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Streik der Lokomotivführer
 

Streik der Lokomotivführer

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Drei Stunden Stillstand an den Bahnhöfen

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) standen am Montagabend drei Stunden lang die Bahnen still - nicht nur in Frankfurt, sondern auch bundesweit.
Am Montagabend fuhren von 18 bis 21 Uhr keine Züge mehr. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) verlieh in dieser Zeit ihren Tarifforderungen mit einem Warnstreik Ausdruck. Insgesamt waren nach Angaben der Deutschen Bahn bundesweit rund 150 Personen- und 50 Güterzüge betroffen, so auch am Verkehrsknotenpunkt Frankfurt.

Die Bahn wirft der GDL vor, die Öffentlichkeit in die Irre geführt zu haben. Zunächst habe es geheißen, dass der Schwerpunkt des Streiks auf dem Güterverkehr liegen werde. „Die GDL hat Foul gespielt“, sagte Ulrich Weber, Vorstand Personal der Deutschen Bahn.

Zudem kritisierte die Bahn das Vorgehen der Gewerkschaft in den Tarifverhandlungen: „Anders als die GDL öffentlich behauptet, ist die DB sehr wohl zu Verhandlungen bereit", so Weber. Ohne nachvollziehbaren Grund habe die GDL-Spitze ein erweitertes Angebot abgelehnt. Das neue Angebot sieht eine Erhöhung des Entgelts um 1,9 Prozent bei einer Laufzeit von einem Jahr vor. Darüber hinaus hatte die DB ihre Bereitschaft erklärt, für Lokomotivführer über alle weiteren entgelt- und arbeitszeitbezogenen Forderungen zu verhandeln.

Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky gibt die Verantwortung der Bahn: "Das heutige Angebot der DB stellt keinerlei substantielle Veränderung dar", heißt es in einer Mitteilung. "Nach wie vor hält der Arbeitgeber an seiner Absicht fest, die Tarifmacht der GDL durch ein fadenscheiniges Kooperationsabkommen zu brechen. Wir werden darum die bereits eingeleiteten Warnstreiks nicht nur wie geplant durchführen, sondern noch weitere folgen lassen, wenn der Arbeitgeber seine Position nicht verändert."
 
2. September 2014, 11.42 Uhr
leg
 
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