Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Wirtschaft
Startseite Alle NachrichtenWirtschaft
Trotz schwächelnder Bilanz
 

Trotz schwächelnder Bilanz

0

Millionenabfindung für Ex-Deutsche-Bank-Chef

Foto: John Cryan (©Deutsche Bank)
Foto: John Cryan (©Deutsche Bank)
Während das Top-Management sich über hohe Gehälter freuen darf, schrumpfen die Bonuszahlungen der Mitarbeiter pro Kopf kräftig. Der ehemalige Vorstandschef John Cryan erhält knapp 8,7 Millionen Euro.
Die Bankenbranche kämpft seit Jahren mit den Folgen niedriger Zinsen. Dennoch verdienen viele Bankenchefs weiterhin prächtig. Seitdem die Deutsche Bank und die Commerzbank offiziell Verhandlungen über eine mögliche Fusion aufgenommen haben, herrscht unter den Mitarbeitern zunehmende Unruhe. Wie das Handelsblatt berichtete, sind Mitarbeiter der beiden Banken bereits auf Jobsuche. Für zusätzlichen Frust dürften die hohen Zahlungen an das Top-Management sorgen. Vergangenen Freitag wurde der Geschäftsbericht der Deutschen Bank vorgestellt. Trotz geplantem Sparkurs der Bank, bekommen die rund 90 000 Mitarbeiter der Bank für das zurückliegende Geschäftsjahr Prämien. Insgesamt werden 1,9 Milliarden Euro an Bonuszahlungen ausgezahlt. Im vergangenen Jahr gab es 2,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2017 sank aber auch die Mitarbeiterzahl um acht Prozent.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing kann sich mit einer Auszahlung über sieben Millionen Euro amüsieren. Knapp 3,3 Millionen Euro davon sind sein Grundgehalt, der Rest geht auf Bonuszahlungen zurück. Der Top-Verdiener 2018 ist jedoch der stellvertretende Deutsche-Bank-Vorstand und Leiter der Investmentbank Garth Ritchie. Er erhält 8,6 Millionen Euro. Außerdem ist er für die Brexit-Vorbereitungen der Bank verantwortlich. Sewings Vorgänger, der gebürtige Brite John Cryan, war von Juli 2015 bis April 2018 Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Geldhauses. Rückwirkend für das vergangene Jahr, also für die drei vollen Monate, erhält er eine üppige Summe von 8,7 Millionen Euro. Für seinen unfreiwilligen Abschied erhält er neben der Abfindung auch noch eine Entschädigungszahlung in Höhe von 2,2 Millionen Euro mit dem Verbot in einem bestimmten Zeitraum für ein Konkurrenzunternehmen zu arbeiten.

2018 hatte die Deutsche Bank einen Gewinn von 341 Millionen Euro eingefahren, nach einem Verlust von 735 Millionen Euro im Vorjahr. Das größte deutsche Geldhaus ist auch immer wieder in teure Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Laut dem aktuellen Geschäftsbericht erwarten die Banker im laufenden Jahr teure Rechtsstreitigkeiten im Vergleich zum vergangenen Jahr. „Für 2019, und mit der Einschränkung, dass Prognosen für Aufwendungen von Rechtsstreitigkeiten von Natur aus schwierig sind, gehen wir davon aus, dass die Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten signifikant über dem Niveau von 2018 liegen werden.“
 
25. März 2019, 12.32 Uhr
Sheera Plawner
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Wirtschaft
 
 
Für 2021 plant die IAA eine Komplettüberholung ihres Konzepts. Nach dem Auslauf des Vertrags bewirbt sich Frankfurt erneut als Standort mit einem Konzept, das auch den ÖPNV und die Region einbinden soll. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: © Bernd Kammerer
 
 
„Frankfurt Digital Finance“
0
Finanzkonferenz im Frankfurter Zoo Palais
Zum ersten Mal findet am 5. Februar im Frankfurter Zoo Palais die Frankfurt Digital Finance-Konferenz statt. Künstliche Intelligenz, Blockchain sowie der Umgang mit Kryptowährungen bleiben die dominanten Themen der eintägigen Konferenz. – Weiterlesen >>
Text: srp / Foto: Unsplash/ Maryna Yazbeck
 
 
Das Statistische Landesamt Hessen hat die Inflationsrate für Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2019 bekannt gegeben. Demnach erhöhten sich die Preise in Hessen um 1,3 Prozent. Im Jahr 2018 betrug die Inflationsrate 1,5 Prozent. – Weiterlesen >>
Text: nre / Foto: Harald Reiss/Pixelio
 
 
 
Millionenbußgeld, aber keine Ermittlungen
0
Deutsche Bank muss 15 Millionen Euro Bußgeld zahlen
Die Ermittlungen gegen zwei Mitarbeitende der Deutschen Bank wurden „mangels hinreichenden Tatverdachts“ eingestellt. Die Deutsche Bank zahlt allerdings 15 Millionen Euro wegen Kontroll-Versäumnissen ihrer damaligen Tochtergesellschaft. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: Deutsche Bank
 
 
Die Aktienmarktteilnahmequote in Deutschland lag im Jahr 2018 bei 16 Prozent – weitaus weniger als in anderen Industrieländern. Fehlendes Wissen und viele Vorbehalte halten die Deutschen vom Aktienkauf ab. Dabei gibt es gute Gründe, Aktien zu besitzen. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: Pixabay
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  93