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European Design School
 

European Design School

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Roulette-Kalender und Brokkoli-Lollis

Foto: Nina Pfeifer
Foto: Nina Pfeifer
Die European School of Design hat am Donnerstag zu ihrer Abschlusspräsentation eingeladen. Rund 50 angehende Kommunikationsdesigner stellten ihre Semesterarbeiten vor. Ausgestellt waren Filme, Fotos und Essen.
Solche Kalender, wie sie an der Wand in der European School of Design hängen, sieht man nicht jeden Tag. Abgesehen davon, dass sie Tag und Monat anzeigen, vermitteln sie auch viel Wissenswertes. Eine gigantische drehbare Scheibe, die an ein Rouletterad erinnert, verrät zu jedem Tag ein Ereignis, das mit der Geschichte des Glücksspiels zu tun hat. Ein anderer Kalender zeigt, wie viele Bäume durch Brandrodung weltweit vernichtet werden. Der nächste stellt die Überfischung der Meere dar und veranschaulicht, wie viele Tonnen Fisch jährlich gefangen werden. Das sind 80 Millionen Tonnen - so viel wiegen 30.000 Blauwale.

Diese und weitere Arbeiten haben 50 Studenten am Donnerstag in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt und damit das Semester an der European School of Design abgeschlossen. Die Schule besteht seit acht Jahren in der Hamburger Allee. Vier Jahre lang werden die Kommunikationsdesigner dort ausgebildet.

In den Räumen der Schule wurden auch viele Fotografien und Zeichnungen, das „Basishandwerk“ eines Kommunikationsdesigners, gezeigt. In einem eigens eingerichteten Kino führten Studenten aus dem zweiten und dritten Semester kurze Animationsfilme vor, die sich mit Rassismus und Analphabetismus auseinandersetzen. Andere Studenten präsentierten kreative Verpackungsideen für Tees, Gewürze und Dessous.

Raika Bosch hat gerade das erste Semester abgeschlossen. „Zu Beginn konnten wir uns kaum vorstellen, wie das alles funktioniert. Aber jetzt sind wir richtig stolz“, sagt die Studentin während sie durch die Ausstellung führt. Zusammen mit ihren Kommilitonen hat sie Schriftarten und ein Klappbuch zu einem selbstgewählten Thema entworfen.

Auch Schulleiter Detlef Wildermuth lobt die Werke seiner Studenten. „Es sind tolle Produkte entstanden“, sagt er. Wie viel Arbeit hinter der Vorbereitung und Präsentation stehe, könne man nur erahnen. Es sei ein langer Weg von der anfänglichen Idee über die Planung bis hin zur Produktion und Umsetzung. Vor allem in den letzten Tagen vor der Ausstellung sei der Stresspegel bei allen Beteiligten sehr hoch.

Das erste Mal hat sich im vergangenen Semester ein Teil der Studenten mit Food Design beschäftigt. Anfangs war Wildermuth skeptisch, ob dieses Projekt wirklich funktionieren würde. Lange wurde überlegt, wie man gesundes Essen auch Kindern schmackhafter machen könnte. Hierbei sind 'Pilze' aus Apfelrotkohl sowie Lollis aus Hefeteig mit Gemüse oder Obst entstanden, zum Beispiel Brokkoli und Heidelbeeren.

>> Weitere Informationen über die European School of Design finden sie hier.
27. Februar 2015
Nina Pfeifer
 
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