Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
Verluste durch Corona-Krise
 

Verluste durch Corona-Krise

0

Haushaltsdefizit von 650 Millionen

Foto: sie
Foto: sie
Die Stadt Frankfurt erwartet aufgrund der Corona-Krise ein Haushaltsdefizit von rund 650 Millionen Euro. Das teilte Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker am Montag mit. Sollte es zu einer weiteren Infektionswelle kommen, könnte die Summe deutlich höher ausfallen.
Die Stadt Frankfurt erwartet aufgrund der Corona-Krise ein Haushaltsdefizit in dreistelliger Millionenhöhe. Das teilte Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker am Montag mit. Nach dem zweiten Steuerquartal schätze er das Minus zwischen Einnahmen und Ausgaben für dieses Jahr auf rund 650 Millionen Euro. Sollte es zu einer weiteren Infektionswelle kommen, könnte das Defizit noch einmal deutlich größer ausfallen, so Becker.

Maßgeblicher Faktor seien dabei vor allem die fehlenden Einnahmen durch die Gewerbesteuer. Diese lägen mit knapp 765 Millionen Euro aktuell um 227 Millionen Euro niedriger als noch im vergangenen Jahr. Zieht man die Steuerschätzung des Bundes heran, könnte sich dieser Betrag auf rund eine halbe Milliarde Euro erhöhen.

Zusätzlich belasteten weitere Verluste wie der Wegfall der Dividende des Flughafenbetreibers Fraport (rund 37 Millionen Euro) oder die zu erwartende, fehlende Ausschüttung der Messe Frankfurt (7 Millionen Euro) den städtischen Haushalt. Hinzu kämen fehlende Einnahmen aus Museen, Zoo und Palmengarten sowie geringere Fahrgastentgelte im Öffentlichen Nahverkehr. „Damit würden wir so oder so auf 500 Millionen Euro Einnahmen verzichten müssen“, sagte Becker. „Gleichzeitig werden wir steigende Ausgaben im Sozialbereich haben, wo sich die Folgen von Arbeitslosigkeit und Aufstockung von Transferleistungen bemerkbar machen werden.“

Die Antwort der Stadt müsse dementsprechend „ein verantwortliches Gleichgewicht aus der Sicherung der Daseinsvorsorge und finanzieller Behutsamkeit“ sein, so der Stadtkämmerer. Daher stehe in diesem Jahr vordergründig die Unterstützung der Menschen und Unternehmen der Stadt an, um diesen finanziell unter die Arme greifen zu können. Investitionen in die lokale Wirtschaft – sowohl in kleine Betriebe als auch größere Unternehmen – seien ebenfalls notwendig. Weitere Unterstützung sieht Becker seitens der Kommunen: Diese könnten durch Arbeitsplätze und Unternehmen die Konjunktur unterstützen. „Gleichzeitig müssen wir darauf achten, dass uns das Geld für die eigenen Konjunkturmaßnahmen nicht ausgeht und wir dafür sorgen, dass auch unsere langfristige Handlungsfähigkeit gesichert bleibt“, teilte Becker mit.

Über etwaige Kürzungen und Maßnahmen werde man im Magistrat sprechen. Im Herbst sollen dann „klare Konsoliderungsschritte“ für das kommende Jahr mit den Dezernentinnen und Dezernenten vereinbart werden.
 
19. Mai 2020, 13.17 Uhr
sie
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Die Corona-Krise sorgt in Hessen für Einnahmeverluste von fast drei Milliarden Euro. Bis 2023 sollen weitere 3,4 Milliarden dazukommen, wie Hessens Finanzminister Michael Boddenberg am Mittwoch bekannt gab. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Hessische Landesregierung
 
 
Magistrat beschließt Digitalpakt
0
50 Millionen für Frankfurts Schulen
Der Magistrat hat am Freitag den Digitalpakt für die Digitalisierung der Schulen in Frankfurt beschlossen. Demnach sollen 50 Millionen Euro dafür eingesetzt werden, Klassenräume flächendeckend mit WLAN und mit neuer Präsentationstechnik auszustatten. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Pexels
 
 
Beschluss des Hessischen Landtags
0
Gesundheitsfachberufe von Schulgeld befreit
Auszubildende aus den Bereichen Ergotherapie, Logopädie, Medizinisch-technische Assistenz und Physiotherapie werden vom Land Hessen bald entlastetet. Sie müssen an privaten Gesundheits- und Pflegefachschulen ab dem 1. August kein Schulgeld mehr zahlen. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Unsplash
 
 
 
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Donnerstag gemeinsam mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Das Kontaktverbot wurde bis zum 10. Mai verlängert; Zoos, Museen und Spielplätze dürfen wieder öffnen. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Myles Tan/Unsplash
 
 
Corona-Krise: Hilfe für Studierende
0
Nothilfefonds nach wenigen Stunden aufgebraucht
Am Mittwoch konnten Studierende in Hessen einen Antrag auf finanzielle Unterstützung stellen, doch bereits nach wenigen Stunden war der Hilfsfonds aufgebraucht. Ministerin Dorn fordert nun Bundesministerin Karliczek auf, zu handeln. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Pixabay
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  203