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Regeln gelten ab Freitag
 

Regeln gelten ab Freitag

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Stadt verschärft Corona-Maßnahmen

Foto: Unsplash
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Die Stadt Frankfurt hat als Reaktion auf den sprunghaft angestiegen Inzidenzwert verschärfte Maßnahmen beschlossen: Unter anderem werden eine Sperrstunde, ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und eine erweitere Maskenpflicht eingeführt.
Aufgrund der rasant steigenden Infektionszahlen in Frankfurt hat die Stadt am Dienstagmittag neue Maßnahmen bekannt gegeben; laut Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Bündnis 90/Die Grünen) überschreite Frankfurt den Inzidenzwert von 50 voraussichtlich am Mittwoch. Damit erreicht Frankfurt die vierte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen. Am Dienstagvormittag wurde der Inzidenzwert noch mit 46,5 angegeben. Aufgrund des Wissens um weitere Fälle, die in die Rechnung noch nicht mit eingeflossen sind, errechnete die Stadt zur Pressekonferenz bereits einen Wert von 49,2. Die am Dienstag beschlossenen Maßnahmen werden am Freitag in Kraft treten und sollen bis Sonntag, den 18. Oktober, gelten.

Ab Freitag gilt von 22 bis 6 Uhr eine Sperrstunde; Restaurants, Kneipen und Bistros müssen in diesem Zeitraum geschlossen bleiben. Für die Bewegungsfreiheit auf der Straße hat die Regelung jedoch keine Auswirkung. Darüber hinaus wird ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum eingeführt. Betroffen sind davon bestimmte Plätze, Straßen und Grünflächen. Eine genaue Auflistung dieser wird derzeit erarbeitet und soll voraussichtlich am Donnerstagmorgen von der Stadt bekannt gegeben werden. Die Einhaltung dieser Regel sei von nun an „ganz klarer Schwerpunkt für Ordnungsamt und Landespolizei“, betonte Gesundheitsdezernent Stefan Majer am Dienstag.

In einem weiteren Schritt soll eine Maskenpflicht in Einkaufspassagen und großen Einkaufsstraßen wie etwa der Zeil eingeführt werden. Die genauen Bereiche, in denen die Maskenpflicht dann gilt, sollen ebenfalls am Donnerstagmorgen bekanntgegeben werden.

Zudem soll das Hygienekonzept des Events „Herbst in der Stadt“ überarbeitet werden. Der für Donnerstag geplante Eröffnungstermin könne sich dadurch verschieben, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Dienstag. Auch dies soll bis Donnerstagmorgen entschieden werden.

Private Feiern im öffentlichen Raum werden auf maximal 25 Personen begrenzt, im privaten Bereich werden maximal zehn Gäste empfohlen. Diese Beschränkungen hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) vergangenen Woche vorgestellt. Im Bereich von religiösen Feiern gilt ab sofort eine Maskenpflicht analog zu Gottesdiensten.

Den Lockdown verhindern

„Die Maßnahmen sind heftig und sie sind uns nicht leicht gefallen“, sagte Oberbürgermeister Feldmann. Sie seien jedoch „der Preis dafür, dass ein weiterer Lockdown verhindert wird“, ergänzte Feldmann. Ziel sei es auch, durch diese Maßnahmen die Öffnung von Schulen und Kitas sowie die Realisierung des Weihnachtsmarktes zu sichern. Für die weiterführenden Schulen werde ebenfalls eine Maskenpflicht im Unterricht, wie sie Offenbach bereits eingeführt hat, in Betracht gezogen. Ob diese Regelung nach den Herbstferien gilt, soll sich in Kürze entscheiden. „Ich hoffe, dass die Menschen in Frankfurt mitgehen“, appellierte Majer am Dienstag.
 
6. Oktober 2020, 16.31 Uhr
ez/sie
 
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Leser-Kommentare

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Uwe Looschen am 8.10.2020, 09:48 Uhr:
Total verfehlte Maßnahme. Diese Entscheidung hat keinerlei nachweisbare Grundlage, dass die Gastronomie, sprich Restaurants, Kneipen, Bars, etc, zu einem weder einfachen noch massiven Anstieg der Infektionszahlen nachweisbar sind.
Ich nenne die Maßnahme Polemik, um den Bürgern vorgaukeln zu können, dass man was unternimmt. Leider an der total falschen Stelle. Ich hoffe, dass Herr Feldmann für diese Fehlentscheidung, bald zur Rechenschaft gezogen wird.
Und man bedenke auch die Folgen, dass der Herbst-Markt sozusagen ausfällt. Wer trägt die bereits entstandenen Kosten der Schausteller und Budenbesitzer? Ein Paradebeispiel, dass der Weihnachtsmarkt nicht statt finden wird. Das machen die Schausteller und Budenbesitzer gar nicht mehr mit.
Die Politik ist wankelmütig geworden und ist kein verlässlicher Partner mehr.
Und von der Maßnahme bzgl. Beherbung wollen wir gar nicht reden. Kein einziger Fachmann, sprich Virologe, kann diese Maßnahme folgen und bezeichnet diese als Quatsch. Selbst der Oberkritiker Lauterbach.
 
 
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