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Kinderpressekonferenz im Eintracht Museum
 
Kinderpressekonferenz im Eintracht Museum
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Kinder fragen Eintracht-Profi Leon Bätge
Foto: © Nicole Nadine Seliger
Foto: © Nicole Nadine Seliger
Zweimal im Jahr lädt die Eintracht zur Kinderpressekonferenz ein. Am Mittwoch stellte sich Jungprofi Leon Bätge den ungewöhnlichen Fragen, sprach über Idole, Tattoos und Lieblingsfächer und verriet sein Ritual vor jedem Spiel.
"Was ist deine Lieblingsfarbe?", "Wieviel Geld verdienst du?", "Gibt es auf der Spielerbank Sitzheizung?" - Bei der Kinderpressekonferenz im Eintracht Museum müssen sich die Profis auf ungewöhnliche Fragen einstellen. Am Mittwoch war der 19-jährige Torhüter Leon Bätge Mittelpunkt der Veranstaltung und stand den 75 Kindern Rede und Antwort. "Ich war noch nie in einer so großen Pressekonferenz", verriet Bätge anschließend. "Es hat viel Spaß gemacht, weil die Kinder einfach ganz andere Fragen stellen, auch Fragen, die mit Fußball überhaupt nichts zu tun haben".



So erfuhren die Kids, was Bätge am liebsten isst und trinkt ("Nudeln und Spezi"), dass sein Tattoo auf dem linken Oberarm seinen Großeltern gewidmet ist, was sein Lieblingstier ist ("Natürlich der Adler") und dass er die Farbe weiß besonders gerne mag. Er erklärte, warum er mit der Nummer 34 aufläuft ("Mein Opa wurde 1943 geboren. Da ich die 43 nicht als Rückennummer bekommen konnte, habe ich die Zahl einfach umgedreht"), warum er Torhüter geworden ist ("Als ich klein war, bin ich im Tor gelandet. Warum, weiß ich gar nicht. Aber dann blieb ich da. Ich habe meine Sache wohl nicht so schlecht gemacht") und dass er seit sechs Jahren ein spezielles Ritual vor jedem Spiel durchführt: "Ich gehe zum Tor und klopfe gegen Latte und Pfosten. Das hat mir bisher Glück gebracht."

Fragen nach seinem Gehalt wich er mit einem Lachen geschickt aus. "Ich habe gelernt, dass man darüber nicht spricht." Doch einmal geriet der junge Spieler, der 2015 zur Eintracht kam und gerade im ersten Profijahr ist, dann doch ins Stocken. Ein Junge hatte ihn gefragt, wie er sich bei einem Angebot vom spanischen Topclub Real Madrid entscheiden würde. Bätge atmete kurz durch und meinte dann diplomatisch: „Da müsste schon sehr viel zusammenkommen. Aber ich bin im Moment sehr glücklich in Frankfurt." Nach 30 Minuten voller Fragen gab es für die Kids Autogramme und Selfies mit dem Profi.



Seit etwa acht Jahren lädt die Eintracht zweimal im Jahr zur besonderen Pressekonferenz ins Museum ein. Immer in den Oster- und Herbstferien können sich Kinder ab sieben Jahren anmelden und einen Profi mit allen Fragen löchern, die sie interessieren. Alex Meier, Co-Trainer Robert Kovac, Christoph Preuß oder Ex-Profi Ioannis Amanatidis waren schon zu Gast. „Die Jungs, die hier waren, hatten alle ihren Spaß. Hinterher strahlen alle“, sagte Museumsmitarbeiter Axel Hoffmann, der die Veranstaltung moderierte. „Als Thomas Schaaf unser neuer Coach wurde und von den PKs erfahren hat, wollte er direkt selbst hingehen“.



Auch die Kinder sind begeistert und kommen immer wieder zur Pressekonferenz ins Museum, wie Felix aus Jügesheim, der nach vier oder fünf Besuchen schon ein Experte im Fragenstellen ist. Alex Meier und Co-Trainer Robert Kovac hat er schon gesehen, auch beim nächsten Termin will der Zehnjährige wieder dabei sein: „Ich mag es, dass wir Fragen stellen können. Das gefällt mir total gut." Die Freunde Nikos und Jan aus Wiesbaden waren zum ersten Mal bei der Kinderpressekonferenz dabei. Obwohl sie Eintracht-Profi Bätge gar nicht kannten, waren sie begeistert und löcherten den Torhüter mit Fragen nach den Lieblingsschulfächern („Sport, Geschichte, Politik und Deutsch“), anderen Sportarten („Basketball und Football“), der schlimmsten Verletzung („Bänderverletzung“) und was nach einem schlechten Spiel helfe („Schnell abhaken, gut, dass es eine Woche später eine neue Chance gibt“). Die Zwölfjährigen waren sich einig, wiederzukommen, und wissen schon genau, welcher Eintrachtler dann ihre Fragen beantworten soll: „David Abraham oder Niko Kovac. Ein Trainer wäre echt cool.“
13. April 2017
Nicole Nadine Seliger
 
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