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Stadt verleiht posthum Goethe-Plakette
 

Stadt verleiht posthum Goethe-Plakette

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Späte Ehrung für den Künstler Max Weinberg

Foto: © Bernd Kammerer
Foto: © Bernd Kammerer
Die Ehrung wäre ihm eine Freude gewesen, aber der Künstler Max Weinberg wird bei der Verleihung der Goetheplakette durch die Stadt nicht mehr dabei sein dürfen, er verstarb am 18. April im Alter von 90 Jahren.
Die Ausstellung in der Oberfinanzdirektion sollte seine letzte sein, eine große Schau in einem Frankfurter Museum blieb Max Weinberg zeitlebens verwehrt: Der Künstler zeichnete sich durch eine enorme Schaffenskraft aus, selbst im hohen Alter. Doch im April starb der Frankfurter mit dem markanten Augenmakeup und dem Bart während eines Krankenhausaufenthalts. Kurz zuvor hatte Oberbürgermeister Peter Feldmann nach Besichtigung der Ausstellung dem Künstler noch einen Besuch abgestattet und ihm am Krankenbett davon in Kenntnis gesetzt, dass er mit der Goetheplakette ausgezeichnet werden soll.

„Max Weinberg persönlich über die ihm zustehende Würdigung zu informieren war mir ein wichtiges Anliegen. Leider hat er diesen letzten Kampf nicht mehr für sich entscheiden können. Doch auch wenn er die Goethe-Plakette selbst nicht mehr entgegennehmen kann, so hoffe ich, dass seine Angehörigen und Mitstreiter aus dieser posthumen Würdigung Kraft schöpfen können“, sagt Feldmann, der Weinberg als streitbaren und unbeugsamen Künstler würdigt, dessen beeindruckende Biographe selbst in einer Stadt wie Frankfurt ihresgleichen suche. „Wir werden Max Weinberg und sein Werk nicht vergessen und in angemessener Weise ehren. Max Weinberg war nicht nur für die ihm nahestehenden Künstler, sondern für alle Frankfurter ein echtes Vorbild und ein moralischer Kompass“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Weinberg wurde 1928 in Kassel geboren, floh 1933 mit seinen Eltern aus Deutschland und emigrierte 1935 nach Israel. Nach einem Studium an der staatlichen Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv sah sich Weinberg daran gehindert, seine künstlerische Laufbahn in Israel fortzusetzen und verließ das Land. 1959 kehrte er nach Frankfurt zurück, wo er seit mehreren Jahrzehnten in einem städtisch geförderten Atelier in der Ostparkstraße arbeitete. Anlässlich seines 80. Geburtstags richtete die Stadt Frankfurt Max Weinberg eine große Ausstellung in der AusstellungsHalle 1A mit begleitendem Katalog aus. Es folgten viele große Ausstellungen in der Rhein-Main-Region. Die Goetheplakette wird an Dichter, Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens verliehen, „…die mit ihrem Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind“, heißt es in der offiziellen Ehrungsordnung der Stadt Frankfurt. Die Vorderseite der Plakette zeigt das Portrait Goethes, die Rückseite ziert ein Spruch des Dichters und Denkers. Die Auszeichnung der Stadt Frankfurt wird maximal zweimal pro Jahr verliehen.
 
7. Mai 2018, 10.11 Uhr
nb/ffm
 
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Leser-Kommentare

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Elfie Groll am 3.1.2019, 21:23 Uhr:
Ich bin sehr traurig, dass Max Weinberg diese Plakette nicht während seiner langen schaffensfreudigen Lebenszeit empfangen konnte. Aber ich freue mich über diese Ehrung und wertvollen Auszeichnung für meinen langjährigen Freund, den ich auch in seiner Wohnung besuchte und dann sehr oft in seinen Ausstellungen in denen ich seine originelle Kunst bestaunte.
Am 9. April in diesem Jahr kurz bevor er sich von diesem Leben verabschiedet hat besuchte ich Max im Krankenhaus. Da erlebte ich lachend und noch voller Lebensfreude einen Max Weinberg in seiner lebensbejahenden künstlerischen Größe.
 
 
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