Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Campus
Startseite Alle NachrichtenCampus
Studierende protestieren gegen Kopftuch-Konferenz
 

Studierende protestieren gegen Kopftuch-Konferenz

1

Kampagne gegen Professorin der Goethe-Uni

Foto: leg
Foto: leg
Eine Professorin der Goethe-Uni hat eine Podiumsdiskussion zum Thema Kopftuch angekündigt. Eine Gruppe Studierender hat sich daraufhin zusammengetan und im Internet eine Kampagne gegen sie gestartet.
Eine Gruppe Studierender der Goethe-Uni fordert im Internet die Absetzung der Ethnologin Susanne Schröter. Diese hatte eine Podiumsdiskussion mit der Leitfrage „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ angekündigt. Die Gruppe hatte daraufhin einen Instagram-Account mit dem Namen „schroeter_raus“ gegründet, mit dem sie gegen den „Anti-Muslimischen Rassismus“ protestieren wollten. Die Gruppe begründete den Protest damit, dass sie der Meinung seien, „dass jede Person selbst entscheiden kann, ob sie das Kopftuch trägt oder nicht. Gerade heute mit der steigenden Salonfähigkeit von Rechtspopulismus, werden in Deutschland Menschen, die das Kopftuch tragen, Opfer von rechter Gewalt und Rassismus.“ Außerdem seien zur Konferenz Persönlichkeiten eingeladen, die „hochproblematische Aussagen treffen, wie Alice Schwarzer, Dr. Necla Kelek und Ingrid König“. Der Account „schroeter_raus“ ist mittlerweile nicht mehr auf Instagram aktiv.

Gegenüber der Welt sagte Susanne Schröter, sie sehe die Kampagne als Versuch der Einschüchterung, aber auch als Angriff auf die Meinungsfreiheit, denn mit dem Vorwurf des „antimuslimischen Rassismus“ werde letztlich jegliche Kritik am Islam delegitimiert. Eingeladen sind neben den bereits erwähnten Gästen Schwarzer und Kelek auch Khola Maryam Hübsch, Journalistin, Autorin und Mitglied der islamischen Gemeinschaft Ahmadiyya. Schröter habe sich im Vorfeld selbst dafür verteidigen müssen, dass sie eine Befürworterin des Kopftuches eingeladen habe. Daher wundere sie sich umso mehr darüber, dass ausgerechnet sie nun diffamiert werde.

Von Seiten der Uni gibt es mittlerweile die ersten Statements zu dem Fall. So äußert sich die Goethe-Uni in einem offiziellen Schreiben wie folgt: „Im Rahmen der Wissenschaftsfreiheit steht es den Fachbereichen, Instituten und Professuren der Goethe-Universität nicht nur frei, Veranstaltungen in eigener Regie und mit eigener thematischer Ausrichtung zu gestalten. Es ist vielmehr ausdrücklich Teil ihrer Aufgaben. Die von Prof. Susanne Schröter organisierte Konferenz „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ beschäftigt sich unter Einbeziehung vieler unterschiedlicher Stimmen mit einer Fragestellung, mit der sich Prof. Schröter in ihrem Forschungskontext auseinandersetzt – in diese kann, will und wird das Präsidium nicht eingreifen.“ Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) distanziert sich von der Kampagne.
26. April 2019
Elena Zompi
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Karl Kaufmann am 28.4.2019, 18:44 Uhr:
Da muss sich jemand um das Management von über 1.000 Mrd. Galaxien kümmern. Das rückt die Wichtigkeit einer Textilie auf einem Sterntrabanten in die ihr gebührende Wertigkeit.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Campus
 
 
Absichtserklärung von Goethe-Uni und Stadt
1
Schwimmsportzentrum soll bis 2025 in Ginnheim gebaut werden
Der Sportcampus Ginnheim der Goethe-Universität soll ein neues Schwimmsportzentrum bekommen. Für das Projekt unterzeichneten Vertreter der Stadt und der Universität am vergangenen Montag eine Absichtserklärung. – Weiterlesen >>
Text: ffm/ez / Foto: Uwe Dettmar, Goethe-Universität Frankfurt
 
 
Opposition und Asta äußern sich zum Beschluss
0
BAföG-Erhöhung stößt auf Kritik
Ab dem neuen Semester bekommen BAföG-Empfänger mehr Geld, so wurde gestern Abend in Berlin entscheiden. Doch Kritik kommt von mehreren Seiten: Sowohl die Opposition als auch der Asta der Goethe-Universität halten die Erhöhung für unzureichend. – Weiterlesen >>
Text: Marlene Tertilt / Foto: Deutscher Bundestag/Thomas Köhler/photothek.net
 
 
Titel für Direktorin des Jüdischen Museums
0
Goethe-Uni ernennt Mirjam Wenzel zur Honorarprofessorin
Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums, wurde zur Honorarprofessorin an der Frankfurter Goethe-Uni ernannt. Sie will den Studierenden nicht nur einen Zugang zur materiellen jüdischen Kultur vermitteln, sondern sie auch in die Forschungstätigkeiten des Museums einbeziehen. – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Jüdisches Museum Frankfurt
 
 
 
Frusterlebnis Matheklausur: Mit System zum Erfolg
10
„Mathe ist nicht immer sexy“
Wer BWL oder Biologie studiert, muss zwangsweise auch rechnen können. Sergej Spanier kennt viele Studenten, die ohne Nachhilfe ihre Klausuren nicht bestehen würden. Er übt Kritik an der Universität. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: Leon Spanier
 
 
Vorfall in der Goethe-Uni
4
Antifa-Gruppe stellt Studentin bloß
Ein Vorfall um eine mutmaßlich rechtsextreme Studentin an der Goethe-Universität sorgt für Aufsehen: Eine Gruppe Vermummter hatte vergangenen Dienstag eine Vorlesung gestürmt und die Studentin bloßgestellt. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: anonym via indymedia
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  29