Es war etwas ruhig geworden um unseren Kolumnisten Ptrk900, aber nun meldet er sich gutgelaunt zurück und berichtet, wie es es ihm inzwischen ergangen ist. So war er unter anderem in Darmstadt und im Yachtklub.
ptrk9000 /
Na, da hat der Neuntausender sich schon lange nicht mehr gemeldet. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Schwerstens verliebt wird da vor lauter Yoga schonmal das Ausgehen mit geringfügiger Priorisierung versehen. Natürlich war ich schon aus gewesen, aber was will denn da beschrieben werden, etwa, dass sich eine blonde Werbegöttin und ein Hawaiihemdheini breit grinsend im Yachtklub gegenseitig die Kaltgetränke angereicht haben? Dass es in Undergroundbangerhöhlen wie der Weinstube im Nordend bös' gekracht hat? Eben! Ausserdem war ich auch mal ausserhalb. nämlich in Darmstadt, unterwegs gewesen, und von dort habe ich eine Bitte mitgebracht: Bitte macht mehr klassische Konzerte in Frankfurter Parks! Zum Darmstädter Heinerfest gab es Eines parkseitig, und auch das kann durchaus gefallen. Gut, vielleicht haben mir auch die Begleitumstände die Objektivität verwässert, aber das Leben als solches will ja auch genossen werden, ne.
Zum anderen habe ich die neuntausendjährige Tradition der Geburtstagswoche weitergeführt, und die geht wie folgt: In der Woche, in der sich der Wiegentag jährt, wird Urlaub genommen und ganztägig die Cocktailstunde zelebriert. Und da Urlaub sowieso nur etwas für Angestellte ist, dürfen die Freelancer natürlich gleich mitfeiern. Natürlich kommt auch hier der Yachtklub in mäßiger Dezenz wieder ins Spiel, welcher zusammen mit Madame Zechner einen würdigen Rahmen für eine noble Existenz darstellte.
Stellvertretend hierfür möchte ich den gestrigen Abend herausgreifen. So ein Sonntag verbringt auf dem Boot, liebevoll bekuschelt, schon very good. Schön ist es auch, Situationen umzudeuten: Auf dem Weg zum Schaukelschiffchen wurden die sichtlich ermatteten Läufer, von denen einige, wie die Werbegöttin treffend anmerkte, rein zustandsbedingt nicht gerade Reklame für die gesunde Wirkung sportlicher Ertüchtigung machten, von den Menschen angefeuert. "Du schaffst es!", "Noch ein paar Meter!" etc. Ja, dachten wir uns da, wir schaffen es zum Yachtklub, und das trotz der Hitze, noch ein paar Meter bis zum Sauergespritzten! Den Zieleinlauf erledigten wir mit Bravour und wurden im Inneren, auch wenn wir uns mit allerlei netten Menschen auf dem Aussendeck umgeben sahen, von den smarten Berlinern der Mock AG Form beschallt. Hierbei wurde ein epische Rundreise in Sachen Jazz- und Funkfusion und Postwhatever geboten, während die Skyline langsam, aber unaufhaltsam die Sonne verschluckte.
Auch so darf ein Sonntag zur Neige gehen, bis der letzte Durst ausgetrunken ist!