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Café Koz schließt vorübergehend
 

Café Koz schließt vorübergehend

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„Dieser Schritt fiel allen Beteiligten sehr schwer“

Foto: © ao
Foto: © ao
Aus finanziellen Gründen muss das traditionsreiche Café KoZ auf dem ehemaligen Campus Bockenheim vorübergehend schließen. Vertreter des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) bedauern die Entscheidung, sehen aber keine andere Möglichkeit.
Der Allgemeine Studierendenausschuss ASta spricht von einer „prekären Lage“ des selbstverwalteten Cafés. Die Schließung des Treffpunkts auf dem ehemaligen Campus Bockenheim habe einzig finanzielle Gründe. „Im Haushaltsposten ist ein bestimmtes Budget für das Café vorgesehen“, erzählt AstA-Vorsitzende Kyra Beninga. Das Budget für das Jahr 2018 sei allerdings bereits jetzt überzogen. „Wir als ASta können das Café Koz darüber hinaus nicht subventionieren“, sagt Beninga. Durch die Mehrkosten bliebe nicht genügend Geld für die anderen Projekte des ASta und dessen politische Arbeit übrig. Deshalb sah die Studierendengruppe keine andere Möglichkeit, als das Café vorübergehend zu schließen. "Dieser Schritt fiel allen Beteiligten sehr schwer“, sagt Beninga. „Das KoZ ist maßgeblicher Bestandteil des studentischen und kulturellen Lebens auf dem Campus Bockenheim sowie ein Ort für Vorträge, Lesungen und Barabende der hochschulpolitischen Öffentlichkeit und soll das auch bleiben“, sagte die ASta-Vorsitzende. Bis Mitte Januar 2019 sollen die Türen geschlossen bleiben, betroffen sind allerdings nur der Cafébetrieb und die internen Veranstaltungen. Der AStA arbeite aber daran, den Cafébetrieb „zeitnah“ wiederherzustellen, erzählt Beninga. „Wir denken über verschiedene Lösungen nach“, sagte sie. Veranstaltungen, wie der Disko-Abend jeden Mittwoch, finden vorerst nicht statt. „Das können wir uns im Moment nicht leisten“, sagt Beninga zu den zusätzlichen Kosten der Abende für Discjockeys, Sicherheit und Aushilfen.

Umzug ins Westend verzögert sich
Obwohl ein Großteil der Studenten mittlerweile auf dem Campus Westend lernt, ist das Café KoZ auf dem ehemaligen Campus Bockenheim noch immer ein Treffpunkt für Studenten. Die Einnahmen seien durch den Wegzug der Universität allerdings deutlich zurückgegangen. „Das KoZ ist nicht wirtschaftlich und muss es auch nicht sein“, sagte AStA-Vorsitzender Johannes Fechner. Neben dem Café- und Barbetrieb bieten die Räume auch Platz für Partys, Vorträge, Livemusik, Lesungen und Diskussionen. Kommunikation zwischen Menschen hat oberste Priorität, wie der Name des selbstverwalteten Cafés zeigt: Das KoZ, wie es unter Studenten genannt wird, heißt eigentlich „Kommunikationszentrum“. Langfristig soll es umziehen und sein Zuhause im neuen Studierendenhaus auf dem Campus Westend finden. Wann es soweit sein wird, kann Beninga nicht sagen, einen konkreten Zeitplan für den Umzug gebe es nicht. Der Bau des Hauses verzögerte sich in den vergangenen Jahren mehrfach, unter anderem wegen Beschwerden der Anwohner im Westend, die Lärm und Unruhe befürchten. Bis dahin soll das Café KoZ in Bockenheim weiter als Treffpunkt der Studenten dienen, wenn auch vorerst nur im eingeschränkten Betrieb.
20. November 2018
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Ronald M. Filkas am 22.11.2018, 19:21 Uhr:
Sehr schade! Wohin nun nach dem Besuch der Pupille noch ein oder zwei Bierchen trinken?
 
Michael Risse am 20.11.2018, 16:19 Uhr:
Gastrobetriebe MÜSSEN von absoluten Profis vorher auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit überprüft werden,
ehe man/frau auch nur einen Cent investieren,weil nirgendswo verliert man/frau so schnell so viel Geld,wie bei Engagements wie eben in der Gastronomie. Der geringste Fehler kostet sofort ein Vermögen!
Warum geben denn Banken KEINE KREDITE für Gastro-Projekte ?
Warum wohl ?! Weil die Selbstverwirklicher,die da unterwegs sind,weil Ungelernte,nur Geld Verbrennen.
Ich möchte nicht wissen,wieviel liebe Freunde beim Cafe KoZ von den Verantwortlichen "durchgefüttert " wurden,auf LAU !
Und da entstehen nämlich in Summe Deckungslücken. Und dann ist der Laden zu ! Aus die Maus !!
Michael Risse,uralter Frankfurter Wein-und Delicatessenhändler ,der ,als er auch mal meinte einen Selbstverwirklicher-Ausflug in ein gastronomisches "Outlet" machen zu müssen,inclusive "Herzblut"
180.000,-Deutsche Mark ein Vierteljahr später auf der Schnauz lag !
 
 
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