Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Max Hollein als favorisierter Partner
 

Max Hollein als favorisierter Partner

0

Irans Kunstsammlung soll in den Westen kommen

Foto: Gaby Gerster/ Schirn
Foto: Gaby Gerster/ Schirn
Wie das art-Kunstmagazin berichtet, soll der legendäre Bilderschatz von Teheran auf Welttournee gehen – mit der Schirn als erster Station. Ein Sprecher der Kunsthalle kann dies leider nicht bestätigen.
Seit 40 Jahren lagern im Keller des Museum of Contemporary Art in Irans Hauptstadt Kunstwerke der Moderne im Millionenwert. Arbeiten von Jackson Pollock, Andy Wahrhol, Pablo Picasso, René Magritte, Claude Monet und vielen anderen herausragenden Künstlern wurden vom früheren Schah und seiner Frau Farah Diba Pahlavi gesammelt und in Teheran ausgestellt, seit der islamischen Revolution ist dieser Schatz weggesperrt. Laut dem Kunstmagazin art könnte sich dies ändern, angeblich plane Irans Regierung, die wertvollen Meisterwerke endlich wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und nicht nur das: Ein Teil der Sammlung, die auf 250 Millionen Dollar geschätzt wird, soll sogar auf Welttournee gehen.

Als Partner für dieses sensationelle Vorhaben ist kein Geringerer als Max Hollein, Direktor von Städel, Schirn und Liebieghaus im Gespräch. Nach Informationen der art gebe es Gespräche über einen Start der Tournee im Januar 2016 mit der Schirn Kunsthalle als erstem Halt. So schön dies auch wäre, ein Sprecher des Hauses konnte dies gegenüber dem Journal Frankfurt leider nicht bestätigen: „Die Schirn wird natürlich oft für Projekte angefragt, Herr Hollein war auch in Teheran und hat sich die Sammlung angeschaut, konkrete Pläne für eine Zusammenarbeit gibt es jedoch nicht. Zurzeit finden auch keine Gespräche statt.“ Das Thema scheint vom Tisch, die Gründe dafür seien jedoch nicht politischer Natur: „Die Sammlung ist sicher interessant und auch medienwirksam, es braucht jedoch eine ausgereifte Idee für eine Ausstellung und die ist derzeit nicht vorhanden.“

Ob dies das endgültige Aus für eine umfassende Präsentation der Kunstwerke außerhalb des Irans bedeutet, steht damit noch nicht fest. Bis ein Partner für ein Ausstellungsprojekt gefunden ist, wird es jedoch sicher noch einige Zeit brauchen. Angesichts des ungeheuren Werts wäre auch eine entsprechende Versicherung notwendig, die sitzen aber überwiegend in den USA oder Großbritannien – eine Zusammenarbeit wäre dort durch die angespannte politische Lage erschwert, wenn nicht unmöglich. Einen kleinen Einblick in das prall gefüllte Depot kann man immerhin jetzt schon erhalten, in diesem Video:

 
12. November 2014, 09.19 Uhr
Ronja Merkel
 
Ronja Merkel
Jahrgang 1989, Kunsthistorikerin, von Mai 2014 bis Oktober 2015 leitende Kunstredakteurin des JOURNAL FRANKFURT, seit September 2018 Chefredakteurin. – Mehr von Ronja Merkel >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 
 
Mehr über ...
 
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Lockdown: Kultur
0
When the music’s over
Am Mittwoch verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel den „Lockdown light“. Der Kulturbetrieb wird damit ein weiteres Mal heruntergefahren, zahlreiche Veranstaltungen müssen abgesagt werden. Musikredakteur Detlef Kinsler über den Nährwert von Kultur. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Universal Music
 
 
Frankfurter Netzwerk für Erinnerungskultur
0
Den Diskurs in die Familien tragen
Am kommenden Wochenende lädt das Haus am Dom zu der Tagung „War da was? Frankfurt am Main im Nationalsozialismus“ ein. Dahinter steht das neu gegründete Frankfurter Netzwerk für Erinnerungskultur, das die vielen Geschichtsinitiativen in Frankfurt sichtbarer machen will. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Frankfurter Netzwerk für Erinnerungskultur
 
 
Zwei wichtige Konzerte zu Ostern (solo) und im Herbst (im Duo mit Burkard Kunkel) im Nebbienschen Gartenhaus sind ihm weggebrochen. Jetzt freut sich Jazz-Pianist Bob Degen auf ein Solokonzert am Freitag in der Gethsemanekirche. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
 
Bis in den September hinein gab es nicht nur vor der Batschkapp und dem Bett Konzerte im Freien. Einige Clubs bieten nun auch indoor ein umfangreiches Programm an. Im Colos-saal in Aschaffenburg sind es im November mehr als ein Dutzend. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Thomas Minnich
 
 
Adventskalender des Museum Angewandte Kunst
0
Besondere Stücke in 24 Türchen
In diesem Jahr kann der Markt „Besonderes Schenken“ coronabedingt nicht stattfinden. Mit dem „Angewandten Adventskalender“ möchte das Museum Angewandte Kunst dennoch eine „Kostprobe außergewöhnlicher Gestaltung“ bieten. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Unsplash
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  707