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Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier

„Moogoo“ verbindet Nachhaltigkeit und Fairness

Design aus Burkina Faso

Bei Moogoo gibt es Möbel aus Westafrika, das Label steht für Nachhaltigkeit. Geschäftsführer Eliott Martin liegen besonders der interkulturelle Austausch und die faire Bezahlung der Künstler am Herzen.
Hinter Moogoo verbirgt sich ein spannendes Projekt: Es handelt sich um Möbel und Wohnaccessoires, hergestellt von Designern und Künstlern aus Ouagadougou – der Hauptstadt Burkina Fasos. Geschäftsführer Eliott Martin ist nach seinem Studium mehrere Monate lang durch Westafrika gereist. In Burkina Faso hat er viele begabte Künstler getroffen, „aber es gibt dort keinen Markt für deren Produkte.“ Also hat er beschlossen, die Stücke in Deutschland und Europa zu verkaufen. Ihm ist besonders daran gelegen, dass die Künstler angemessen vergütet werden. Und auch der interkulturelle Austausch ist ihm wichtig.

Moogoo (Mòogó) heißt in der Sprache der Mossi, der größten Ethnie Burkina Fasos, soviel wie Land der Moose, Land, Universum. Es wird kein Unterschied gemacht, ob vom eigenen Land, der Welt oder dem Universum gesprochen wird. „Uns hat diese Idee gefallen, da wir Welten verbinden wollen“, sagt Eliott mit einem Lächeln. Circa alle zehn Monate reist er selbst nach Ouagadougou. Momentan arbeitet Eliott mit zehn Partnern zusammen, immer wieder entdeckt er neue Künstler.

Die Möbel und Wohnaccessoires sind überwiegend recycelte Produkte, Hauptmaterial sind alte Ölfässer. Die Ware wird komplett in Ouagadougou angefertigt und dann mit Containern nach Deutschland gebracht. Aktuell gehen 95 Prozent der Verkäufe an Großkunden, auch über den Avocado-Store kann die fairtrade-zertifizierte Ware bestellt werden. Seit 1. November hat Eliott einen Showroom in der Gwinnerstraße, dort können Interessierte die Stücke hautnah bestaunen.
 
11. Februar 2019, 11.32 Uhr
Helen Schindler
 
 
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