereich Kultur der Stadt Würzburg. – Weiterlesen >>
Text: rom/tm / Foto: privat
 
 
Schlüsselposition in der konzeptuellen Fotografie
0
Cindy Sherman erhält Max-Beckmann-Preis
Die Fotografin und bildende Künstlerin Cindy Sherman wird von der Stadt Frankfurt zur Preisträgerin des Max-Beckmann-Preises ernannt. Sie nehme eine Schlüsselposition in der konzeptuellen Fotografie ein, heißt es in der Begründung. – Weiterlesen >>
Text: tm / Foto: picture alliance / REUTERS/ HERWIG PRAMMER
 
 
Eine Show bringt die Beatles zurück auf die Bühne
0
Please, Mr. Postman – The Beatles Show
Beatles-Fans aufgepasst: Am 26. Januar kommt der unverwechselbare Sound der legendären Band mit einer großen Live-Show in die Jahrhunderthalle. Das JOURNAL FRANKFURT verlost 3x2 Karten für die Veranstaltung. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Jahrhunderthalle Frankfurt
 
 
 
Kulturmetropole Frankfurt-Rhein-Main
0
KulturRegion wächst weiter
Die KulturRegion FrankfurtRheinMain wächst weiter: Weitere Landkreise und Kommunen sind dem Verbund beigetreten. 2019 umfasst die regionale Zusammenarbeit nunmehr 49 Mitglieder mit über drei Millionen Einwohnern. – Weiterlesen >>
Text: Tamara Marszalkowski / Foto: Alexander Paul Englert
 
 
Gleich zwei Konzertabsagen
0
Namika erkrankt, Halperin verschoben
Wer sich auf das Konzert der Frankfurter Sängerin Namika am Montag im Gibson oder den Auftritt der Pianistin Tamar Halperin am Sonntag im Mousonturm gefreut hat, muss jetzt tapfer sein. Beide Termine wurden kurzfristig abgesagt. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: David Daub
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  640 

Twitter Activity