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Foto: Gerhard Thomas Baier
Foto: Gerhard Thomas Baier

Bahnhof Griesheim

Emojis als Wohlfühlfaktor

Viele kleine Kacheln, die zusammen pixelige Emojis ergeben – dieses Bild erwartet Passant:innen bald in Griesheim. Denn mit dem Umbau des S-Bahnhofs soll auch die Unterführung umgestaltet werden. Mit bunten Emojis will man den „Angstraum Unterführung“ aufwerten.
Die Personenunterführung am S-Bahnhof im Frankfurter Stadtteil Griesheim soll umgestaltet werden. Ab dem kommenden Jahr sollen die Passant:innen dort von bunten, pixeligen Emojis angelächelt werden. „Die bisher als Angstraum wahrgenommene Personenunterführung wird mit der Neugestaltung deutlich aufgewertet und wirkt einladender“ sagte Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD). Gemeinsam mit Expert:innen aus Politik und Kunstszene war Oesterling Teil der Jury des von Stadt und Bahn ausgerufenen künstlerischen Wettbewerbs.

Unter fünf Künstler:innen aus Frankfurt und Offenbach konnte sich Anselm Baumann mit seinem Gestaltungsentwurf „Grüße aus Griesheim“ durchsetzen. Er habe „einen belebenden Entwurf vorgelegt, der den Raum entscheidend transformiert und von eingängiger Bildsprache ist“, sagte die Jury-Vorsitzende und Leiterin der Gießener Kunsthalle, Nadia Ismail.

Baumann arbeitet seit 1991 als freischaffender Künstler in Frankfurt und hat derzeit einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Aus vielen einzelnen Kacheln will Baumann an der 280 Quadratmeter großen Wandfläche der Unterführung Pixel darstellen, die zusammen die verschiedensten, bunten Emojis ergeben. „Er spiegelt den aktuellen Zeitgeist sehr gut wider und regt zur Interaktion an, das Smartphone zu zücken und einen Emoji-Gruß aus der Unterführung zu schicken“, so Nadia Ismail.

Rund 13 000 Menschen passieren laut Stadt täglich die Unterführung am Griesheimer Bahnhof. Weil sie nicht gut einsehbar sei, werde sie gerade abends als Angstraum wahrgenommen. „Mit der symbolhaft stilisierten menschlichen Anwesenheit durch die Emojis im Zeichen der Kommunikation, leistet der Entwurf eine Umpolung der Situation. Aus dem passiven Durchleiden eines unangenehmen Durchgangsorts wird ein cooler, leuchtender und identitätsstiftender Passagenraum“, sagt Baumann zu seiner Gestaltungsidee. Das Kunstwerk passe aber auch zu dem multikulturellen Stadtteil Griesheim und schlage eine Brücke zu beiden Seiten des Stadtteils, die durch die Bahnschienen getrennt sind, ergänzt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling.

Die Neugestaltung der Unterführung ist für das Frühjahr 2022 geplant. Dann soll der gesamte Bahnhof Griesheim barrierefrei umgebaut werden. In den kommenden Jahren sollen unter anderem auch die Bahnhofsvorplätze umgestaltet und dadurch aufgewertet werden.
 
1. Juni 2021, 09.53 Uhr
loe
 
 
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