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Nachhaltigkeit
 

Fridays for Future

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Clinch um's Klima: Schülerproteste dauern an

Foto: Fridays for Future Deutschland/Facebook
Foto: Fridays for Future Deutschland/Facebook
Unter dem Motto Fridays for Future gehen Schüler weltweit freitags auf die Straße, um für Klimaschutz zu demonstrieren – während der Schulzeit. Initiiert hat das die 16-jährige Schwedin Greta Thunberg. Inzwischen folgen Tausende Schüler weltweit ihrem Vorbild, auch in Frankfurt.
Unter dem Motto „Wir streiken, bis ihr handelt“ gehen Frankfurts Schüler am morgigen Freitag erneut auf die Straße, statt in den Unterricht, um eine konsequente Klimapolitik zu fordern. Die Demonstranten versammeln sich um 12 Uhr an der Bockenheimer Warte und ziehen von dort aus gemeinsam zum Römerberg. Hunderte Teilnehmer werden erwartet. Mitte Dezember fand der erste Protestmarsch in Frankfurt statt, auch in Wiesbaden, Kassel, Marburg, Darmstadt und Wetzlar ist das Thema inzwischen angekommen – sowie in ganz Deutschland. In über 20 deutschen Städten streiken Schüler, Studenten und junge Menschen jeden Freitag für ein Umdenken in der Klimapolitik. Vergangenen Freitag nahmen mehr als 20.000 junge Menschen in Deutschland an der wachsenden Protestbewegung teil. Sie appellieren an die Verantwortung der Politiker für die Zukunft des Planeten. Luca Peters, 18, einer der Streikenden aus Frankfurt, adressiert die erwachsene Generation: „Wir leben in einem Vertrag miteinander. Ihr tut etwas für uns, solange wir es noch nicht können und wir tun was für euch, wenn ihr es nicht mehr könnt. Aber ihr verletzt diesen Vertrag. Ihr tut nichts für uns, also müssen wir das selber machen.“

Da die Schüler während der Schulzeit streiken, müssen sie mit unentschuldigten Fehlstunden rechnen. Ausnahmegenehmigungen gibt es keine, doch viele Lehrer und Eltern haben Verständnis für die Streiks und das damit einhergehende Schwänzen des Unterrichts. „Schule streiken ist die Grenze, die wir überschreiten müssen, um eine Stimme zu bekommen“, argumentiert der 17-jährige Linus Keller, einer der Streikenden in Frankfurt. Die Jungen Liberalen Frankfurt rufen derweil zu mehr Besonnenheit auf: „Wir warnen davor, mit Klimaschutz und Schulbildung zwei zukunftsweisende Themen gegeneinander auszuspielen. Die Diskussion von Fakten und politischen Lösungsvorschlägen muss vielmehr im Klassenraum selbst stattfinden. Wir fordern daher den Friday for Future in Frankfurter Schulen. Auf diese Weise öffnen wir der Klimadiskussion und möglichen Lösungen den nötigen Raum und holen die jungen Menschen von der Straße“, so Kreisvorsitzender Maximilian Lembke.

Initiiert wurde Fridays for Future von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg. Die Klimaaktivistin streikt seit Monaten jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für die Einhaltung des Pariser Kliamschutzabkommens. Thunberg wurde durch ihre Auftritte bei der UN-Klimakonferenz in Katowice und beim Weltwirtschaftsforum in Davos weltweit bekannt. Ihrem Vorbild sind nicht nur Schüler in Deutschland, sondern auch in England, Kanada, den USA, Belgien, der Schweiz, Australien, Uganda und vielen weiteren Ländern gefolgt.
28. Februar 2019
hes
 
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Leser-Kommentare

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Carlo Di Fabio am 1.3.2019, 16:37 Uhr:
proteste allein reichen nicht! zB sollten der klima- und artenschutz in den verfassungen verankert werden: priorität klima- und artenschutz! 2019 ist ein jahr verschiedener demokratie-jubiläen: 100 jahre weimarer reichsverfassung, 100 jahre nationalflagge, 30 jahre friedliche revolution (DDR) - 70 jahre grundgesetz! internationaler tag der demokratie...
zusammen mit der europawahl könnten wir bürger, wir citoyens die hälfte der mitglieder eines solchen bürger-verfassungskonvents für deutschland wählen, die andere hälfte wird ausgelost (siehe zB david van reybrouck). die existierende parteienoligarchie braucht als weitere repräsentationsorgane einen bürgerkonvent und einen bürgersenat (parteifrei) mehr dazu unter >carl maria schulte< GOOGLE, zB text bei DER FREITAG online
kontakt: an-stiftung@t-online.de
 
 
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