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Verschönerung der Hauptwache
 

Verschönerung der Hauptwache

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Kommt der Deckel doch nicht druff?

Vergangene Woche wurde der Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Stadtregierung vorgestellt. Und schon gibt es Unstimmigkeiten. Die Hauptwache soll bleiben, wie sie ist. Die CDU-Basis weiß nichts davon.
Der Treppenabgang an der Hauptwache sollte eigentlich geschlossen werden – laut Parlamentsbeschluss der Stadtregierung. Derzeit laufen bereits Vorplanungen, bereits Ende 2012 hätte mit den Bauarbeiten begonnen werden können. Damit wollte man sich am historischen Bild des Platzes orientieren (siehe Foto) - und die 70er-Jahre-Ästhetik wieder aus der Welt schaffen. Die Einzelhändler der Innenstadt freuten sich, denn das Loch ist ihnen ein Dorn im Auge. 17 Millionen Euro wurden für den Umbau bereits zurückgelegt. Doch das war vor der Wahl.

Im neuen Koalitionsvertrag spielt die Hauptwache keine Rolle mehr. Das lässt den Schluss zu: Der Umbau wird bis 2016 nicht angepackt. CDU-Fraktionschef Helmut Heuser erklärt das so: „Wir haben uns mit der Frage, was mit Haupt- und Konstablerwache passiert beschäftigt. Aber 17 Millionen Euro sind viel Geld, und wir müssen jetzt erst einmal schauen, wie sich die finanzielle Situation der Stadt entwickelt. Deshalb haben wir das Projekt zurückgestellt. Es ist keine Entscheidung dagegen, sondern die Feststellung, dass es in der Stadt noch wichtigere Dinge zu tun gibt.“ Wofür die Millionenbeträge nun verwendet werden, stehe noch nicht fest. Im Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, dass sich Schwarz-grün stärker auf die Stadtteile und die Nebenstraßen der Zeilkonzentrieren möchte.

Und Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz ist überrascht. Nicht über die Verschiebung der Pläne, sondern über die entfachte Debatte. Er habe den Eindruck gehabt, dass sich in der CDU niemand für die Pläne an der Haupt- und Konstablerwache interessiere. „Die Haupt- und Konstablerwache wurden nicht diskutiert, weil nach der Verschönerung der Zeil jetzt die Nebenstraßen wichtig sind. Und noch eine Großbaustelle in der Innenstadt brauchen wir nicht“, so Cunitz.

Die Verschiebung des Umbauprojekts kann allerdings zu Komplikationen führen – zumindest was die Konstablerwache betrifft. Die sollte eigentlich nach der Hauptwache angegangen werden. Sollte die Hauptwache erst in über fünf Jahren saniert werden, ist es für die Konsti vielleicht schon zu spät. Die sei dann „langsam baufällig“, wie es aus dem Planungsdezernat heißt. Dem CDU-Fraktionsvorsitzendem ist dies jedoch ein Fremdwort. „Dass von Baufälligkeit geredet wird, überrascht mich. Das hat mir noch niemand gesagt. Aber ich weiß ja auch nicht immer alles“, sagt Heuser. Auch Cunitz kannte diese Argumente nicht. „Da fahren die CDU und ihr Planungsdezernent offenbar zwei verschiedene Linien.“
 
11. Mai 2011, 12.45 Uhr
jlo
 
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