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Stadtweites Mehrwegbecher-Pfandsystem kommt
 

Stadtweites Mehrwegbecher-Pfandsystem kommt

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Nachhaltig Kaffee trinken

Foto: Von Wegen Kommunikationsagentur
Foto: Von Wegen Kommunikationsagentur
Ein Jahr lang hat die Initiative Cup2gether zusammen mit vielen Cafés in der Stadt ein Pilotprojekt aufgebaut, um Einwegmüll zu vermeiden. Nun baut die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) das System aus und etabliert ein stadtweites Mehrwegbecher-Pfandsystem.
Laut Cup2gether gehen jährlich circa 2,8 Milliarden Einweg-Becher in Deutschland über die Ladentheke – davon 25 Millionen allein in Frankfurt. Für den gesamten Bedarf werden 43 000 Bäume abgeholzt, 22 000 Tonnen Rohöl gefördert und 111 000 Tonnen CO2 freigesetzt. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die Initiative Cup2gehter ein Jahr lang mit der ehrenamtlichen Beteiligung vieler Bürger und Cafés in Frankfurt ein System aufgebaut und getestet, mit dem der Einwegmüll reduziert werden soll. Ganz nach dem Motto „Becher geht’s nicht: Mehrweg- statt Einwegbecher“ haben sie ein Mehrweg-Pfandsystem getestet. Das funktioniert wie folgt: Man kauft sein Lieblingsgetränk im Café, beim Bäcker oder in der Mensa im Mehrwegbecher. Der leere Becher kann anschließend beim nächsten teilnehmenden Café vergünstigt wieder aufgefüllt werden oder, im Tausch gegen das bezahlte Pfand, zurückgegeben werden.

Nach der erfolgreichen Testphase übernimmt nun die FES, mit dem Ziel, ein stadtweites Mehrwegbecher-Pfandsystem zu etablieren. Die Stadt hat ohnehin den Auftrag, zusätzlich zum Reinigungseinsatz der Kampagne #cleanffm auch den Einsatz der Müllvermeidung zu erhöhen. Denn neben den offensichtlichen Umweltaspekten verursacht der beim To-Go-Konsum entstehende Müll auch erhebliche Kosten für die Stadtgesellschaft.

Hinter der Initiative Cup2gether stehen die gemeinnützige GmbH Lust auf besser leben und die Kommunikationsagentur Von Wegen. Beide werden FES bei der Ausweitung künftig beratend zur Seite stehen und ihr Wissen in das Projekt einbringen. „Wir freuen uns sehr, dass unser Modell von Cup2gether mit Hilfe von FES auf eine breitere Basis gestellt wird. Wir wollten in Frankfurt nachhaltig etwas bewegen und verbessern und haben jetzt ein gutes Stück geschafft“, sagt Claudia Schäfer, Inhaberin der Agentur Von Wegen. Die beiden Geschäftsführerinnen von „Lust auf besser leben“, Marlene Haas und Alexandra von Winning, ergänzen: „Das nun geplante stadtweite Pfandsystem verdankt Frankfurt vor allem dem Einsatz der großen Cup2gether-Community. All den ehrenamtlichen Becherbotschaftern und -botschafterinnen, Vereinen, Unternehmen und den vielen Cafés, die von Anfang an diese Herausforderung mit uns gewagt haben. Ohne all das Engagement gäbe es nun kein Pfandsystem.“

Die Aufsichtsratsvorsitzende der FES, Rosemarie Heilig (Bündnis 90/Die Grünen), Dezernentin für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt, begrüßt, dass die FES die Aufgabe eines stadtweiten Pfandsystem angeht. „Der Weg zu einem sauberen und möglichst plastikarmen Frankfurt kann nicht nur durch die Stadt alleine beschritten werden. Wir brauchen dazu die Unterstützung vieler Menschen, und die Einführung eines stadtweiten Pfandsystem ist etwas, das bereits von vielen Menschen gewünscht und sicherlich breit akzeptiert wird“, ist sich Heilig sicher. „Mit der Etablierung von Mehrweg-Pfandsystemen beschreiten wir bei FES ein Stück weit Neuland“, sagt Benjamin Scheffler, Geschäftsführer der FES. „Wir werden den Becher für die Stadt zu einer Erfolgsgeschichte machen.“
16. April 2019
hes
 
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Leser-Kommentare

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Michael Risse am 17.4.2019, 15:19 Uhr:
Frage:Aus welchem Material sind die Pfandbecher.? Die müssen auch gespült werden ! Süsswasservergeudung !!
Und die Geschaftlhuberei mit dem Pfand ! Würde ich als Geschäftsmann nicht mitmachen,das Theater !
Man/Frau kann doch schon lange Becher,aus Bambus oder so,mit Fingerschutzmanschette drum herum kaufen,und mit sich tragen,die haben sogar einen abnehmbaren Deckel mit Saughalmöffnung oben drauf.
Den sollte man/frau aber auch tunlichst spülen,vor allem bei Milchkaffee. Gell ,liebe Latte machiato Mamies,und Bubis. Ich als Tyrann neuer Schule bevorzuge Trinkbecher aus 900er Sterling Silber,wie die Tyrannen im alten Griechenland,denn diese Gefässe beschlagen innen sofort,wenn Gifte im Getränk sind.
Aber Hauptsache:Die Aufsichtsratsvorsitzende der FES, Rosemarie Heilig (Bündnis 90/Die Grünen), Dezernentin für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt, ist wieder im Gespräch.
Mit Herrn Bernhard Scheffler von der FES rede ich auch mal darüber.
Cordiali $aluti !
 
 
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