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Langano zieht sich zurück
 

Langano zieht sich zurück

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Rückschlag für Multifunktionsarena am Kaiserlei

Foto: Animation: Thomas Keßler
Foto: Animation: Thomas Keßler
Der Bau der Multifunktionsarena am Kaiserlei ist in weite Ferne gerückt. Der bevorzugte Bieter Langano hat die Frist für ein finales Angebot verstreichen lassen. Die für das Projekt zuständigen Dezernenten Markus Frank und Jan Schneider zeigen sich enttäuscht.
Die Multifunktionshalle am Kaiserlei steht offenbar vor dem Aus. Eigentlich sollte vergangenen Montag das finale Angebot des französischen Bieterkonsortiums eingegangen sein. Wie die Stadt nun verkündet, sei bis zum Ablauf der Frist kein Angebot eingegangen. Sportdezernent Markus Frank (CDU) spricht von einem traurigen Tag für den Profisport. Die Realisierung des Projekts, so Frank, rücke dadurch nach jahrelangem Warten in weite Ferne. Zu den Gründen, warum es nicht zur Abgabe des finalen Angebotes kam, möchten sich die für das Verfahren zuständigen Dezernenten Markus Frank und Stadtrat Jan Schneider (CDU) derzeit nicht äußern und zunächst die Erklärung des Bieters abwarten.

Die Stadt war davon ausgegangen, dass sich das Projekt auf der Zielgeraden befindet. Die Magistratsvorlage, mit der die beiden Dezernenten die Zustimmung des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung für den Zuschlag an Langano einholen wollten, liege bereits zur Finalisierung vor. „Das Amt für Bau und Immobilien hatte alles vorbereitet, um für das städtische Grundstück am Kaiserlei ein Erbbaurecht zu angemessenen Konditionen vergeben zu können“, sagte Schneider.

Aus dem Bieterverfahren für das Projekt am Kaiserlei waren zwei geeignete Bieter hervorgegangen. Langano erhielt aufgrund des kompakteren Flächenzuschnitts der Multifunktionshalle und der Einhaltung der Vorgabe, den Vereinen gute Spielbedingungen zu bieten, den Status des bevorzugten Bieters. Die Stadt wolle nun Gespräche mit dem zweiten Bieter, AEG Anschutz, aufnehmen. Dieser habe erst vor kurzem sein bestehendes Interesse am Projekt geäußert.

Die Grünen unterstützen Franks Vorhaben, Gespräche mit dem zweiten Bieter aufzunehmen. „Neben den hohen Erwartungen der Mannschaften aus Basketball oder Eishockey geht es ja auch um großes Entertainment. Ziel war und ist es, den Sport und den Veranstaltungsort Frankfurt und die Nähe zu Offenbach zu fokussieren.“

Die SPD im Römer spricht sich unterdessen für die Multifunktionshalle „The Dome“ am Flughafen aus. „Wir haben uns alle Konzepte – sowohl die beiden am Kaiserlei als auch das am Flughafen – zeigen lassen und ausgewertet. Der ‚Dome‘ wäre die beste Halle für Frankfurt“, erklärt Ursula Busch, Fraktionsvorsitzende der SPD im Römer. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise seien für die Stadt derzeit kaum abschätzbar, ein verantwortungsvolles Wirtschaften daher bedeutender denn je. „Ein wichtiger Faktor ist natürlich auch, dass beim Projekt am Flughafen keine zusätzlichen Kosten auf die Stadt zukommen würden – das haben uns die Investoren sogar schriftlich zugesichert.“

Auch die Linke im Römer drängt auf Gespräche mit der Katz-Group, die die Multifunktionshalle „The Dome“ am Flughafen realisieren will: „Es war völlig unverständlich, warum der Magistrat nicht immer alle Alternativen berücksichtigt hat, wie wir es als Opposition stets gefordert haben.“
 
14. Mai 2020, 13.03 Uhr
Elena Zompi
 
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Leser-Kommentare

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Karin Kayser am 14.5.2020, 23:25 Uhr:
Seit mindestens 20 Jahren!!!!! wartet die "Sportstadt Frankfurt" auf eine Multifunktionsarena. Ein Investor, der KEIN Geld von der Stadt haben will steht bereit, und der zuständige Dezernent beharrt auf dem Kaiserlei [Anmerkung: unter Beteiligung der Finanzierung durch die Stadt]. Der "Sport"-Dezernent kümmert sich um Fußball, alle anderen Sportarten, die dringend auf diese Halle angewiesen wären, gehen ihm Allerwertesten vorbei!!!!
 
 
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